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Neue Forschungserkenntisse: Das Reizdarmsyndrom ist keine einzelne Krankheit

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Das Reizdarmsyndrom ist keine einzelne Krankheit

14.07.2017, 14:32 Uhr | Larissa Koch, t-online.de

Neue Forschungserkenntisse: Das Reizdarmsyndrom ist keine einzelne Krankheit. Das Reizdarmsyndrom hat viele Gesichter. (Quelle: Wavebreakmedia Ltd)

Das Reizdarmsyndrom hat viele Gesichter. (Quelle: Wavebreakmedia Ltd)

Unter dem sogenannten Reizdarmsyndrom leiden nach Schätzungen rund 12 Millionen Menschen in Deutschland. Die Erkrankung zeigt sich mit ganz verschiedenen Symptomen von krampfhaften Bauchschmerzen über Völlegefühl, Durchfall oder Verstopfungen bis hin zu Blähungen. Englische Forscher haben nun herausgefunden: Es ist nicht nur eine Störung, die dahinter steckt, sondern viele. 

Das Reizdarmsyndrom ist bei jedem anders. Denn die Patienten leiden meist unter einer Ansammlung von unterschiedlichen Symptomen. Die Studie der Wissenschaftler an der britischen Universität Newcastle wurde im renommierten Fachblatt "New England Journal of Medicine" veröffentlicht. Der Studienleiter und Neurogastroenterologe Professor Nick Talley kritisierte, dass Ärzte häufig nicht individuell genug an das Syndrom herangingen: "Es gibt eine starke Tendenz, die Symptome des Reizdarmsyndroms als eine einzige Erkrankung zu behandeln. Wir drängen darauf, die Störung als ein unglaublich komplexes Zusammenspiel zu behandeln, das bei jedem Einzelnen unterschiedlich ist", sagte der Magen-Darm-Spezialist.

Das Reizdarmsyndrom könnte genetisch sein

Er und sein Team ermitteln die verschiedenen Ursachen und Auslöser für das Reizdarmsyndrom wie Nahrungsmittelintoleranzen, Darmentzündungen, Dickdarmbakterien, psychische Störungen und sogar ein bestimmtes Gen, das ursächlich für die Störung sein kann. Im Zentrum seiner Forschungen steht dabei auch der Zusammenhang zwischen Darm und Gehirn.

Der Einfluss des Darms auf das Gehirn wird noch erforscht

"Erst vor kurzem haben wir begonnen, die komplexe Natur dieser Beziehung zu verstehen", sagte Talley. So habe sich bei den Untersuchungen gezeigt, dass viele Signale aus dem Darm ins Gehirn gesendet werden und umgekehrt. Dass das Gehirn Einfluss auf den Darm habe, sei unstrittig. Der Einfluss des Darms auf das Gehirn werde dagegen noch nicht richtig verstanden. Bei einigen Reizdarmpatienten zeigte sich in der Studie zum Beispiel, dass zuerst der Darm krank zu werden schien und infolgedessen das Gehirn. So wären bei den Darmkranken schließlich Fehlfunktionen des Gehirns aufgetreten, etwa in Form von Angststörungen.

Die Komplexe Beziehung zwischen Darm und Hirn müsse weiter erforscht werden, so Talley. Ziel sei es, bald nicht mehr nur die Symptome von Reizdarmpatienten zu behandeln, sondern die Krankheit zu verstehen und zu heilen.

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