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Bodenanalyse für den Garten durchführen: So geht's richtig

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Bodenanalyse sichert optimale Düngung im Garten

28.04.2016, 10:22 Uhr | rw, zuhause.de

Bodenanalyse für den Garten durchführen: So geht's richtig. Gemüsebeete sind häufig überdüngt, der Rasen hingegen unterversorgt. Aufschluss gibt die Bodenanalyse im Labor. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gemüsebeete sind häufig überdüngt, der Rasen hingegen unterversorgt. Aufschluss gibt die Bodenanalyse im Labor. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie stark man Rasen- und Gemüseflächen düngen muss, hängt nicht nur von den Pflanzen, sondern auch vom bereits im Boden befindlichen Nährstoffgehalt ab. Auskunft darüber gibt eine Bodenanalyse im Labor. Die Kosten sind nicht hoch und die Probenentnahme kann man mit wenigen Spatenstichen leicht selbst vornehmen. Wir erklären, wie das geht, was die Analyse kostet, welche Labore geeignet sind und wie man die Ergebnisse richtig interpretiert. Diese Tipps zum richtigen Düngen sollten Sie außerdem beherzigen.

"Um den Bodenvorrat abzuschätzen, ist die Bodenuntersuchung unverzichtbar", erklärt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LWK). Abhängig davon, in welcher Versorgungsstufe sich der Gartenboden bereits befindet, müsse man mehr oder weniger Nährstoffe in Form von Dünger hinzugeben, um Pflanzen optimal zu versorgen.

Was für eine Bodenanalyse notwendig ist

Die Experten raten, alle zwei bis drei Jahre in der Zeit zwischen Herbst und Frühjahr, in jedem Fall aber vor der ersten Düngergabe, eine Bodenprobe zu nehmen und in einem spezialisierten Labor untersuchen zu lassen. Dazu entnimmt man mit dem Spaten Boden bis zur nötigen Tiefe und entnimmt mit einem Löffel an der geraden Schnittfläche von oben nach unten gleichmäßig viel Erde. Für die Bodenanalyse des Gemüsebeets sollte der Aushub 25 Zentimeter tief sein, bei Rasen reicht eine Tiefe von zehn Zentimetern.

Für die Bodenanalyse braucht man ein Labor

Verteilt über eine zusammenhängende Fläche entnimmt man 10 bis 15 solcher Einzelproben, mischt sie in einem Eimer und schickt dann eine Menge von etwa 400 Gramm an ein geeignetes Labor. Neben der Probe selbst braucht das Labor für die Bodenanalyse noch Angaben darüber, ob man Gemüse, Rasen, Obst, Blumen oder Moorbeetpflanzen im Garten kultivieren will.

Die Kosten einer Bodenanalyse

Es gibt verschiedene staatlich überwachte und private Labore, die Bodenanalysen vornehmen. Sie kosten je nach Umfang und Institut zwischen 10 und 30 Euro. Bei der zur LWK gehörenden landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) Nordrhein-Westfalen in Münster kostet die Standard-Untersuchung 22 Euro.

Dünger-Empfehlungen für den Garten

"Durch die Bodenuntersuchung erfährt der Gärtner, ob eine Unter- oder Überversorgung mit Kalk oder Nährstoffen wie Phosphor, Kalium, Magnesium oder Stickstoff vorliegt", so die LWK. Der Boden wird in Versorgungsstufen von A (sehr niedrig) bis E (sehr hoch) eingeteilt. In der Stufe A muss doppelt so stark, in Stufe B 1,5 mal so stark gedüngt werden wie auf Düngerverpackungen empfohlen.

"Auf der Verpackung von Düngern stehen Anwendungshinweise und Düngeempfehlungen, die auf optimal versorgte Böden ausgerichtet sind", erklärt die LWK. Sie entsprechen der Versorgungsstufe C. "Die empfohlenen Düngermengen sollten entsprechend der Bodenuntersuchung verändert werden." In der Versorgungsstufe D gibt man nur noch die Hälfte der empfohlenen Düngermenge, in der Versorgungsstufe E sollte man auf zusätzliche Nährstoffgaben komplett verzichten. "Wer über mehrere Jahre nach diesem Grundsatz düngt, wird überhöhte Nährstoffvorräte im Boden kontinuierlich abbauen oder Nährstoffmangel beseitigen", verspricht die LWK.

Gemüseflächen meist über-, Rasenflächen oft unterversorgt

Von knapp 22.000 Bodenanalysen, die dort in den letzten zehn Jahren vorgenommen wurden, waren rund drei Viertel der Gemüsebeete sehr hoch (Versorgungsstufe E) mit Kalk versorgt. Sogar in fast allen war die Phosphatversorgung sehr hoch. "Ganz anders stellt sich dagegen die Nährstoffversorgung auf Rasenflächen dar", berichtet die LWK. Insbesondere bei Kalium und Magnesium wiesen die Flächen demnach häufig eine Unterversorgung auf.

Sowohl die Überdüngung als auch eine Nährstoffunterversorgung sind problematisch. Ein Nährstoff-Überangebot bewirkt Wachstumsstörungen bei den Pflanzen und mindert im Gemüsebeet die Qualität der Ernte. Außerdem können wasserlösliche Nährstoffe ins Grundwasser gelangen. Bei einer Unterversorgung mit Dünger hingegen wachsen die Pflanzen nicht gut. Auf Rasenflächen zeigt sich dies laut der Deutschen Rasengesellschaft häufig durch braune Stellen, rotspitzige Grashalme und eine insgesamt weniger satte Grünfärbung der Fläche. Außerdem sind zu wenig gedüngte Rasenflächen anfälliger für den Durchwuchs mit Unkraut.

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