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Elementarschadenversicherung: Nicht immer alle Risiken abgedeckt

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Elementarschadenversicherung genau prüfen

30.05.2016, 11:50 Uhr | zuhause.de, dpa-tmn

Elementarschadenversicherung: Nicht immer alle Risiken abgedeckt. Bei solchen dunklen Gewitterwolken droht Starkregen. (Quelle: dpa)

Bei solchen dunklen Gewitterwolken droht Starkregen. (Quelle: dpa)

Versicherungsexperten rechnen damit, dass schwere Überschwemmungen in Zukunft immer häufiger vorkommen werden. Damit Hausbesitzer gegen die gravierendsten finanziellen Folgen abgesichert sind, brauchen sie eine Elementarschadenversicherung. Welche Schäden genau eine solche Police absichert, ist sehr unterschiedlich. Vor Abschluss einer Elementarschadenversicherung lohnt immer ein Blick ins Kleingedruckte.

Sind Schäden durch Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Frost in den meisten Fällen noch durch die gewöhnliche Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgedeckt, müssen sich Hausbesitzer gegen andere Elementarschäden wie Überschwemmungen, Erdrutsch oder Schäden durch Schnee zusätzlich versichern.

Je nach Versicherungsgesellschaft, Wohnregion und den versicherten Schadensarten kostet eine Elementarschadenversicherung laut Stiftung Warentest zwischen 50 und 450 Euro im Jahr. Tritt ein Schaden ein, rentiert sich die Versicherung. Auch bei einem Einfamilienhaus kann ein Schaden leicht sechsstellig werden. Der höchste regulierte Einzelschaden nach dem Elbhochwasser von 2002 betrug laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gar 400.000 Euro. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz ist man als Immobilienbesitzer in einem solch drastischen Fall meist ruiniert.

Elementarschadenversicherung den örtlichen Gegebenheiten anpassen

Nicht alle Gesellschaften versichern diese Schäden gleich, erläutert Kerstin Hartwig von der Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht im Deutschen Anwaltverein. Eine Überschwemmung beispielsweise kann entweder durch Hochwasser, anhaltenden Regen oder erhöhtes Grundwasser als Folge von Regen oder Hochwasser entstehen. Während Versicherung A zum Beispiel alle drei Fälle versichert, schließt Versicherung B eine Überschwemmung durch Hochwasser aus.

Hartwig rät, die entsprechenden Klauseln ganz genau zu lesen. Meist werde im Anschluss an die aufgezählten Versicherungsfälle unter dem Punkt "Nicht versichert sind Schäden, die..." aufgelistet, in welchen besonderen Schadensfällen die Versicherung nicht eintritt

Elementarschäden schnell und genau dokumentieren

Schäden müssen der Versicherung unverzüglich gemeldet werden. Dies sollte schriftlich per Einschreiben erfolgen. Als erste Maßnahme kann es aber auch ausreichen, anzurufen oder eine E-Mail mit einer Schadensbeschreibung zu schicken. Wer von einem Vermittler betreut wird, sollte auch diesen unverzüglich informieren.

Zur Dokumentation sollten Betroffene Fotos machen, rät der Bund der Versicherten (BdV). Daneben ist eine genaue Aufstellung der beschädigten Gegenstände sinnvoll. Die Versicherung muss die Möglichkeit haben, den Schaden zu begutachten. In der Regel wird sie einen Gutachter schicken, der den Schaden prüft. Wichtig: Beschädigte Gegenstände nie ohne ausdrückliche Zustimmung des Versicherers entsorgen.

Schadenminderungspflicht beachten

Auch wer wirksam gegen Elementarschäden versichert ist, darf nicht einfach untätig bleiben, wenn etwa bei einer Überschwemmung das Wasser immer höher steigt. Die so genannte Schadenminderungspflicht zwingt Versicherungsnehmer, absehbaren Schäden bestmöglich vorzubeugen beziehungsweise die Schäden so gering wie möglich zu halten.

Hausrat von Wert muss etwa aus dem Keller in Sicherheit gebracht und hochwertige Möbel aus dem Erdgeschoss geräumt werden, wenn das Wasser steigt. Was immer man selbst gefahrlos zur Schadensabwehr oder -minderung unternehmen kann, muss man auch tun. Befindet sich das Haus nah an einem Fluss, und kommt es regelmäßig zu Überschwemmungen, empfiehlt Versicherungsrechtlerin Hartwig sogar vorbeugende bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz. Sonst könne ein Gutachter entscheiden, der Schaden sei "grob fahrlässig verursacht" worden. Dann könne der Versicherer die Leistung kürzen oder sie ganz verweigern.

Welche Versicherung ist wofür zuständig?

- Dachziegel und Fensterscheiben: Alle Schäden, die direkt am Gebäude entstanden sind, übernimmt die Wohngebäudeversicherung, erläutert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Wird der Keller überschwemmt, zahlt sie aber nur, wenn extra eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen wurde. 

- Elektrogeräte und Möbel: Für Schäden am Wohnungsinventar ist die Hausratversicherung zuständig. Sie zahlt für Elektrogeräte, die nach einem Blitzschlag beschädigt wurden, oder Möbel, die der Regen infolge einer zerbrochenen Scheibe durchnässt hat.

- Auto: Schäden am Auto zahlt die Teilkaskoversicherung. Die Kosten für verbeultes Blech oder kaputte Scheiben werden in der Regel in voller Höhe erstattet.

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