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Warschau: Die Regierung lobt den nationalistischen Aufmarsch

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"Loyalität zum Heimatland"  

Polnische Regierung lobt rechte Großdemo

14.11.2017, 13:14 Uhr | AP

Warschau: Die Regierung lobt den nationalistischen Aufmarsch . Teilnehmer der rechtsnationalen Kundgebung beim diesjährigen polnischen Unabhängigkeitstag  (Quelle: dpa/Archiv/Jacek Turczyk/PAP)

Teilnehmer der rechtsnationalen Kundgebung beim diesjährigen polnischen Unabhängigkeitstag (Quelle: Archiv/Jacek Turczyk/PAP/dpa)

Eine nationalistische Großdemonstration in Polen hat in Israel Sorge ausgelöst. Auch antisemitische Gruppierungen hatten dazu aufgerufen. Die Regierung in Warschau lobt nun den Aufmarsch.

Die polnische Regierung nannte die Demonstration zum Unabhängigkeitstag mit rund 60.000 Teilnehmern "ein großes Fest von Polen mit unterschiedlichen Meinungen, aber vereint um die gemeinsamen Werte und Loyalität zu einem unabhängigen Heimatland". Sie reagierte damit auf eine Erklärung des israelischen Außenministeriums, in der von einem "gefährlichen Marsch extremer und rassistischer Elemente" die Rede war und in der die polnischen Behörden aufgefordert wurden, gegen die Organisatoren vorzugehen.

Zu der Kundgebung hatten am Samstag Gruppen aufgerufen, die ihre Wurzeln zu radikalen und antisemitischen Organisationen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurückverfolgen. Auf einigen Bannern waren Parolen wie "Weißes Europa brüderlicher Nationen" zu lesen. Einige Teilnehmer trugen das Keltenkreuz, das von der rechtsextremen Szene als Symbol benutzt wird.

Nationalist Richard Spencer wurde ausgeladen

Der israelische Außenamtssprecher Emmanuel Nahschon sagte dazu: "Wir hoffen, dass die polnischen Behörden gegen die Veranstalter vorgehen. Die Geschichte lehrt uns, dass auf Ausdruck rassistischen Hasses schnell und entschlossen reagiert werden muss."

Das polnische Außenministerium erklärte, es sei nicht gerechtfertigt, den Marsch anhand einiger "nebensächlicher" Elemente einzustufen. Es erinnerte daran, dass es sich gegen die Teilnahme des amerikanischen Nationalisten Richard Spencer ausgesprochen habe. Spencer sollte an einer Konferenz am Tag vor der Kundgebung teilnehmen, wurde aber von der Teilnehmerliste gestrichen, nachdem das Ministerium erklärt hatte, Spencer sei in Polen nicht erwünscht.

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