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Kiwi und exotisches Obst im eigenen Garten pflanzen

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Kiwi und Feige gedeihen auch bei uns

31.07.2014, 08:39 Uhr | dpa-tmn

Kiwi und exotisches Obst im eigenen Garten pflanzen. Kiwis wachsen auch in heimischen Gärten. (Quelle: imago/Hanke)

Kiwis wachsen auch in heimischen Gärten. (Quelle: Hanke/imago)

Äpfel, Erdbeeren, Himbeeren – im Garten werden meist heimische Obstsorten angebaut, die sich bewährt haben. Wer Wert auf Abwechslung legt, kann aber auch exotischere Früchte pflanzen. So wachsen manche Kiwi-Sorten recht gut bei uns. Auch Feigen gedeihen hier und eignen sich sogar nebenbei als Sichtschutz. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings meist. Was man beim Anbau von exotischem Obst wie Kiwi beachten sollte und welche Exoten dafür überhaupt in Frage kommen.

Kiwi, Feige und Mangobaum wachsen zwar hierzulande – allerdings ist die Ernte nicht gerade überwältigend. Neben dem Frühsommer ist der frühe Herbst ein idealer Zeitpunkt, diese Gewächse zu pflanzen, sagt Gottfried Röll, Berater bei der Bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim. "Wenn die Blätter gerade anfangen zu fallen, ist der Boden noch warm." Die wärmeliebenden Pflanzen können dann noch anzuwachsen, bevor der harte Winter kommt.

Besonders die Mini-Kiwi wächst bei uns gut

Kiwis sind ein gutes Beispiel für Exoten im Garten. Die großen, behaarten Früchte im Supermarkt sind Zuchtformen von Actinidia deliciosa, sie haben es hierzulande schwer. Als beste großfruchtige Gartensorte gelten Hayward-Hybriden. Frosthärter und weniger wärmebedürftig sind Mini-Kiwis, Abkömmlinge der Wildart Actinidia arguta. "Ihr Sortiment wächst auf jeden Fall", sagt Röll.

Der Gartenberater empfiehlt die Sorten "Weiki", "Amboria" und "Issai". "Ihre Früchte sind doppelt so groß wie Stachelbeeren, länglich und werden samt der Schale verzehrt. Die Pflanzen sind sehr robust, haben keine Probleme mit Schädlingen oder Krankheiten und vertragen Schnittmaßnahmen gut", erklärt Röll.

Kiwi-Pflanzen eignen sich auch gut als Schattenspender

Kiwis sind sogenannte linkswindende Schlinger und benötigen eine Rankhilfe wie ein Klettergerüst oder eine Pergola. "Das dichte Blattwerk ist nicht nur schön, es bietet auch viel Schatten", sagt Leo Peselmann vom Bund deutscher Baumschulen in Pinneberg. "Daher werden Kiwis oft weniger wegen der Früchte und mehr als dekorative Beschatter eingesetzt." Röll warnt aber: "Wenn die Pflanzen zur Begrünung an der Hauswand gezogen werden, muss man unbedingt beachten, dass sie die Fallrohre nicht erwischen. Die Triebe würde sie zerquetschen."

Kiwi wächst gut in Weingegenden

Der ideale Standort für die exotischen Kletterpflanzen ist in Gegenden mit einem optimalen Weinbauklima und dort an einer windgeschützten, sonnigen Süd-West-Seite des Hauses. Der Boden sollte durchlässig, humos und nährstoffreich sein sowie Wasser gut halten können.

Die weibliche Kiwi braucht einen Mann

Wer Früchte ernten will, braucht in der Regel zwei Pflanzen, da die meisten Kiwi-Sorten zweihäusig sind. Das heißt, es gibt männliche und weibliche Pflanzen, wie Gartenbau-Ingenieurin Tanja Ratsch erläutert. "Die weiblichen Pflanzen tragen nur dann Früchte, wenn in der Nachbarschaft ein männliches Exemplar für die Bestäubung der Blüten sorgt." Früchte trägt die Kiwi aber erst ab dem dritten Standjahr.

