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Haut: Ein Furunkel ist mehr als ein Pickel, sondern eine eitrige Entzündung

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Gefährliche Entzündung  

Furunkel müssen richtig behandelt werden

05.12.2013, 10:41 Uhr | stw

Haut: Ein Furunkel ist mehr als ein Pickel, sondern eine eitrige Entzündung. Furunkel sollten nicht ausgequetscht werden.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Furunkel - eine schmerzende Entzündung auf behaarter Haut. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bildet sich auf der Haut eine eitrige Pustel, ist es vielleicht nicht nur ein entzündeter Pickel, sondern es handelt sich um ein Furunkel. Das plötzlich auftretende, weiche und entzündete Knötchen tritt um eine Haarwurzel auf und sitzt tief unter der Haut. Nicht nur mangelnde Hygiene, sondern auch ein geschwächtes Immunsystem können die Ursachen für ein Furunkel sein.

Ein Schnitt beim Rasieren reicht bereits aus

Furunkel entstehen meist durch eine bakterielle Infektion. Auf der Haut befinden sich unzählige Keime. Wird sie verletzt, dringen die Erreger in die Haut ein. Meist reicht bereits ein Schnitt beim Rasieren und die Bakterien gelangen unter die Oberfläche und vermehren sich. Normalerweise werden solche Keime vom Immunsystem bekämpft. Ist es geschwächt, kann es jedoch zu einer Entzündung kommen.

Das umliegende Gewebe entzündet sich

Bei der Entstehung eines Furunkels entzündet sich auch das umliegende Gewebe und Eiter sammelt sich an. Die Folge: Es bildet sich eine rote, schmerzhafte und erwärmte Schwellung - ein so genannter Eiterpfropf. Zunächst entsteht nur ein Knötchen, das sich dann zu einer Pustel entwickelt. Die Pustel wird immer größer bis sie platzt, und es zum Eiterabfluss kommt. Bilden sich mehrere Furunkel können diese zu einem so genannten Karbunkel verschmelzen. Dieser kann den darunter liegenden Muskel und das Fettgewebe entzünden, so dass es im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung kommen kann, wenn sich der Eiter nach innen entleert. Daher sollten Betroffene auch nie versuchen, das Furunkel aufzukratzen oder daran herumzudrücken.

Furunkel treten oft an behaarten Stellen auf

Furunkel treten um eine Haarwurzel herum auf und bilden sich meist im Gesicht, im Nacken aber auch an der Schenkelbeuge. Häufig treten Furunkel an behaarten Körperstellen auf. Bei Männern im Bartbereich sowie an stark behaarten Gesäßen, bei Frauen hingegen in den Achseln und in der Bikinizone. Auch Sportler, die oft Schwitzen, sind betroffen. Häufig wird ein Furunkel mit einem stark entzündeten Pickel verwechselt.

Zugsalbe hilft gegen Furunkel

Da Furunkel Schmerzen verursachen, ist es zunächst sinnvoll, die Entzündung einzudämmen und die Eiterentleerung des Furunkels zu fördern, damit der Druck vom Gewebe genommen wird. Zudem sollte eine kurzzeitige Behandlung mit Salben erfolgen, zum Beispiel mit Zugsalbe. Diese hat verschiedene Wirkstoffanteile, wie Lärchenterpentin und gereinigtes Terpentinöl. Die Wirkstoffe der Salbe fördern den Abfluss von Eiter, zusätzlich wirken sie desinfizierend und helfen gegen die Entzündung. Ist das Furunkel größer, kann es auch von einem Arzt mit einem Skalpell geöffnet oder mit Antibiotika behandelt werden. Eine tägliche Spülung, mit einem desinfizierenden Mittel, verhindert zudem eine neue Ansammlung von Bakterien.

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