112  

Notruf: Was mache ich, wenn ich nicht sprechen kann?

03.02.2018, 15:21 Uhr | t-online.de, lk, hd

Notruf richtig absetzen. Feuerwehrfahrzeug nah (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/jjoerns)

Der Notruf der 112 gilt europaweit. (Quelle: jjoerns/Thinkstock by Getty-Images)

Ein Verkehrsunfall, ein Herzinfarkt oder ein Brand. Der Notruf muss verständigt werden. Aber die wenigsten wissen, was sie dem Rettungsdienst unbedingt sagen müssen. Und was tut man, wenn man nicht (mehr) sprechen kann? Hier erfahren Sie die wichtigsten Regeln.

Sobald man mit der Rettungsleitstelle verbunden ist, gibt man den Notruf ab. Ganz zentral ist dabei die sogenannte 5-W-Regel, die jeder kennen sollte:

1. Wo geschah der Unfall?

Möglichst mit genauer Ortsangabe 

2. Was ist passiert? 

Beschreiben sie kurz den Notfall. Bei Gefahrgutransporten unbedingt melden, was auf den Kenntafeln steht.

3. Wie viele Verletzte gibt es? 

4. Welche Art der Verletzung liegt vor?

5. Wer meldet den Unfall?

Hier geben Sie noch Ihren Namen an. Bleiben Sie unbedingt solange am Telefon, bis die Leitstelle das Gespräch beendet. 

Was ist zu tun, wenn man nicht sprechen kann, etwa weil man verletzt ist oder unter Schock steht?

Sie können über wiederholte Klopfsignale oder beliebige Geräusche zeigen, dass Sie in der Leitung sind. Dann wird ebenfalls ein Rettungsdienst losgeschickt. Die Feuerwehr kann zumindest den ungefähren Standort per Ortungsdienst ermitteln. Auf die exakte Position, etwa die Wohnung, kann der Rettungsdienst aus Datenschutzgründen allerdings nicht zugreifen.

Notrufe auf dem Handy und Notruf-Apps

Für diese Lücke gibt es eine Lösung: Aktuelle Smartphones von Apple mit dem neuen Betriebssystem iOS 11 starten einen Notruf, wenn man fünfmal den Einschaltknopf drückt. Dann wird eine voreingestellte Notrufnummer gewählt. Auf Wunsch warnt ein Ton vor dem Aufbau der Verbindung. 

Beim Android-Handy kann in dem Entsperr-Menü der Notruf gewählt werden, ohne dass das Handy entsperrt werden muss. Das klappt auch ohne Prepaid-Guthaben. 

Notruf-Apps lösen nicht nur einen rettenden Anruf aus, sie übermitteln dabei auch die genaue Position des Anrufers per GPS. Es gibt verschiedene Gratis- und Kauf-Apps im Google App Store und bei Apple, die unter dem Stichwort "Notruf" zu finden sind.

Für gehörlose, schwerhörige und kehlkopflose Menschen gibt es folgende Möglichkeiten, einen Notruf abzusetzen:

Notruf-SMS

Einige Rettungsleitstellen sind in der Lage eine Notruf-SMS entgegen zu nehmen. Einige Leitstellen können sogar WhatsApp-Nachrichten empfangen – etwa Düsseldorf und Brandenburg. Ein Grund, warum das eher vereinzelt so gehandhabt wird und nicht flächendeckend bundesweit ist, dass für SMS und andere Kurznachrichten keine gesetzliche Grundlage gibt. Das Telekommunikationsgesetz (TKG) sieht diese Form des Notrufs bislang nicht vor.

Wichtig sind folgende Angaben: Grund, Name, Adresse, Hinweis, ob die Feuerwehr Zugang in die Wohnung/das Haus hat.

Wenn Sie als Ersthelfer etwa im Wald einen Notruf absondern müssen, können Sie über die Standortsuche in Ihrem Handy der Feuerwehr genauere Angaben machen. 

Wenn Sie sich in Randbezirken aufhalten, etwa zwischen Berlin und Brandenburg, sollten Sie immer die jeweilige Vorwahl eingeben und dann die 112. 

Notruf-Fax

Dazu gibt es einen speziellen Vordruck. Diesen sollten Betroffene direkt neben dem Faxgerät bereithalten – vorbereitet mit Name und Anschrift. Im Notfall müssen nun nur noch die zutreffenden Felder angekreuzt werden. Sobald der Notruf per Fax gesendet wurde, geht eine Bestätigung ein und er wird bearbeitet.

Bitte verwenden Sie hierfür den Notruf-Fax-Vordruck. Das Fax kann direkt über die Notrufnummer 112 an die Leitstellen der Feuerwehren gesendet werden. Sobald das Fax dort eingegangen ist, wird der Notruf sofort aufgenommen und eine Bestätigung zurück gefaxt. Bislang ist diese Form des Notrufs aber nur über ein stationäres Faxgerät möglich.

Übrigens: Die Notrufnummer 112 funktioniert in ganz Europa!

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


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