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Wie Sie gutes Eis erkennen

09.07.2013, 11:27 Uhr | hut

Wie Sie gutes Eis erkennen. Speiseeis: Eisschlecken mit Genuss: Gutes Eis ist gar nicht so leicht zu erkennen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eisschlecken mit Genuss: Gutes Eis ist gar nicht so leicht zu erkennen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein sahniges Eis, das zart-cremig auf der Zunge schmilzt: An heißen Tagen gibt es kaum etwas Besseres. Doch bei den kalten Kugeln gibt es große Unterschiede - und das nicht nur im Geschmack. Viele Eisdielen tricksen mit Zusatzstoffen und Aromen statt echten Früchten. Andere wiederum stellen ihr Eis gar nicht mehr selbst her. Wir erklären, wie Sie gutes Eisdielen-Eis erkennen: Auf diese Anzeichen sollten Sie achten.

Die Eisdiele genauer inspizieren

Wer gutes Eis möchte - ganz ohne künstliche Aromen, Zusatzstoffe oder gefährliche Keime - sollte sich zunächst einmal die Eisdiele genauer anschauen. Vor allem Sauberkeit spielt bei der Produktqualität eine große Rolle, gerade bei so empfindlicher Ware wie Eiscreme, erklärt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Schauen Sie sich genau an, wie mit dem Portionierer umgegangen wird", rät die Expertin. "Steckt er in einer dreckigen Brühe, sollten Sie besser die Finger davon lassen." Auch die Wannen, in denen das Eis aufbewahrt wird, sollten gepflegt aussehen. Die Kleidung der Angestellten sollte ebenfalls sauber sein. Das seien gute Hinweise darauf, dass die Eisdiele Wert auf Qualität legt.

Kristalle und bröckeliges Eis besser meiden

Der zweite Blick gilt der kalten Sommerschlemmerei selbst. Wie sieht die Konsistenz aus? Cremig oder eher krümelig? Letzteres deutet darauf hin, dass das Eis schon älter ist. Auch Eiskristalle sind ein deutliches Warnzeichen. Das Eis war vermutlich bereits angetaut. Hier können sich Keime gebildet haben. Sehr weiches Eis kann zudem ein Hinweis darauf sein, dass es nicht ausreichend gekühlt wird. Auch hier können sich Salmonellen ausbreiten.

Auf die schwarzen Punkte achten

Gute Qualität zeichnet sich aber nicht nur durch Hygiene aus. Vor allem auf die Zutaten kommt es an. In Nusseis sollten auch richtige Nüsse stecken, in Fruchteis die verarbeiteten Früchte zumindest erkennbar sein. "Wenn man die Zutaten sieht, nach denen das Eis benannt ist, ist das Täuschungspotential kleiner", sagt Schwartau. Denn manchmal werden statt echtem Obst gefärbte Sirupe mit zu geringem Frucht- oder Saftanteil verwendet. Vor allem aber wird bei Vanilleeis getrickst. Statt echter Vanille kommen dann Aromen in die Creme. "Verbraucher sollten auf die schwarzen Punkte achten", rät die Expertin. Genauso wichtig ist die Farbe. "Wenn das Erdbeersorbet knallrot und das Vanilleeis quietschgelb sind, wurde mit Farbstoffen gearbeitet."

Hohe Eisberge sind manchmal kein gutes Zeichen

"Wer Eis frisch zubereitet, kann auf viele Zusatzstoffe verzichten", erklärt Schwartau. Traditionell wird Eis mit Milchfett hergestellt und Milcheis soll mindestens 70 Prozent Milch enthalten. Immer mehr Eishersteller mischen aber preisgünstigeres Pflanzenfett hinzu. Auch Emulgatoren werden oft zugesetzt, um Luft ins Eis zu bringen. "Der Luftaufschlag kann zwischen 25 und 120 Prozent liegen", sagt die Expertin. So wird mehr Ware aus weniger Zutaten geschaffen. Eine Mogelpackung, die schwer zu enttarnen ist.

Tatsächlich stecken meist in dem ansprechend aufbereiteten Eis, das in Wellenform hoch aus den Schalen ragt, besonders viele dieser Zusatzstoffe. Denn nur so bleibt das aufgetürmte Eis in Form. Auch ein Zungentest gibt Aufschluss über die unliebsamen Zusätze: Spürt man nach dem Schlecken einen Fettfilm auf der Zunge, könnte das auf Emulgatoren und pflanzliche Fette im Eis hindeuten.

Herkunft des Eises ist oft unbekannt

Eismachen ist eine Kunst - und viel Arbeit. Viele Eisdielen lassen sich deshalb mit Ware beliefern. Ob das Eis tatsächlich selbst gemacht ist oder vom Großhandel kommt, ist schwer erkennbar. "Eine Kennzeichnungspflicht gibt es in Deutschland leider nicht", erklärt die Expertin der Verbraucherzentrale. Diese wäre jedoch sinnvoll, denn handwerklich hergestelltes Eis ist häufig frischer, schmeckt besser und enthält weniger Zusatzstoffe. Doch auch selbstgemachtes Eis ist letztlich keine Garantie für weniger Emulgatoren im Produkt. Am wichtigsten ist eben immer noch der persönliche Eindruck von der Eisdiele - und der individuelle Geschmack.

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