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Einbruchschutz mit vernetzter Wohn- und Sicherheitstechnik

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Wirklich abschreckend?  

Einbruchschutz mit moderner Sicherheitstechnik

16.09.2013, 07:51 Uhr | t-online.de

Einbruchschutz mit vernetzter Wohn- und Sicherheitstechnik. Alarmanlage am Haus (Quelle: imago/Westend61)

Helfen Alarmanlagen wirklich vor Einbrüchen? (Quelle: imago/Westend61)

Nie zuvor konnte man Haus und Wohnung auf so bequeme Weise gegen Einbrüche sichern wie heute. Licht, Rollläden, Kameras und die Alarmanlage lassen sich in Echtzeit über mobile Endgeräte wie Tablet oder Smartphone ansteuern – egal, wo man sich gerade befindet. Experten warnen allerdings vor Folgekosten. Einige wirksame Einbruchschutz-Maßnahmen präsentieren wir in unserer Foto-Show.

"Spezielle Apps erlauben eine Fernsteuerung und -überwachung einer Alarmanlage und anderer Bestandteile der Haustechnik", erklärt Tobias Enke von der Initiative für aktiven Einbruchschutz "Nicht bei mir!", einem Zusammenschluss von Verbänden der Sicherheitswirtschaft und der Polizei.

Gelegenheitseinbrecher lassen sich schon durch simple Maßnahmen abschrecken

Schon simple Maßnahmen können eine hohe Schutzwirkung entfalten. Beispielsweise lassen sich Licht, TV oder auch Rollläden heute oft mobil über das Handy fernsteuern. Auch ob man die Haustür wirklich abgeschlossen hat, lässt sich auf diese Weise aus der Ferne überprüfen. Bei Bedarf verschickt der Nutzer dann einfach mit einer App auf seinem mobilen Endgerät – Smartphone oder Tablet-PC – den Befehl, die Rollläden herunter zu fahren.

Einbruchschutz
Viele Türsicherungen taugen nichts

Jede zweite rasselt bei Stiftung Warentest mit "mangelhaft" durch. So sichert man die Tür wirksam. Video

So lässt sich beispielsweise während einer Urlaubsreise die eigene Anwesenheit vortäuschen, indem man Licht, TV und Rollläden zu den üblichen Zeiten aus der Ferne an- und ausschaltet. Zumindest die mit Abstand größte Gruppe der Gelegenheitstäter kann man dadurch abschrecken. "Die polizeiliche Erfahrung zeigt, dass die wenigsten Einbrecher gut ausgerüstete 'Profis' sind", informiert die polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Die Alarmanlage übers Smartphone steuern

Wer sein Heim auch gegen diese Tätergruppe sichern will, dem helfen einfache Maßnahmen zur Vortäuschung der eigenen Anwesenheit nur wenig weiter. Profis spähen ihre Zielobjekte meist intensiv aus, bevor sie zuschlagen. Dabei wird ein Täter dann ziemlich schnell feststellen, ob wirklich jemand zuhause ist oder eben nicht. Gegen Profi-Einbrecher muss man also schon etwas schwere Geschütze auffahren und zum Beispiel eine Alarmanlage installieren.

Die vollständige Bedienung und Darstellung aller Betriebszustände einer Alarmanlage ist auch unterwegs möglich: Hausbesitzer können sich alle wichtigen Statusinformationen der Alarmanlage anzeigen lassen und erkennen so, an welcher Stelle genau ein Alarm ausgelöst worden ist. Außerdem verschickt das System zusätzlich zum Alarm automatisch eine Warnmeldung an eine hilfeleistenden Stelle – beispielsweise eine privaten Wachdienst. Auch Bilder einer möglicherweise installierten Überwachungskamera sind über das Internet abrufbar und zugehörige Apps bringen die Videobilder auch auf Smartphones und Tablet-PCs.

