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Glaukomanfall: Plötzlich erhöhter Augeninnendruck

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Arztbesuch unerlässlich  

Glaukomanfall: Plötzlich erhöhter Augeninnendruck

29.08.2017, 13:16 Uhr | rk, sah, t-online.de

Glaukomanfall: Plötzlich erhöhter Augeninnendruck. Durch eine plötzliche Erhöhung des Augeninnendrucks leiden Betroffene bei einem Glaukomanfall an starken Augenschmerzen und Kopfschmerzen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Dirima)

Durch eine plötzliche Erhöhung des Augeninnendrucks leiden Betroffene bei einem Glaukomanfall an starken Augenschmerzen und Kopfschmerzen. (Quelle: Dirima/Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Sie plötzlich starke Augenschmerzen verbunden mit heftigen Kopfschmerzen verspüren, können Sie an einem Glaukomanfall leiden. Was das genau bedeutet und warum Sie in dem Fall sofort einen Arzt aufsuchen sollten, erfahren Sie hier.

Was ist ein Glaukomanfall?

Bei einem Glaukom, auch grüner Star genannt, ist der Sehnerv geschädigt. Unbehandelt kann das schwere Folgen haben. Bei einem Glaukomanfall steigt der Augeninnendruck binnen weniger Minuten sprunghaft an. Innerhalb kürzester Zeit erhöht er sich auf das Drei- bis Vierfache des Normalwerts. Gelegentlich ist das erste Zeichen für grünen Star ein solcher Glaukomanfall.

Ursache: Wie entsteht ein Glaukomanfall?

Ein Glaukomanfall geschieht bei einer erweiterten Pupille – beispielsweise im Dunkeln oder durch Medikamente hervorgerufen – und gleichzeitig flacher, vorderer Augenkammer. Auslöser des Glaukomanfalls kann ein Engwinkelglaukom sein. Dabei ist der Augeninnendruck durch das sogenannte Kammerwasser im Auge stark erhöht. Grund: Die Regenbogenhaut versperrt den Kammerwinkel, sodass das Kammerwasser nicht abfließen kann.

Symptome: Wie erkennt man einen Glaukomanfall?

Bei einem Glaukomanfall verspürt der Betroffene Schmerzen über dem betroffenen Auge, die mit starken Kopfschmerzen einhergehen, teilweise auch mit Übelkeit und Erbrechen. Die Schmerzen bei dieser Augenkrankheit können im Extremfall bis in Schulter, Brust und Arm ausstrahlen. Das Auge fühlt sich spürbar hart an und ist stark gerötet und eingetrübt.

Es kommt zu einer ausgeprägten Sehverschlechterung, bei der Betroffene wie durch einen Nebel sehen und störende Farbringe in Regenbogenfarben vor dem Auge auftauchen. Ein Glaukomanfall ist immer eine Notfallsituation, denn es droht eine Schädigung des Sehnervs und im schlimmsten Fall kann es zur Erblindung kommen.

Risikofaktoren für einen Glaukomanfall

Einen Glaukomanfall kann jeder bekommen, allerdings verstärken folgende Faktoren die Entstehung:

  • Alter über 40
  • Niedriger Blutdruck
  • Wenn Eltern oder Geschwister betroffen sind
  • Diabetes
  • Starke Kurz- oder Weitsichtigkeit
  • Durchblutungsstörungen

Prävention

Anzeichen für das Entstehen eines Glaukoms kann nebelartiges Sehen sowie die Wahrnehmung von Farbringen sein. Bereits bei geringen Anzeichen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Mit einer jährlichen Kontrolle beim Augenarzt kann einem Glaukomanfall vorgebeugt werden. Sie sollte ab dem vierzigsten Lebensjahr regelmäßig durchgeführt werden. Bei der Untersuchung wird der Augenhintergrund gespiegelt, das Gesichtsfeld ermittelt und der Augeninnendruck gemessen. Gegebenenfalls kann präventiv eine Operation durchgeführt werden.

Was tun bei einem Glaukomanfall? Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten

Bei einem Glaukomanfall sollten Sie umgehend einen Augenarzt aufsuchen, da innerhalb weniger Stunden ein dauerhafter Schaden am Auge entstehen kann. Die Senkung des Augeninnendrucks ist eine zentrale Maßnahme bei der Behandlung des Glaukoms. Mithilfe verschiedener Medikamente in Form von speziellen Augentropfen kann der Arzt versuchen, den Druck zu verringern. Die Tropfen verschlechtern allerdings das Sehen bei Dämmerung und Dunkelheit und werden daher nur noch selten eingesetzt.

Augenärzte behandeln einen Glaukomanfall meist, indem sie mithilfe eines Lasers eine kleine Öffnung in die Regenbogenhaut schneiden, um das Abfließen des Kammerwassers zu gewährleisten. Dieser Eingriff ist in der Regel schmerzfrei und risikoarm. Die Prognose eines Glaukomanfalls richtet sich nach der Dauer der Augendruckerhöhung. Außerdem muss berücksichtigt werden, ob bereits im Vorfeld der Augendruck mäßig erhöht war, der Sehnerv also möglicherweise bereits vorgeschädigt war.

PEX-Glaukom: Sonderform des grünen Stars

Das Pseudoexfoliationsglaukom, kurz: PEX-Glaukom, ist eine spezielle Ausprägung des Grünen Stars. Es zählt zu den sekundären Glaukomen, einer speziellen Form des Offenwinkelglaukoms. Bei dieser Augenkrankheit bildet sich im Auge ein feines Material, das an Staub erinnert. Diese feinen Partikel verhindern zum einen, dass Kammerwasser aus dem Auge abfließen kann, zum anderen setzen sie sich auf der Linse ab. Da das Auge stetig frisches Kammerwasser bildet, steigt der Augeninnendruck.

Beide Probleme der Krankheit – der Druckanstieg und die Ablagerungen auf der Linse – verursachen größere Schäden. Das Blickfeld wird eingeschränkt und kann sich doppeln. Das PEX-Glaukom wird anfangs mit Augentropfen behandelt. Lässt sich der Augeninnendruck durch Medikamente nicht senken, kommt ein operativer Eingriff in Betracht.

Der Anstieg des Augeninnendrucks geht beim PEX-Glaukom meist unbemerkt vonstatten. Ebenso ist beim PEX-Glaukom ein Auge meist stärker betroffen als das andere. Etwaige Seheinschränkungen können so länger unerkannt bleiben, da das gesunde Auge die verminderte Sehleistung des erkrankten Auges ausgleicht. Das PEX-Glaukom tritt zwar meist bei älteren Menschen auf, zur Vorsorgeuntersuchung sollten Sie jedoch schon frühzeitig gehen, etwa ab dem 40. Lebensjahr.

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