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Hexengebräu hilft bei Tomatenkrankheiten: Rezept

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Hexengebräu  

Experten schwören auf dieses Wundermittel für Tomaten

13.06.2017, 16:01 Uhr | tos, t-online.de

Hexengebräu hilft bei Tomatenkrankheiten: Rezept. "Hexengebräu" hält Tomaten gesund. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Hexengebräu" hält Tomaten gesund. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Tomaten sind besonders bei feuchtem Wetter anfällig für Pilze und Krankheiten. Mehltau und Braunfäule können die ganze Tomatenernte zunichte machen. Ein einfaches Hausmittel kann helfen: das so genannte "Hexengebräu".

"Das Hexengebräu gehört zum speziellen Repertoire von Tomatenliebhabern", schreibt die Stiftung Warentest in ihrem Ratgeber "Pflanzenschutz im Gemüsebeet"*. Das Rezept ist denkbar einfach und lässt sich von jedem zu Hause nachmachen. Es gibt zwei Versionen dieses Spritzmittels: Eine wirkt gegen Schädlinge wie Blattläuse, die zweite Variante bekämpft Krankheiten, zum Beispiel Mehltau

  • Gegen Schädlinge mischen Sie einen Liter Wasser mit ein bis zwei Esslöffel Rapsöl.
  • Gegen Krankheiten nimmt man ein halbes Päckchen Backpuler oder fünf Gramm Natron auf einen Liter Wasser.

Dazu kommt jeweils ein Spritzer Spülmittel und ein Teelöffel Brennspiritus. Die Pflanzen sollten bei einem Befall regelmäßig mit dem Gemisch bespritzt werden. 

Tomaten richtig düngen

Das beste Mittel gegen Krankheiten aber ist, die Pflanzen so gut mit Nährstoffen zu versorgen, dass sie sich selbst gegen Schädlinge zur Wehr setzen können. Wer sich unsicher ist, welche Nährstoffe im Gartenbeet fehlen, kann für eine Bodenanalyse Proben ins Labor schicken. Dort wird aufgeschlüsselt, wie gut oder schlecht versorgt die Erde ist und wie man den Boden verbessern kann.

Tomaten zählen zu den Starkzehrern, brauchen also viele Nährstoffe. Ratgeber-Autor Joachim Mayer verrät, wie man seine Tomaten richtig düngt. So brauchen die Starkzehrer bis zu drei Liter Kompost pro Quadratmeter. Als Zusatzdünger empfehlen sich 50 - 150 Gramm Hornspäne oder 5 - 15 Gramm Stickstoff, dazu 15 - 30 Gramm Kali - jeweils pro Quadratmeter. Geeignete Kalidünger sind Kalisulfat oder Kalimagnesia.

Übertreiben darf man es mit den Zusatzstoffen aber nicht. So führt beispielsweise ein Kalium- und Magnesiumüberschuss zu einer mangelhaften Kalziumversorgung der Pflanzen. Das hat wiederum die hässliche Blütenendfäule zur Folge.

Zu viel Wasser macht Tomaten krank

Bei manchen Krankheiten kann aber auch das "Hexengebräu" wenig ausrichten. Besonders gefürchtet ist die Tomatenwelke. Sie wird durch Bakterien ausgelöst. Bei einem Befall welken zuerst einzelne Blätter, dann sterben ganze Triebe ab. Drückt man befallene Triebe zusammen, tritt zäher Bakterienschleim auf. Kranke Pflanzen muss man vernichten, das Beet am besten nach der Ernte umgraben. In den nächsten fünf Jahren dürfen im Beet keine Tomaten mehr gepflanzt werden.

Vorbeugen lässt sich durch eine optimale Umgebung: Zu viel Wasser begünstigt eine Erkrankung, man sollte die Tomaten daher nicht zu feucht halten.

Zu den großen Tomatenplagen zählt auch die Braunfäule. Sie tritt ebenfalls auf, wenn die Tomaten zu nass stehen. Braunfäule erkennt man durch braune Flecken an Blättern, Stengeln und Stielen. Die Früchte zeigen graue, leicht eingesunkene Flecken, meist auf der oberen Fruchthälfte. Das Fruchtfleisch verhärtet sich und fault. Beginnt man rechtzeitig mit den Behandlung, kann ein Hausmittel wie das "Hexengebräu" helfen.

Die befallenen Früchte kann man nur noch wegwerfen, für den Verzehr sind sie ungeeignet. Um der Krankheit vorzubeugen, zieht man die Tomaten besser unter einem Foliendach oder in einem gut belüfteten Gewächshaus. Zumindest bei Starkregen empfiehlt es sich, die Tomaten mit einer Folie abzudecken und so vor zu viel Nässe zu schützen. Außerdem sollte man den Pflanzplatz jährlich wechseln. 

Wie Sie die Tomaten richtig ausgeizen, zeigt unsere Fotoshow.

*Stiftung Warentest: Pflanzenschutz im Gemüsebeet, Autor: Joachim Mayer, ISBN 978-3-86851-421-6

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