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Abul mit der "Baum-Mann-Krankheit" geht es nach OP besser

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Erfolgreiche Operation  

26-Jährigem mit "Baum-Mann-Krankheit" geht es besser

29.02.2016, 19:01 Uhr | cme mit Material von dpa, AFP

Abul mit der "Baum-Mann-Krankheit" geht es nach OP besser. Die Hände von Abul Bajandar sind stark verformt - diese Aufnahme stammt noch von vor der Operation. (Quelle: dpa)

Die Hände von Abul Bajandar sind stark verformt - diese Aufnahme stammt noch von vor der Operation. (Quelle: dpa)

Seine Hände sehen aus wie Baumwurzeln, an den Füßen wuchern holzige Warzen: Abul Bajandar aus Bangladesch leidet unter der seltenen "Baum-Mann-Krankheit", bei der die Haut starke, Holz-artige Auswüchse bekommt. Jetzt zeigen die ärztlichen Behandlungen erste Erfolge.

"Baum-Mann-Krankheit": Besserung bei Abul Bajandar

Am Samstag hatte ein Ärzteteam an der rechten Hand einen Teil der Wucherungen entfernt. Dabei seien auch die Finger gerichtet worden, sagte der Klinikdirektor in Dhaka. "Es geht ihm jetzt besser." Möglicherweise seien aber rund ein Dutzend weitere Operationen erforderlich.

"Die erste Operation hat mir Hoffnung gemacht", sagte Abul Bajandar. Der 26-Jährige will die Behandlung ungeachtet ihrer Dauer fortführen. "Ich möchte nicht in mein Dorf zurück, ohne dass meine Hände und Füße in Ordnung sind." 

Bajandar wurde durch seine Erkrankung zu einer kleinen Berühmtheit. Sowohl in seinem Heimatbezirk Khulna als auch im Krankenhaus erhält er von hunderten Menschen Besuch. Die Wucherungen erreichten zuletzt ein Gesamtgewicht von mindestens fünf Kilogramm.

Erbliche Überempfindlichkeit gegen HP-Viren

Bajandar leidet seit mehreren Jahren an der seltenen Hautkrankheit, die zu warzenübersäter Haut und schuppenartigen Missbildungen an den Händen und Füßen führt. Mediziner bezeichnen das Leiden auch als Lewandowski-Lutz-Krankheit oder Epidermodysplasia verruciformis.

Die erbliche Hautkrankheit geht mit einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber humanen Papillomviren (HPV) einher. Daraufhin können sich auf der Haut unkontrolliert HPV-Infektionen ausbreiten. In der Folge wachsen überall am Körper - vor allem aber an Händen und Füßen - schuppige Hautflecken und Warzen, die teilweise extreme Ausmaße annehmen können.

Tests ergaben, dass die Erkrankung Bajandars kein Krebsleiden ist. Die Regierung Bangladeschs sagte zu, die Kosten für die Behandlung zu tragen.

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