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Weihnachtsbaum entsorgen: Tipps für sinnvolle Nutzung

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Den alten Weihnachtsbaum als Frostschutz nutzen

28.12.2016, 09:35 Uhr | dpa-tmn; sj, zuhause.de, dpa-tmn

Weihnachtsbaum entsorgen: Tipps für sinnvolle Nutzung. Den Weihnachtsbaum sinnvoll entsorgen - Tipps. (Quelle: dpa/Tobias Hase)

Den Weihnachtsbaum entsorgen - Tipps. (Quelle: Tobias Hase/dpa)

Traditionell wird der Weihnachtsbaum in vielen Haushalten spätestens am 6. Januar abgeschmückt. Nach zwei Wochen in trockener Heizungsluft sehen die meisten Bäume am Dreikönigstag auch nicht mehr ganz frisch aus. Doch statt den trockenen Baum einfach wegzuwerfen, können Sie ihn weiterverwenden: Im Garten werden die Zweige noch sinnvoll zweitverwertet.

Der ausrangierte Weihnachtsbaum leistet im Garten gute Dienste. Denn dort können seine Zweige und das Reisig des Adventskranzes nach den Feiertagen weiterverwendet werden. Sie dienen auf dem Kompost oder auf Beeten als Abdeckung, erläutert Thomas Wagner vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin. Das schützt die Pflanzen im Boden vor Frost. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bonn rät dazu, abgeschnittene Zweige in mehreren Lagen über austreibende Blumenzwiebeln und Stauden zu legen. Die zarten Triebe können gerade jetzt den Winterschutz gebrauchen.

Winterschutz für immergrüne Gehölze

Sobald es wieder richtig kalt wird, profitieren auch immergrüne Gehölze wie Rhododendron, Buchsbaum oder Kirschlorbeer von einem Schutz aus Nadelbaum-Zweigen. Diese Gewächse vertrocknen bei Frost oft, weil sie über ihre Blätter den ganzen Winter über Wasser abgeben, aus den tiefgefrorenen Böden aber kein neues Wasser aufnehmen können.

Die Zweige des Weihnachtsbaums bieten den Pflanzen bei sonnigem Wetter Schatten und verhindern so, dass sie zu viel Wasser verlieren. Deswegen sollten sie groß genug sein, dass sie über die Blätter gelegt werden können, erklärt die Kammer. Damit die Zweige nicht verrutschen, können sie in die Erde gesteckt werden.

Große Zweige taugen außerdem als unterste Schicht in einem neuen Haufen Kompost oder zur Abdeckung eines Beetes. Fichten seien dafür aber meist nicht mehr brauchbar: Sie haben in der Regel bereits im Zimmer einen großen Teil ihrer Nadeln verloren. "Mit Tannen hingegen funktioniert die Beetabdeckung prima", sagt Wagner.

Weihnachtsbaum bietet Vögeln Schutz

Wer seinen Weihnachtsbaum direkt nach den Feiertagen auf die Terrasse oder den Balkon stellt, kann ihn außerdem gut als Winterunterkunft für Vögel verwenden. An die noch grünen Zweige kommen etwa Meisenknödel, schlägt Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem vor. Was man beim Füttern der Vögel und beim Aufstellen des Vogelhauses beachten sollte.

Dekomaterial unbedingt entfernen

Das Dekorationsmaterial müsse aber vorher von den Zweigen entfernt werden. "Vom Glitzerband bis zum Draht und dem Plastikpilz muss alles weg", warnt Wagner im Gespräch mit dem dpa-Themendienst. Das gelte ohne Ausnahme - auch, wenn in manchen Gebinden kompostierbarer Schmuck verwendet wird. Doch dieser sei oft nicht eindeutig zu erkennen, weil er etwa mit Lack überzogen ist. Kerzenwachs auf den Zweigen sei ebenfalls ein Problem. Es richte im Garten zwar keinen Schaden an, verrotte jedoch nicht. Verklebte Zweige sollte man daher herausschneiden, rät Wagner.

Das übrige Geäst und die kleinen Zweige vom Adventskranz werden am besten geschreddert – denn je kleiner das Material ist, desto besser verrotte es, erläutert der Gartenexperte. Etwa vier Zentimeter sei eine gute Größe, die Zweige eignen sich dann als Mulch.

Bäume mit Wurzeln bald auspflanzen

Wer einen Weihnachtsbaum im Topf hat, kann diesen in vielen Gegenden bereits Anfang Januar auspflanzen. Ist der Boden frostfrei und offen, kann das Bäumchen an seinen Platz im Garten. Allerdings sollte der Baum vorher langsam an die Temperaturen draußen gewöhnt werden. Weihnachtsbäume im Topf dürfen möglichst nicht länger als zehn Tage im beheizten Wohnraum bleiben, erläutert Oliver Fink, Vorsitzender des Verbandes der GartenBaumschulen in Haan. Danach werde der Baum zunächst in einen kühlen Raum wie ein Gartenhaus oder die Garage gestellt, um sich an die Kälte zu gewöhnen.

Nordmanntannen wachsen schlechter an

Nach den Erfahrungen von Gärtnermeister Fink gelingt die Anpflanzung allerdings nur mit Gehölzen, die in der Aufzucht mehrfach verpflanzt wurden. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bonn weist darauf hin, dass das Auspflanzen einer Nordmanntanne meist nicht gelinge. Diese bilde nur Pfahlwurzeln, die bei der Ballenentnahme aus der Erde stark geschädigt werden, was das Anwachsen am neuen Standort erschwere.

Baum nicht im Wald entsorgen

Zurück in den Wald darf man den Baum übrigens nicht bringen - auch wenn das im ersten Moment eine naheliegende Lösung zu sein scheint. Weihnachtsbäume dürfen genauso wenig wie andere Grünabfälle im Wald entsorgt werden. Es drohen Bußgelder.

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