Sicherheitstechnik zum Einbruchschutz nur vom Fachmann installieren lassen

So hat der Besitzer aus der Ferne Vollzugriff auf alle Steuerfunktionen und kann unverzüglich auf eine Gefahr reagieren und gegebenenfalls selbst Hilfe rufen. "Um die dauerhaft zuverlässige Funktion dieser modernen Technologien zu gewährleisten, empfiehlt es sich allerdings für die Planung, Installation und kontinuierliche Wartung einen Sicherheitsfachbetrieb zu beauftragen", empfiehlt "Nicht bei mir!"-Sprecher Enke. "Prinzipiell raten wir vom Selbsteinbau solcher Systeme ab."

Alarmanlagen-Sets zum Selbsteinbau taugen oft nichts

Zum selben Schluss muss man kommen, wenn man sich die jüngsten Prüfergebnisse der Stiftung Warentest ansieht. Für die Juni-Ausgabe ihres Magazins "test" hat die Stiftung fünf Alarmanlagen-Sets zum Selbsteinbau zu Preisen zwischen 179 und 440 Euro getestet – mit verheerenden Ergebnissen*. "Die Alarmanlagen-Sets zum Selbsteinbau konnten im Test nicht überzeugen", so das Fazit der Warentester. Einzig das Set von Hersteller Abus wurde als "befriedigend" bewertet und erzielte damit noch ein akzeptables Ergebnis.

"Der Einbrecher kann bei einzelnen Sets die Alarmzentrale einfach von der Wand reißen", monierten die Prüfer unter anderem. "Außerdem konnten mehrere Bewegungsmelder kriechend unterwandert werden." Weitere schwerwiegende Kritikpunkte sahen die Prüfer darin, dass sich einige Anlagen unbemerkt ausschalten, wenn die Batterien zur Neige gehen. Ohne dass der Besitzer dies merkt, besteht dann gar kein Schutz mehr.

Teure Fehlalarme durch selbsteingebaute Alarmanlagen

Außerdem zeigten sich alle geprüften Produkte äußerst anfällig für Fehlalarme. "Bei Profianlagen gibt es technische Lösungen gegen falschen Alarm", heißt es bei der Stiftung Warentest. "Bevor Bewohner einen alarmgesicherten Überwachungsbereich betreten, müssen sie die Anlage entschärfen." Bei den geprüften Sets zum Selbsteinbau fehle diese Funktion, so dass Menschen oder auch Haustiere leicht ungewollt einen lautstarken Alarm auslösen.

Kommt es infolge dessen zu einem Polizeieinsatz, kann das richtig teuer werden. "Falls Nachbarn die Polizei alarmieren, droht eine Rechnung für die Einsatzkosten", warnen die Tester und empfehlen: "Für die Anfangsphase ist es ratsam, die Anlage so zu programmieren, dass sie nur stillen Alarm auslöst und das Mobiltelefon anruft."

Kosten einer fachmännisch installierten Alarmanlage

Zwar sind vom Fachmann installierte Anlagen deutlich teurer – je nachdem wie viele Fenster und Türen gesichert werden müssen und für welches System man sich genau entscheidet muss man laut Branchenkennern etwa mit den doppelten bis dreifachen Kosten einer Alarmanlage zur Eigeninstallation rechnen. Trotzdem kann man Verbrauchern nur dazu raten, diese Mehrkosten in Kauf zu nehmen oder sich von der Polizei oder der eigenen Versicherung über preisgünstige Alternativlösungen beraten zu lassen.

Gute Einbruchschutz-Experten in Ihrer Nähe finden

Noch besser ist es, sich von vorne herein fachkundige Unterstützung zu suchen. "Bevor Sie Geld für mehr Sicherheit investieren, ziehen Sie am besten erst mal Profis zurate", empfiehlt auch die Stiftung Warentest. So bietet die Polizei beispielsweis eine kostenlose Vor-Ort-Beratung an, bei der ein versierter Beamte Hinweise gibt, wie sich der Einbruchschutz bei Ihnen zuhause sinnvoll und preiswert verbessern lässt. Um schnell und bequem geeignete Sicherheitsexperten und Fachbetriebe in Ihrer Region zu finden, stellt die Initiative "Nicht bei mir" Verbrauchern hier eine kostenlose Firmensuche zur Verfügung.

