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Diese Lebensmittel können giftig sein

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Rote Bete, grüne Bohnen, Cashewkerne  

Diese Lebensmittel können gefährlich werden

13.06.2017, 14:18 Uhr | ag/cme, t-online.de

Diese Lebensmittel können giftig sein. Eine Schüssel mit Rhabarber (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Nadezhda_Nesterova)

Rhabarber enthält Oxalsäure, die bei übermäßigem Genuss Nierensteine verursachen kann (Quelle: Nadezhda_Nesterova/Thinkstock by Getty-Images)

Wussten Sie, dass viele Lebensmittel von Natur aus Giftstoffe enthalten, die bei falscher Zubereitung oder in großen Mengen gesundheitsschädigend sein können? Nur vier Gramm Muskatnuss etwa reichen aus, um bewusstlos zu werden. Ebenfalls hochgiftig sind ungegarte grüne Bohnen. Lesen Sie hier, bei welchen Nahrungsmitteln Sie vorsichtig sein sollten.

Klickshow: Diese Lebensmittel enthalten Giftstoffe

Rohe Lebensmittel können tödlich sein

Rhabarber und Rote Beete enthalten Oxalsäure, die bei übermäßigem Genuss Nierensteine verursachen kann. Personen mit Nierenfunktionsstörungen sollten daher auf den Verzehr von Rhabarber gänzlich verzichten. Oxalsäure bildet in Verbindung mit Calcium unlösliche Kristalle. In dieser Form kann das Calcium vom Körper nicht mehr genutzt werden. "Kritische Mengen werden durch den Verzehr von Rhabarber in üblichen Mengen aber nicht aufgenommen", erklärt Susanne Moritz von der Verbraucherzentrale Bayern. Um den Gehalt an Oxalsäure zu verringern, sollten Sie die Stangen blanchieren oder kochen und das Kochwasser wegschütten. Rhabarber mit rotem Fruchtfleisch enthält weniger Oxalsäure als grüne Sorten. Mit zunehmendem Alter steigt der Säuregehalt, wobei die Schale am meisten enthält. Gründliches Schälen ist daher zum Ende der Rhabarberzeit besonders wichtig.

Für Rhabarber gibt es eine einfache Regel: Er sollte nur im Frühsommer gegessen werden. Der Johannistag am 24. Juni markiert traditionell das Ende der Saison. Ab Juli nimmt die Konzentration von schädlicher Säure zu.

Salmonellengefahr bei rohen Tierprodukten

Auch der Verzehr roher Tierprodukte birgt Gefahren, da sich in Fleisch, Fisch und Eiern schnell Bakterien vermehren können. Salmonelleninfektionen zählen zu den häufigsten Lebensmittelvergiftungen und enden im schlimmsten Fall tödlich. Davor kann man sich schützen, indem man tierische Lebensmittel gut durchgart.

Grüne Bohnen immer nur gegart verzehren

Wer glaubt, dass unbehandelte Lebensmittel immer am gesündesten sind, der irrt. Ein Großteil der Lebensmittelvergiftungen wird durch rohe oder ungenügend erhitzte Lebensmittel ausgelöst. Nicht umsonst wurde das Kochen erfunden. So werden Hülsenfrüchte, Kartoffeln oder auch Getreide erst durchs Kochen oder Mahlen genießbar.

Rohe Bohnen etwa enthalten einen giftigen Eiweißstoff, der zu Erbrechen, Bauchschmerzen und im Extremfall sogar zum Tod führen kann. Durch das Erhitzen kann dieser zerstört werden. Vor der Zubereitung sollten grüne Bohnen im Ganzen gewaschen und ihre Enden entfernt werden. Eventuell vorhandene Fäden zieht man dabei mit ab, da sie bei empfindlichen Menschen einen Würgereiz auslösen können.

Giftstoffe durch zu starkes Erhitzen kann Krebs fördern

Während viele Giftstoffe und Bakterien durchs Kochen unschädlich gemacht werden, entstehen andere erst durch übermäßiges Erhitzen. So können sich beim Grillen durch die hohen Temperaturen schädliche Polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) bilden – insbesondere dann, wenn Fett in die Glut tropft. Je schwärzer das Fleisch, desto höher die Anzahl der enthaltenen Schadstoffe.

Beim Rösten, Braten und Frittieren von Kartoffeln und Getreide entsteht ein gesundheitsschädlicher Stoff, das Acrylamid. Auch beim Backen, Grillen und Toasten sollte man zu hohe Temperaturen bei zu langer Dauer daher vermeiden. Den sorglosen Umgang mit verbrannten Stellen überdenken und das Essen besser nur "vergolden", denn: Je dunkler und je knuspriger, umso mehr Schadstoffe sind enthalten. Essen Sie schwarze Stellen nicht mit. Meiden Sie zudem beim Einkauf Brotlaibe und Kuchenstücke, die braune Stellen haben.

Die Wirkung dieser PAK merkt man allerdings erst nach Jahren – und dann in der Regel indirekt: Sie fördern die Entstehung verschiedener Krebserkrankungen. Vor allem das Risiko für Magen- und Dickdarmkrebs wird erhöht, da sie bei der Verdauung dort am längsten "lagern".

Bittermandeln und Cashewkerne nicht roh essen

Mandeln werden häufig als Backzutat verwendet. Neben süßen Mandeln, die roh gegessen werden können, gibt es Bittermandeln, die zum Verzehr nicht geeignet sind: Sie enthalten nämlich Amygdalin, welches während des Verdauungsprozesses hochgiftige Blausäure abspaltet. Wird die Bittermandel gekocht und im Gebäck verarbeitet, verflüchtigt sich das hitzeempfindliche Amygdalin auf eine unbedenkliche Menge.

Allerdings reichen 50 rohe Bittermandeln aus, um einen Erwachsenen zu töten. Cashewkerne dagegen sollten ebenfalls niemals roh verzehrt werden. Sie enthalten nämlich ein Harz, das Hautallergien auslösen kann. Die als Knabbereien angebotenen Cashewkerne im Supermarkt sind unbedenklich, da die Kerne zuvor gedünstet wurden.

Zimt nur in Maßen essen: Vorsicht vor Cumarin

Liebhaber von Milchreis oder Keksen mit Zimt sollten sich in Acht nehmen: Das Gewürz enthält nämlich Cumarin, das unter anderem Namen auch als Rattengift verwendet wird und bei empfindlichen Menschen schnell zu Kopfschmerzen, Erbrechen und Übelkeit führen kann. Bei übermäßigem Verzehr kann Cumarin sogar die Leber schädigen und im schlimmsten Fall Gelbsucht hervorrufen, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Seien Sie schon einmal gewarnt für die Weihnachtszeit: Das Institut empfiehlt für Kinder daher maximal vier Zimtsterne pro Tag, für Erwachsene seien 15 noch in Ordnung. Durch eine Portion Milchreis mit Zimt wird die unbedenkliche Zimtration jedoch schnell überschritten. Tipp: Verwenden Sie beim Kochen und Backen statt des billigen Cassia-Zimts den teureren Ceylon-Zimt. Dieser enthält nämlich deutlich weniger Cumarin.

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