Kiwi-Pflanzen regelmäßig schneiden

Neben dem regelmäßigen Gießen ist der Schnitt die wichtigste Aufgabe des Gärtners. "Das zweijährige Holz trägt den Fruchtansatz und braucht viel Licht und Luft", erklärt Baumschulbesitzer Peselmann. Wer auslichtet, sollte daher vorrangig einjähriges Holz schneiden. "Außerdem werden die Triebe ähnlich wie bei der Weinrebe so auseinandergezogen und an der Rankhilfe befestigt, dass sie sich nicht gegenseitig behindern oder beschatten."

Ein guter Zeitpunkt zum Schneiden ist der August und September, wenn die Zweige voller Laub und die Früchte etwa walnussgroß sind, erklärt der Zentralverband Gartenbau in Bonn. Nun ist der Saftdruck gering, wodurch die Schnittwunden schneller heilen.

Während ein Schnitt zum Winterende nach dem letzten Frost in erster Linie dem Gerüstaufbau dient, wird im Sommer ausgelichtet. Die einjährigen Triebe werden gekürzt, wodurch die neuen Triebe des exotischen Kletterobstes mehr Sonne abbekommen.

Die fruchtenden Triebe schneidet der Hobbygärtner am besten fünf bis sieben Blattpaare oberhalb des Fruchtstandes ab, erläutert der Zentralverband. Dabei entfernt er auch kleine, schlecht ausgebildete Früchte und schwache Neutriebe. Nicht mehr als sechs bis acht Früchte sollten an einem Trieb verbleiben, damit die Früchte, die einen hohen Vitamin C-Gehalt haben, optimal ausreifen können. Triebe ohne Früchte nimmt der Gärtner dicht am Stamm ab.

Feigen im Winter vor Frost schützen

Weit weniger Arbeit als die Kiwi macht die Feige (Ficus carica). "Feigengehölze wachsen strauchartig, werden bis zu vier oder fünf Meter hoch und machen sich sehr gut als Sichtschutz", sagt Peselmann. "Spannend sind großfruchtige blaue oder gelbe Sorten." Die Ansprüche an den Standort sind ähnlich wie bei der Kiwi, aber Feigen sind robuster. Nach Frostschäden treiben sie unten neu aus, erklärt Ratsch. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Bereich über den Wurzeln etwa mit einer Strohmatte abgedeckt war und diese unbeschadet geblieben sind.

Exotischer Trend: Paw Paw

In geschützten Lagen wie in der Innenstadt kann der mediterrane Kaki-Baum (Diospyros kaki) mit Sorten wie "Tipo" oder"'Vainiglia" eine Alternative zur Feige sein. Auch die aus Nordamerika stammende Indianerbanane (Asimia triloba), Paw Paw genannt, hat sich hierzulande einen Platz erobert – nicht zuletzt dank ihres interessanten Aussehens. "Sie hat fast schwarze, sehr exotische Blüten", beschreibt Röll.

Banane, Mango und Pfirsich in nur einer Frucht

Indianerbananen sind ebenfalls zweihäusig. Ihre tropfen- bis eiförmigen Früchte mit grüngelber Schale erinnern geschmacklich an eine Mischung aus Banane, Mango und Pfirsich. Die sommergrünen kleinen Obstbäume sind auch mit einem halbschattigen Standort zufrieden. Wichtig ist für sie stets feuchte, gern lehmige Erde.

Die meisten Exoten wollen im Winter ins Innere

Wer sichergehen will, dass die mediterranen Pflanzen den Winter überstehen, und ein ausreichend großes, kühles und nicht zu dunkles Winterquartier einrichten kann, sollte Feigen, Kaki oder Indianerbananen im Kübel halten. Dort ist auch der beste Platz für Oliven und weitere empfindliche Exoten wie Granatapfel, Mango, Sternfrucht, Papaya, Nashi oder Erdbeerbaum. Da sie alle ganzjährig Wärme brauchen, können sie nur von Juni bis September im Freien bleiben, sagt Ratsch. "Danach brauchen sie einen hellen, warmen Platz im Haus."

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