Höherer Einbruchschutz durch moderne Schließsysteme

Ein Beispiel dafür, dass moderne Sicherheitstechnik auch den häuslichen Alltag erleichtern kann, sind elektronische Schließsysteme. Am Markt vertreten sind vor allem zwei unterschiedliche Varianten, mit denen Haus- und Wohnungsbesitzer ihr Eigenheim auch schlüssellos betreten und verriegeln können. Entweder ersetzt eine Chipkarte den analogen Schlüssel. Das hat den Vorteil, dass bei Diebstahl oder Verlust nicht gleich das ganze Schloss getauscht werden muss. Die Karte kann ohne großen Aufwand gesperrt und eine neue individuelle Zugriffsberechtigung vergeben werden.

Türschlösser mit Fingerabdruck-Scanner erhöhen Einbruchschutz und Komfort zugleich

Noch weitaus komfortabler sind Schließsysteme mit einem Fingerabdruck-Scanner. "Die Linien von bis zu 99 verschiedenen Fingern werden als jeweils einzigartiger Zugangscode abgespeichert", erklärt Signot Keldorfer, Geschäftsführer von Ekey Biometric Systems. Die nahe Frankfurt gelegene Firma vertreibt Türschlösser mit Fingerabdruckscanner. "Sie bestehen aus einem Scanner im Außenbereich und einer Steuereinheit zur Steuerung, Aufnahme oder Löschung der Benutzer im geschützten Innenbereich", erläutert Keldorf.

Neben der Haustür können auch eine Nebentür, ein Garagentor oder auch die Alarmanlage mit einem Fingerabdruck-Scanner versehen werden."Eine Steuereinheit verwaltet hier zentral vier Fingerscanner", so Keldorf. "Wer seine Türen mit Fingerscannern ausgerüstet hat, muss sich nie wieder Sorgen machen, dass Schlüssel verloren gehen oder – noch schlimmer – in falsche Hände geraten."

Türen und Tore mit Fingerabdruck-Scanner werden als Komplettlösung von vielen namhaften Herstellern angeboten. Die Scanner können aber auch nachgerüstet werden. Auch hierfür sollte man unbedingt einen versierten Fachbetrieb zu Rate ziehen, der dann die Installation übernimmt und über das geeignetste Produkt berät.

Trotz hoher Einbruchzahlen beugen zu wenige vor

Neue Technologien können unseren Alltag sicherer gestalten. Das Problem: Viele Verbraucher sind sich ihres Einbruchrisikos gar nicht bewusst oder verdrängen es. Laut einer repräsentativen Einbruchschutz-Studie der Provinzial Rheinland aus dem Sommer 2012 haben zwar rund zwei Drittel aller Deutschen schon Einbrüche bei sich zuhause oder in ihrem unmittelbaren sozialen Umfeld erlebt. Doch nur etwa ein Drittel der damals Befragten traf besondere Sicherheitsmaßnahmen, um das eigene Heim zu schützen.

Dabei zeigt nicht zuletzt die im Mai 2013 veröffentlichte polizeiliche Kriminalstatistik, dass ein guter Einbruchschutz immer wichtiger wird. Demnach gab es 2012 bundesweit 144.117 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstählen. "Die Anzahl der Einbruchsdelikte ist innerhalb der letzten vier Jahre um mehr als 30 Prozent gewachsen", kommentierte Dr. Helmut Rieche, Vorsitzender der Initiative "Nicht bei mir!" damals. Die Aufklärungsquote hingegen bleib konstant niedrig. Nicht einmal jeder fünfte Einbruchsdiebstahl wird aufgeklärt.

Es liegt also im ureigensten Interesse, sein Zuhause selbst gegen Einbrüche zu sichern. Dafür muss man nicht unbedingt in elektronische Sicherheitstechnik investieren. Viele wirksame Maßnahmen zum Einbruchschutz kosten wenig oder sogar gar nichts.

Wie gut und sinnvoll einbruchsichere Fenster sind, lesen Sie hier.

*den ausführlichen Bericht zum Alarmanlagen-Test können Sie über die Internetseite der Stiftung Warentest hier beziehen.

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