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Blauregen: beliebte Kletterpflanzen richtig schneiden und pflegen

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Blauregen braucht einen regelmäßigen Schnitt

03.06.2014, 09:24 Uhr | dpa-tmn

Blauregen: beliebte Kletterpflanzen richtig schneiden und pflegen. Blauregen (Wisteria): Blütenpracht für die Terrasse. (Quelle: imago/blickwinkel)

Blauregen (Wisteria): Blütenpracht für die Terrasse. (Quelle: blickwinkel/imago)

Der Blauregen (auch Glyzinie genannt) verwandelt mit seinen sensationellen Blütentrauben jede Pergola und jede Terrasse in ein Blütenmeer. Die Kletterpflanzen lassen sich auch gut in Kübeln kultivieren. Auf jeden Fall benötigt Blauregen allerdings intensive Pflege. So muss man Blauregen regelmäßig schneiden, damit er gleichmäßig wächst und die Kletterpflanzen nicht allzu wild wuchern.

Bei der Pflanzung eines Blauregens ist eine vorausschauende Planung wichtig. "Er produziert enorm viel Holz und Blattmasse und entwickelt dadurch im Laufe der Jahre ein hohes Gewicht", erklärt Eva Morgenstern, Beraterin der Gartenakademie Rheinland-Pfalz in Neustadt an der Weinstraße. Das Rankgerüst oder die Pergola sollten deshalb stabil und von guter Qualität sein, damit sie im Laufe der Jahre nicht unter dem zunehmenden Gewicht der Kletterpflanzen zusammenbrechen.

Blauregen nie an Rohren ranken lassen

"Rankhilfen sollten außerdem durch ein Fundament fest im Boden verankert und nicht zu nah an Häuserwänden montiert werden", rät Morgenstern weiter. Keinesfalls sollte man die Glyzinie an Fallrohren direkt am Haus hochranken lassen. Mit dem Würgegriff seiner starken Äste wird der Blauregen die Rohre schon bald von der Wand lösen oder gar beschädigen. Die langen Peitschentriebe wachsen auch in kleine Ritzen hinein und sprengen loses Mauerwerk, Holzverkleidungen oder Dachpfannen.

Blauregen schneiden nicht vernachlässigen

Ein Aspekt, den viele Hobbygärtner häufig unterschätzen, ist der enorme Pflegeaufwand für die Pflanze. Da der Blauregen stets dem Licht entgegenstrebt, wächst er zunächst senkrecht in die Höhe. "Erst wenn er durch fehlende Führung nicht mehr weiter nach oben wachsen kann, rankt er waagrecht an den Streben entlang weiter", erklärt Morgenstern. Mindestens einmal pro Jahr müssen die Kletterpflanzen daher stark geschnitten werden. Dabei sollte bedacht werden, dass diese Arbeit häufig in großer Höhe erledigt werden muss. Bei einer Pergola sind außerdem viele Bereiche schlecht zugänglich. "Was am Anfang klein und beschaulich daher kommt, wird schon bald ein riesiger Kletterer."

Glyzinie besonders an Peitschentrieben schneiden

Der Rückschnitt ist auch deshalb wichtig, weil der Blauregen ausschließlich an den Kurztrieben blüht. Besonders die langen Peitschentriebe der Pflanze, die keinerlei Blüten ausbilden, sollten bis auf zwei Augen zurückgeschnitten werden. "Sonst geht die Kraft nur in die langen Triebe, nicht aber in die Blüte", sagt Dieter Hüttenrauch, technischer Leiter vom Park "Planten un Blomen" in Hamburg. "Je kräftiger der Schnitt, desto mehr Blüten bilden sich."

Vor allem im Winter lässt sich der Blauregen schneiden

Dehnt sich die Glyzinie zu stark aus, ist ein zweiter Schnitt ratsam. Eva Morgenstern empfiehlt dafür die Winterruhezeit. "Im Winter hat man ohne die Blattmasse einen viel besseren Überblick und kann den Blauregen noch einmal formen und lenken." Viele Hobbygärtner gingen beim Rückschnitt jedoch zu vorsichtig zu Werke. Dabei verzeihen die robusten Kletterpflanzen sogar einen rigorosen Schnitt.

Vorsicht: Blauregen ist giftig

Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders jedoch die Samen und Hülsen. Blauregen kann ein beträchtliches Alter erreichen. "Unser Blauregen im Japanischen Garten ist weit über 20 Jahre alt", erzählt Dieter Hüttenrauch. In der Regel blüht er zweimal im Jahr. Die ersten Blüten erscheinen noch vor den Blättern ab April. Eine etwas schwächere Nachblüte erfolgt im Juli oder August. Der Blühtermin kann sich je nach Witterung auch etwas verschieben.

Blauregen blüht in den ersten Jahren nicht

Dass die Glyzinie generell erst nach einigen Jahren blüht ist durchaus normal. Allerdings beeinflusst ein sonniger Standort und der regelmäßige Rückschnitt der Peitschentriebe die Blühfähigkeit positiv. Als blühfreudig gelten vor allem veredelte, aus Stecklingen vermehrte Pflanzen aus der Baumschule. Zwar kann man Blauregen auch selbst aussäen, jedoch werde dann die Blüte viele Jahre auf sich warten lassen, erklärt Hüttenrauch.

Blauregen im Kübel pflanzen

Besondere Ansprüche an den Boden stellt die Glyzinie nicht. Ein gut gelockerter Oberboden ohne Staunässe ist ideal. "Der Blauregen mag Sonne und Wärme, ist jedoch nicht besonders frostempfindlich", erläutert Hüttenrauch. Er empfiehlt einen vollsonnigen und geschützten Standort, denn im Halbschatten sei der Blauregen sehr blühfaul. Als Pflanzzeit für den Kübel eignet sich das Frühjahr bis Mitte Mai. Wurzelnackte Ware sollte dagegen im Herbst gesetzt werden.

Samen knallen wie Pistolen

Auch erheiternde Geschichten lassen sich rund um den Blauregen erzählen. Grund dafür sind die Früchte der Pflanze, die in Form einer Hülse mehrere Samen beinhalten. Sobald die Hülse reift und aufplatzt, werden die prallen Samen herauskatapultiert. Der dabei erschallende pistolenähnliche Klang soll aufmerksame Nachbarn bereits dazu veranlasst haben, die Polizei über eine Schießerei im benachbarten Garten zu informieren.

Blauregen wird bis zu 15 Meter hoch

Der Blauregen stammt ursprünglich aus Ostasien und gehört zur Familie der Fabaceae. In Nordamerika und Ostasien gibt es neun Arten, in Europa zwei Arten – die Wisteria-sinensis und -floribunda. Diese haben wiederum zahlreiche Sorten, die weiße, violette und zart rosafarbene Blüten hervorbringen.

Der Chinesische Blauregen (Wisteria sinensis) blüht bereits vor dem Blattaustrieb ab April, während die Blüten des Japanischen Blauregens (Wisteria floribunda) ab Mai gemeinsam mit den Blättern erscheinen. Doch die Unterschiede beziehen sich nicht nur auf die Blüte: Der Chinesische Blauregen windet sich links – also entgegen dem Uhrzeigersinn – um eine Kletterhilfe herum, während der Japanische Blauregen zu den rechtswindenden Pflanzen zählt.

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