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Zeitzonen: Warum gibt es Zeitverschiebung von Ost nach West?

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Zeitverschiebung  

Warum gibt es Zeitzonen?

27.07.2016, 15:12 Uhr | pk (CF), helack

Zeitzonen: Warum gibt es Zeitverschiebung von Ost nach West? . Rund um den Globus gibt es zum selben Zeitpunkt verschiedene Uhrzeiten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Rund um den Globus gibt es zum selben Zeitpunkt verschiedene Uhrzeiten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Erdball ist in 24 Zeitzonen unterteilt. Warum rund um den Globus zum selben Zeitpunkt unterschiedliche Uhrzeiten gelten und was es eigentlich mit der Universalzeit auf sich hat, erfahren Sie hier.

Erfindung der Zeitzonen

Aufgrund der Erdrotation stehen die geografischen Längen der Erde in unterschiedlichen Winkeln zur Sonne. Wenn in London die Sonne aufgeht, ist es in New York Nacht. Bevor es eine Aufteilung der Erde in Zeitzonen gab, gab es an nahezu jedem Ort eine eigene Ortszeit, die sich nach der Sonne richtete und mithilfe der Sonnenuhr bestimmt wurde. So konnte es passieren, dass es in Köln zur gleichen Zeit 12:25 Uhr war, während es in Berlin erst 12 Uhr war, wie das Portal "zeitzonen.de" berichtet.

Im Zuge der Einführung der Eisenbahn Mitte des 19. Jahrhunderts, wurden die unterschiedlichen lokalen Uhrzeiten verstärkt zum Problem: Bei der Gestaltung von Fahrplänen trafen die Eisenbahngesellschaften auf immense Schwierigkeiten, aufgrund der verschiedenen Ortszeiten, weshalb der Bedarf nach einer normierten Zeit wuchs.

So kam es, dass der kanadische Eisenbahningenieur Sir Sandford Fleming 1879 erstmals ein weltweites Zeitzonensystem vorschlug, das bis heute die Grundlage für die Zeitrechnung auf der Erde bildet.

Konzeption der Zeitzonen

Bei der Gestaltung der Zeitzonen standen drei Ziele im Vordergrund: Erstens sollten die Uhrzeiten in den Zeitzonen mit dem Gang der Sonne übereinstimmen. Zweitens sollten diejenigen Gebiete in einer Zeitzone zusammengefasst werden, in denen der Stand der Sonne gleich war. Und drittens sollten kulturelle und administrative Einheiten bei der Gestaltung der Zeitzonen berücksichtigt werden, sodass innerhalb eines Landes nach Möglichkeit dieselbe Uhrzeit sein sollte.

Einführung der Zeitzonen

Gemäß dem Vorschlag von Sir Sandford Fleming wurde 1884 auf der Internationalen Meridiankonferenz in Washington die Erde in 24 Zeitzonen aufgeteilt. Seither besteht jede Zeitzone aus 15 Längengraden, die eine Zeitverschiebung von einer Stunde plus zu den benachbarten Zeitzonen im Osten und einer Stunde minus zu den benachbarten Zeitzonen im Westen aufweisen.

Jedes Land ist, abhängig von der geografischen Ausdehnung von Ost nach West, einer oder mehreren Zeitzonen zugeordnet. Staaten mit mehreren Zeitzonen sind etwa die USA, Russland, Kanada, Brasilien oder Australien. In China wiederum wird trotz einer großen Ausdehnung nur eine Zeitzone verwendet. Andere Länder wie Indien, Nepal oder der Iran haben spezifische Zeitzonen, deren Differenz zu den anderen Zeitzonen keine volle Stunde beträgt. Ursache für die Wahl abweichender Zeitzonen ist meist die geographische Lage des Landes zwischen zwei Zeitzonen, aber auch historische und politische Gründe spielen zum Teil eine Rolle.

Ausgangspunkt für die Berechnung der Zeitzonen ist der Nullmeridian, der durch Greenwich, London führt und der als Messpunkt für die Weltzeit verwendet wird. Daher wurde die erste allgemein gültige Weltzeit Greenwich Mean Time (GMT) genannt, welche bis 1928 gültig war und dann von der Universalzeit (UT) abgelöst wurde.

Von der Universalzeit zur Koordinierte Weltzeit: Zeitmessung per Erdrotation und Atomuhren

Die Universalzeit ist ein Zeitsystem, das auf astronomischen Beobachtungen beruht. Die universelle Zeitskala spiegelt die Erdrotation der Sonne wider und ist in der Astrometrie und in den Geowissenschaften das meist verwendete Zeitsystem.

Da die Erdrotation Schwankungen unterliegt, wurde 1972 die bis heute gültige Koordinierte Weltzeit, kurz UTC, eingeführt. Diese wird von der Atomzeit abgeleitet und bei Bedarf mithilfe von Schaltsekunden mit der Universalzeit synchronisiert.

Aus der UTC ergibt sich die in Deutschland und anderen mitteleuropäischen Staaten geltende Mitteleuropäische Zeit (MEZ), bei der man zur UTC eine Stunde addieren muss. Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit wird durch die Zeitumstellung eine weitere Stunden dazu addiert.

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