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Halloween 2016: Entstehung und Brauch des Gruselfestes

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Halloween: Woher kommt der Brauch?

21.09.2016, 12:12 Uhr | CF, ji

Halloween 2016: Entstehung und Brauch des Gruselfestes. Am Abend zu Samhain, so glaubte man, kehren die Toten auf die Erde zurück. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Am Abend zu Samhain, so glaubte man, kehren die Toten auf die Erde zurück. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Am Abend vor Allerheiligen hebt sich der Schleier zwischen den Lebenden und den Toten. Das glaubten zumindest die Kelten. Und schon lange hält sich die Tradition eines ausgehöhlten und zurecht geschnitzten Halloween-Kürbis. Doch woher kommt eigentlich der Brauch mit dem Kürbis und des Verkleidens? Wir klären den Ursprung des Gruselfests.

Halloween Ursprung: Die Bräuche von Samhain

Halloween hat einen irischen Ursprung und geht auf eines der vier großen keltischen Feste zurück: Samhain. Samhain bedeutet soviel wie das "Ende des Sommers" und wurde beginnend am Vorabend des 01. Novembers als Oíche Shamna gefeiert. Die Kelten glaubten, dass an diesem Abend die Tore zur Unterwelt offenstehen.

Die Toten sollen an Oíche Shamna wieder auf der Erde wandeln, um ihre Verwandten zu besuchen. Die Kelten hießen die Verstorbenen laut "visitirland.de" mit Süßigkeiten und Lichtern willkommen. Andere jedoch fürchteten, dass sich die Toten an ihnen rächen wollten und verkleideten sich daher totenähnlich und unheimlich, um böse Geister abzuwehren.

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Nach Amerika kam Halloween erst im 19. Jahrhundert mit den irischen Auswanderern, die ihre Bräuche mitbrachten und pflegten. Die Traditionen von der Kürbislaterne und den Süßigkeiten haben sich bis heute durchgesetzt. Der Begriff Halloween geht auf "All Hallows Eve" – der Abend vor Allerheiligen – zurück.

Brauch des geschnitzten Kürbis: Jack O'Lantern und der Teufel

Am Tag vor Allerheiligen begann auch die Geschichte, als der Teufel wieder einmal auf der Suche nach neuen Seelen war. In einer Kneipe traf er den irischen Hufschmied und Trunkenbold Jack Oldfield, um ihn zu holen. Dieser bot dem Teufel seine Seele im Austausch für einen letzten Drink. Luzifer hatte nichts dagegen, ihm den letzten Drink zu spendieren. Da der Teufel kein Geld dabei hatte, verwandelte er sich selbst in eine Münze. Statt jedoch damit zu bezahlen, legte Jack die Münze zusammen mit einem Silberkreuz in seinen Geldbeutel. Luzifer war gefangen und konnte sich nicht mehr zurückverwandeln.

Deal mit dem Teufel

In einem Handel schlug er dann dem Satan vor ihn freizulassen, wenn er ihn zehn Jahre lang nicht mehr belästigt. Der Handel wurde vollbracht. Nach zehn Jahren kehrte der Teufel in die Kneipe zurück, wo er abermals auf Jack traf. Erneut bat Jack um einen letzten Gefallen: Er wünschte sich einen frisch gepflückten Apfel als Henkersmahlzeit. Als Luzifer den Apfel für Jack pflücken wollte, ritzte Jack ein Kreuz in den Apfelbaum und der Dämon war erneut gefangen. Jack bot ihm also an, das Kreuz zu entfernen, wenn er ihn für alle Ewigkeit in Frieden lasse. Der Teufel hatte keine andere Wahl als zuzustimmen.

Als Jack eines Tages als alter Mann starb, wollte ihn im Himmel keiner, da er im Leben ein feiger Trunkenbold gewesen war. Und der Teufel wollte ihn auch nicht in der Hölle aufnehmen. Jack erhielt vom Teufel lediglich ein Stück Kohle, das ihm als Licht diente, um auf ewig zwischen den Welten zu wandern. Dieses legte Jack in eine ausgehöhlte Rübe, welche er als Laterne nutzte. So hat er bis heute ein Licht, das ihn auf seiner ewigen Reise begleitet.

Heute ist der Halloween-Kürbis als Laterne Brauch

Was früher die Rübe war, ist heute der Kürbis. Da es in Amerika nur wenige Rüben gab, haben die ausgewanderten Iren stattdessen Kürbisse genutzt. So entstand der Brauch mit den Kürbissen. In Anlehnung an die Rübenlaterne von Jack O’Lantern werden Halloween-Kürbisse ausgehöhlt, mit Kerzen bestückt und vor Allerheiligen aufgestellt.

Die gruseligen Fratzen werden auf der Terrasse oder vor der Haustür aufgestellt, um böse Geister und Dämonen zu verjagen. Außerdem wurden oft kleine Geschenke oder Süßigkeiten dazugelegt, um die bösen Geister freundlich zu stimmen.

Daraus entstand der Brauch, nach dem sich Kinder verkleiden und die Rollen der bösen Geister mimen. Sie ziehen dann von Haus zu Haus, um "Trick or Treat" ("Süßes sonst gibt's Saures") zu verkünden. Wenn der Hausherr keine Süßigkeiten rausrückt, spielen die kleinen Geister ihm eben einen Streich.

Wie der Brauch nach Deutschland kam

Das Halloween-Fest war bis in die Neunziger Jahre in Deutschland im Grunde völlig unbekannt. Wie das Nachrichtenportal "Zeit Online" berichtet, war kurioserweise der zweite Golfkrieg 1991 dafür verantwortlich, dass das Fest bei Verbreitung fand. Nicht aus Solidarität mit den USA, sondern aus ökonomischen Gründen. In vielen Städten wurden damals aus Pietätsgründen die Karnevalsumzüge abgesagt und die Kostüm-Firmen blieben auf ihrer Ware sitzen. Als Ersatz machten die Firmen durch geschickte Medienarbeit Halloween populär. Natürlich sprangen nach und nach auch weitere Branchen, wie die Süßigkeiten-Industrie, auf diesen Zug auf und brachten spezielle Halloween Produkte auf den Markt.

Die Universität Dortmund stellt in einer Studie die These auf, dass Halloween in Deutschland sogar amerikanischer gefeiert wird als in den USA. Demnach wird Halloween in Deutschland dunkler und gespenstischer inszeniert als in den USA. Die Umsätze mit Halloween Artikeln lagen, laut "Die Welt", bereits vor vier Jahren bei über 160 Millionen Euro. Die Zeit vor Halloween wird also von vielen Branchen als Zusatzgeschäft vor dem Weihnachtsgeschäft genutzt.

Von Jahr zu Jahr findet Halloween hierzulande mehr Anhänger. Sie sollten also lieber Süßes zu Hause haben – sonst gibt's Saures!

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