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Ist Vollkornbrot wirklich gesünder als Weißbrot?

09.06.2017, 08:36 Uhr | Jennifer Buchholz, t-online.de

Ist Vollkornbrot wirklich gesünder als Weißbrot?. Brot mit Kokusnuss und Hafer (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/AnnaPustynnikova)

Einige Brotsorten gelten als sehr gesund (Quelle: AnnaPustynnikova/Thinkstock by Getty-Images)

Brotsorten beeinflussen nicht nur den Blutzuckerspiegel und die Darmflora. Auch auf den Mineralstoffhaushalt hat es Auswirkungen – vor allem Vollkornbrot, das allgemein als sehr gesund gilt. Doch ist Weißbrot wirklich so schlecht wie sein Ruf? Forscher haben dies nun untersucht.

Ist Vollkornbrot gesünder als Weißbrot?

Vollkornbrot ist reich an Ballaststoffen, Mineralien und Vitamin B und gilt damit als gesünder als Weißbrot. Forscher des Weißmann Institute of Science in Isreal konnten diese pauschale Aussage mit ihrer Studie allerdings nicht ausnahmslos bestätigen. Das Ergebnis zeigt, dass der Konsum von Weißbrot oder Vollkornbrot auf jeden Menschen einen anderen, negativen Effekt auf den Blutzuckerspiegel und die Verdauung hat. Die Studie wurde im wissenschaftlichen Fachblatt "Cell Metabolism“ veröffentlicht.

Wie lief der Versuch ab?

Die Wissenschaftler teilten die Teilnehmer in zwei Gruppen, die ein knapp Viertel (22 Prozent) ihres Kalorienbedarfs über das Grundnahrungsmittel Brot aufnehmen sollten. Die erste Gruppe sollte dabei sieben Tage nur Vollkornbrot aus Sauerteig verzehren, die zweite nur industriell gefertigtes Weißbrot. Anschließend legten die Teilnehmer eine zweiwöchige Pause ein, in der sie sich wie gewohnt ernähren durften, um darauf hin weitere sieben Tage 22 Prozent ihrer Nahrung durch Brot zu ersetzen. In dieser zweiten Versuchswoche sollten die Teilnehmer allerdings die jeweils andere Brotsorte vermehrt konsumieren.

Wie ist das Ergebnis?

„Entgegen unserer Erwartungen ergab die erste Auswertung unserer Messwerte keine klinisch relevanten Unterschiede zwischen den Wirkungen der beiden Brotsorten“, erklärt einer der leitenden Wissenschaftler Eran Segal. So habe der Verzehr der unterschiedlichen Brotsorten durchschnittlich gesehen nur eine geringfügige Auswirkung auf die Darmflora oder die Zucker-, Cholesterin- oder Mineralstoffwerte im Blut, heißt es. Werden die Blutwerte allerdings individuell betrachtet, lässt sich ein Unterschied erkennen: Einige Teilnehmer wiesen nach dem Verzehr von Vollkornbrot einen erhöhten Blutzuckerspiegel auf, bei anderen erhöhte der Weißbrotkonsum den Blutzuckerspiegel stark.

Die unterschiedlichen Auswirkungen lassen sich auf die individuelle Darmflora eines jeden Teilnehmers zurückführen. So sei laut Wissenschaftler anhand der Darmbakterien zu erkennen, ob die Teilnehmer positiv auf Vollkornbrot oder Weißbrot reagieren. Aus diesem Grund sei für einige Menschen Sauerteigbrot mit Vollkornmehl und Körnern verträglicher und „gesünder“ als Weizenbrot.

Was bedeutet das für Sie?

Die Studie zeigt, dass Ernährungsempfehlungen nicht verallgemeinert werden können. Besser ist es, selbst herauszufinden, welche Lebensmittel einem gut bekommen und welche nicht.

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