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Die Untersuchungen U1 und U2 - Gesundheitsvorsorge in den ersten Lebenstagen

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U1 und U2  

Gesundheitsvorsorge in den ersten Lebenstagen: die Untersuchungen U1 und U2

10.05.2010, 18:24 Uhr | Finn, t-online.de

Die Untersuchungen U1 und U2 - Gesundheitsvorsorge in den ersten Lebenstagen. Baby wird mit seinem Teddybären von der Mutter gehalten.

Die U1- und U2-Untersuchungen sollen möglichst schnell feststellen, ob ein Säugling gesund ist. (Bild: Archiv)

Die Kindervorsorgeuntersuchungen U1 und U2 sind, nach dem sogenannten APGAR-Test direkt nach der Geburt, die ersten kinderärztlichen Untersuchungen bei Neugeborenen. Sie sollen möglichst früh sicherstellen, dass ein Säugling gesund ist oder nicht an einer Behinderung oder Krankheit leidet. Hierbei untersucht ein Kinderarzt in kurzen Abständen das Neugeborene auf spezifische gesundheitsrelevante Merkmale. Diese Untersuchungen werden in der Regel noch im Krankenhaus vorgenommen, bei ambulanten Geburten oder Hausgeburten findet spätestens die U2 dann beim Hauskinderarzt statt.

Die U1-Untersuchung

Die Untersuchung U1 wird etwa zwei bis vier Stunden nach der Geburt vorgenommen, wenn sich Mutter und Kind ein wenig von den Strapazen der Geburt erholt haben und sich einander annähern konnten. Sie dient dazu, eventuelle Probleme vitaler Funktionen beim Kind aufzudecken, die ein sofortiges Eingreifen erfordern. Hingegen wird bei der U2 das Kind ausführlicher auch auf seine Körperhaltung, die Motorik und seinen Tonus, also die Grundspannung seiner Muskulatur, untersucht.

Die Untersuchung U1 besteht aus drei Komponenten

Die U1 ist eine Untersuchung des Neugeborenen mit allen Sinnen und setzt sich aus drei Komponenten zusammen: der Inspektion (also der Betrachtung des Säuglings), der Auskultation (dem Abhören von Herz und Lunge) und der Palpation (dem Abtasten).

Inspektion bei der Untersuchung U1

Bei der Inspektion, der äußerlichen Betrachtung des Kindes, geht es um eventuelle sichtbare Verletzungen oder Beeinträchtigungen. Der Kinderarzt beurteilt unter anderem die Hautfarbe des Babys. Ist es rosig und gesund oder eher blass oder gar bläulich verfärbt (eventueller Hinweis auf eine Atemstörungen) oder gar leicht gelblich (Neugeborenengelbsucht, Leberfunktionsstörung)? Weist das Kind sichtbare Ödeme (Wassereinlagerungen), Blutungen oder gar Geburtsverletzungen auf? Hat es ein Angiom, einen sogenannten Blutschwamm? Darüber hinaus betrachtet der Arzt auch die Fontanellen des Kindes, besonders deren Symmetrie und Beschaffenheit. Die Fontanellen sind die Bereiche des kindlichen Schädels, an denen die Schädelknochen noch nicht miteinander verwachsen sind. Dies ist notwendig, damit das kindliche Gehirn genug Platz zum Wachsen hat. Außerdem erleichtern Sie durch ihre Verschiebbarkeit die Geburt des Kindes. Die Fontanellen wachsen in der Regel innerhalb der ersten beiden Lebensjahre zusammen. Ebenso schaut sich der Kinderarzt die Beschaffenheit und Lage von Augen, Ohren, Mund und Nase des Kindes an und kann so erkennen, ob das Neugeborene eventuell unter einer Lippen-Gaumenspalte oder ähnlichem leidet. Ein Augenmerk der Betrachtung liegt auch auf der Anordnung und Beschaffenheit der kindlichen Extremitäten (Stellung der Füße und Hände) sowie der Gelenke und der Wirbelsäule.

Untersuchung U1: Auskulation

Bei der Auskulation, dem Abhören von Herz und Lunge, beschäftigt sich der Kinderarzt mit der Frage nach angeborenen Herzfehlern oder Atmungsanomalien. Bei vielen Neugeborenen kommt es vor, dass sie während der Geburt etwas Fruchtwasser einatmen. Auch hier kann der Kinderarzt eventuelle Beeinträchtigungen ausschließen.

Untersuchung U1: OP nötig?

Bei der Palpation tastet der Kinderarzt behutsam den Bauch, die Genitalien, die Leisten und die Analregion des Säuglings ab. Das geschieht, um mögliche Tumore im Bauchraum des Kindes auszuschließen und zu schauen, ob es sich während der Geburt innere Verletzungen zugezogen hat, zum Beispiel einen Leisten- oder Nabelbruch. Bei Jungen ist die Genitaluntersuchung besonders wichtig, um zu schauen, ob sich die Hoden bereits in den Hodensack abgesetzt haben oder ob sie noch in der Bauchhöhle liegen. Dies kann unter Umständen zu einer kleineren Operation führen.

Die U2-Untersuchung

Die Untersuchung U2 findet zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag statt und wird entweder noch in der Klinik durchgeführt oder bereits durch einen Hauskinderarzt. Bei dieser Untersuchung geht der Arzt noch einmal ausführlich auf die Beurteilung der Haut, der inneren Organe und der primären Geschlechtsteile des Kindes ein. Zudem entnimmt er dem Säugling ein wenig Blut, um es beim sogenannten Screening im Labor auf unterschiedliche angeborene Stoffwechselkrankheiten und Hormonstörungen zu untersuchen und bei einem Befund eine sofortige Behandlung zu starten.

Hörtest bei der U2-Untersuchung

Seit einigen Jahren wird im Zuge der U2 auch ein Hörtest angeboten, um Hörstörungen beim Neugeborenen so früh wie möglich zu erkennen. Denn es gilt: je früher eine derartige Störung erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln und ermöglicht dem betroffenen Kind eine optimale und nachhaltige Förderung seiner sozialen und emotionalen Entwicklung, da so Störungen in seiner Sprachentwicklung gar nicht erst auftreten oder diese zumindest stark abgemildert werden können.

U1 und U2: Vitamin-D-Prophylaxe

Im Rahmen der U1 und der U2 weist der Kinderarzt auch auf die Möglichkeiten der Rachitis- und Kariesvorbeugung mit Vitamin-D-Präparaten hin und berät die jungen Eltern hinsichtlich der optimalen Schlafumgebung, um den plötzlichen Kindstod zu verhindern.

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