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Rasen kalken im Frühling: Wann Schäden drohen

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Rasenpflege: Wann Kalken mehr schadet als nutzt

14.03.2017, 08:31 Uhr | tos, zuhause.de

Rasen kalken im Frühling: Wann Schäden drohen. Rasen im Frühjahr kalken: Nicht immer sinnvoll. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Rasen im Frühjahr kalken: Nicht immer sinnvoll. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Entscheidend für ein sattes Grün ist der richtige pH-Wert des Rasens. Kalken hilft, diesen zu regulieren - doch wer die Kalkzugabe falsch dosiert, schadet dem Rasen. Wann es Zeit zum Kalken ist und worauf man achten sollte. 

Ideal liegt der pH-Wert des Rasens zwischen 5,3 und 7. Ist der Boden zu sauer, also der pH-Wert zu niedrig, sollte man den Rasen kalken. Denn nur bei optimalem pH-Wert können die Pflanzen Nährstoffe richtig aufnehmen.

Alkalisch darf der Rasen aber auf keinen Fall werden. Ratschläge, die etwa darauf abzielen, generell alle zwei Jahre oder jedes Jahr im Frühling zu kalken, ignoriert man besser. Denn ein Zuviel an Kalk schadet dem Rasen mehr als es nutzt. Und einen alkalischen Rasen bekommt man nur sehr schwer wieder reguliert.

Wieviel Kalk braucht der Rasen?

Als Richtwert gibt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen an, alle zwei bis drei Jahre auf sandigen Böden etwa 150 Gramm kohlensauren Kalk je Quadratmeter, auf lehmigen Böden 100 Gramm Branntkalk zu geben. Dies gilt aber nur, wenn der pH-Wert nachweislich zu niedrig ist. Ansonsten kann man sich an den Herstellerangaben der Kalkprodukte orientieren. Aber auch hier gilt wieder: Die Empfehlungen müssen ins Verhältnis zum gemessenen pH-Wert gesetzt werden.

pH-Wert bestimmen

Der richtige pH-Wert lässt sich durch einfache Test-Streifen aus dem Fachhandel feststellen. Wer es genauer wissen möchte, schickt Erdproben für eine Bodenanalyse ins Labor. Dazu entnimmt man an mehreren Stellen kleine Einzelproben, die in einer Plastiktüte ins Labor geschickt werden. Vermerkt werden muss, dass der Boden für Rasen bestimmt ist. Die spätere Analyse gibt genau Auskunft darüber, wie hoch der pH-Wert ist und welche Nährstoffe fehlen. Daraus ergeben sich dann Dünger- und gegebenenfalls Kalk-Empfehlungen.

Auf unerwünschten Bewuchs achten

Einen groben Hinweis auf den pH-Wert geben auch bestimmte Pflanzen. So zeigt Moos im Rasen an, dass der pH-Wert zu niedrig ist. Wer das Moos loswerden will, darf aber nicht einfach nur Kalk zusetzen. Davor warnt die Deutsche Rasengesellschaft. Im Gegenteil fördere Kalk sogar das Mooswachstum. Zuerst muss daher die Ursache für die Moosbildung beseitigt werden. Dies kann ein zu feuchter oder zu wenig mit Luft versorgter Boden sein. Hat sich das Moos zurückgebildet, kann danach gekalkt werden. Einen zu hohen pH-Wert dagegen zeigt Klee im Rasen an. 

Der richtige Zeitpunkt zum Kalken

Ans Werk geht man am besten im zeitigen Frühjahr, noch vor der Wachstumsperiode der Graspflanzen. Dann liegt genug Zeit zwischen Kalken und Düngen. Idealerweise sollte dieser Zeitraum vier Wochen betragen. Wer den Rasen kalken will, sollte ihn vorher vertikutieren. Das entfernt den Rasenfilz, der sich meist aus Pflanzenresten bildet und Nährstoffe hindert, in den Boden einzudringen. Um die Rasenwurzeln nicht zu schädigen, empfiehlt sich ein Vertikutierer, dessen Messer nicht zu tief in die Erde greifen.

Reihenfolge beim Kalken des Rasens

1. Ein Blick aufs Gras verrät, ob gemäht werden muss. Sind die Graspflanzen recht lang, lohnt sich ein Schnitt vor dem Vertikutieren.

2. Vertikutieren bringt Luft in den Rasen und erleichtert die Aufnahme des Kalks. Wer den ph-Wert seines Grüns ermittelt hat und weiß, dass gekalkt werden muss, kann auch schon im Februar vertikutieren - abhängig natürlich von der Wetterlage. Üblicherweise wird dieser Arbeitsschritt als Frühjahrskur für den Rasen eher im März bis April empfohlen.

3. Danach wird Kalk ausgebracht. Wer nur eine kleine Fläche zu bearbeiten hat, kann die Hände dafür benutzen - aber immer nur mit Handschuhen! Für größere Rasenflächen empfiehlt sich ein Düngerwagen.

4. Jetzt circa vier Wochen warten und dann düngen. Wer kalkhaltigen Dünger verwenden möchte, muss dies beim vorherigen Kalken berücksichtigen und entsprechend weniger Kalk ausbringen.

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