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Was tun bei Blasenentzündung? Alles wichtige zur Zystitis

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Diagnose Blasenentzündung  

Diagnose Blasenentzündung

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Was tun bei Blasenentzündung? Alles wichtige zur Zystitis . Wie kommt es zu einer Blasenentzündung? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn die Blasenentzündung chronisch wird, kann das auf einen versteckten Diabetes hindeuten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen sind die ersten Symptome, die auf eine Blasenentzündung oder einen Infekt der Harnwege hinweisen. Bei einer Zystitis - so wird die akute Entzündung der Blase medizinisch genannt - handelt es sich meist um eine Infektion durch Bakterien, die über die Harnröhre in die Blase aufsteigen und dort zu einer Reizung führen.

Ebenfalls Auslöser einer Zystitis können Pilze, Viren, Parasiten oder andere Krankheiten sein. Diese sind aber sehr viel seltener.
Oft lässt sich eine Blasenentzündung mit einfachen Hausmitteln behandeln. In manchen Fällen ist es aber notwendig, bei der Behandlung Antibiotika einzusetzen. Zudem gibt es eine Reihe vorbeugender Maßnahmen wie beispielsweise viel trinken und Wärme.

Dennoch ist die Entzündung der Blase keinesfalls eine typische Wintererkrankung. Auch im Sommer besteht das Risiko einer Harnwegsinfektion – zum Beispiel durch Tragen nasser Badekleidung.

Warum sind Frauen sehr viel häufiger betroffen als Männer?

Frauen erkranken häufiger an Blasenentzündungen, weil ihre Harnröhre kürzer ist als bei Männern. Die Harnröhre des Mannes ist circa 20 Zentimeter lang, während die der Frau nur wenige Zentimeter misst. Erreger können über diesen kürzeren Weg viel leichter in die Blase gelangen. Trotz allem kann eine Blasenentzündung oder ein Harnwegsinfekt auch bei Männern auftreten.

Das sind die typischen Symptome eines Harnwegsinfektes

Als typische Anzeichen einer Erkrankung der Harnwege gelten:

  • Brennen beim Wasserlassen
  • häufiger Harndrang
  • unangenehmer Juckreiz
  • Blut im Urin

Wie kommt es zu einer Blasenentzündung?

Infektion mit Keimen:
Eine Ansteckung mit Keimen (meist Bakterien) gilt als Hauptursache. Diese können durch eine Schmierinfektion – zum Beispiel durch falsche Wischtechnik nach dem Stuhlgang - in die Harnwege gelangen und dort zu einer Infektion führen.

Unterkühlung:
Sitzen auf kaltem Untergrund oder nasse Badekleidung können eine Harnwegsinfektion fördern.

Ungeschützter Sex oder häufiger Geschlechtsverkehr:
Ärzte sprechen sogar vom Honeymoon-Syndrom oder der Flitterwochen-Zystitis. Erreger gelangen auf diesem Weg in die Harnwege.

Harnstau:
Eine vergrößerte männliche Prostata, Steine oder Tumoren können ebenfalls zu einer Blasenentzündung führen.
Erfahren Sie hier mehr: Blasenentzündung bei Männern

Was tun bei einer Blasenentzündung?

Einfache Hausmittel helfen einen leichten Verlauf  zu lindern.

Viel trinken:
mindestens zwei Liter am Tag - auch wenn das Wasserlassen zunächst schmerzhaft ist. Mit dem Harn werden Bakterien aus der Blase herausgespült. Lindernde Wirkung haben auch spezielle Blasentees, die harntreibende und entzündungshemmende Stoffe enthalten.

Ernährung anpassen: 
Senföle, Cranberry-Produkte,  Hülsenfrüchte,  Fisch, Vollkornprodukte, sowie Gemüse und Reis sorgen für eher „sauren“ Urin, in dem sich Bakterien nicht so einfach vermehren können.

Wärme tut gut:
Warm anziehen und nicht auf einen kalten Untergrund setzen. Auch eine Wärmflasche kann helfen, die Beschwerden zu lindern.

Homöopathie und andere Naturheilverfahren:
Viele Patienten sprechen bei Harnwegsinfekten gut auf alternative Behandlungsmethoden an. Wenden Sie sich hier an den Therapeuten ihres Vertrauens.

Ansteckung: Wie können Sie sich schützen?

Die Zystitis kann unter gewissen Umständen auch ansteckend sein.
Gefahr lauert zum Beispiel auf öffentlichen Toiletten. Wenn Sie empfindlich sind, sollten Sie größten Wert auf Hygiene legen. Desinfektionssprays können Keime dezimieren, dadurch sinkt die Gefahr einer Ansteckung. Außerdem sollten Sie davon absehen, sich auf Toilettenbrillen zu setzen.

Ungeschützter Sex ist ebenfalls eine potentielle Infektionsquelle für Harnwegsinfekte. Die Benutzung eines Kondoms kann helfen, das Eindringen von Bakterien in die Harnröhre zu verhindern. Wer nicht verhüten möchte, sollte nach dem Sex zum Wasserlassen auf die Toilette gehen. So werden potentielle Erreger herausgespült.

Die Folgen einer unbehandelten Blasenentzündung

Eine Zystitis muss ernst genommen werden. Das „Verschleppen“ der Krankheit kann zu sehr unangenehmen Folgen führen – hier zwei typische Verläufe:

Die chronische Blasenentzündung (medizinisch: Interstitielle Zystitis) weist sehr ähnliche Symptome wie die akute Form auf, allerdings ohne den Nachweis von Bakterien oder anderen Erregern. Durch die anhaltende Dauer der Symptome wird die Erkrankung als massive Einschränkung der Lebensqualität empfunden.

Die Nierenbeckenentzündung (medizinisch: Pyelonephritis) ist ebenfalls eine Komplikation als Folge einer unbehandelten Blasenentzündung. In diesem Fall wandern die Erreger bis in die Nieren. Symptome wie Brennen beim Wasserlassen und häufiger Harndrang gehen in der Regel mit Fieber, Schüttelfrost und Schmerzen in der Nierengegend einher.

In beiden Fällen sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Wann sollten sie unbedingt zum Arzt gehen?

Wenn Sie auch noch nach zwei Tagen unter Beschwerden wie häufiges und schmerzhaftes Wasserlassen leiden, sollten Sie zum Arzt gehen. Dieser kann durch einen Schnelltest nachweisen, wie hoch der Anteil der Bakterien im Urin ist und ob es sich tatsächlich um eine Blasenentzündung handelt. In Absprache mit dem Arzt wird dann entschieden, ob es notwendig ist, ein Antibiotikum zu nehmen, um eine Ausbreitung des Infekts auf die Nieren zu verhindern. 

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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