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Cavusoglu sprach mit Gabriel  

Erdogan könnte nach Deutschland kommen

08.03.2017, 13:50 Uhr | dpa, rtr

Erdogan könnte nach Deutschland kommen. Erdogan könnte für einen Wahlkampfauftritt nach Deutschland kommen. (Quelle: Reuters)

Erdogan könnte für einen Wahlkampfauftritt nach Deutschland kommen. (Quelle: Reuters)

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel über einen möglichen Wahlkampfauftritt von Präsident Recep Tayyip Erdogan in Deutschland gesprochen. Zudem kritisierte er erneut die deutschen Politiker und Medien für ihre Äußerungen über die Türkei.

Es sei in einem Gespräch mit Gabriel um Veranstaltungsorte gegangen, sagte Cavusoglu am Rande der Tourismusbörse ITB in Berlin nach seinem Gespräch mit dem Außenminister. Deutschland habe alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen für eine Kundgebung des türkischen Präsidenten zugesagt, sollte er nach Deutschland reisen, sagte Cavusoglu. E

Einen Termin oder Ort für einen solchen Wahlkampfauftritt nannte er nicht. Gabriel, der zuvor vor Journalisten über sein Treffen mit seinem türkischen Kollegen berichtet hatte, erwähnte einen möglichen Besuch Erdogans hingegen nicht.

Kein Wort über Yücel-Inhaftierung

Deutsche Politiker und Medien begegneten der Türkei zunehmend feindselig, sagte Cavusoglu nach seinem umstrittenen Auftritt in Hamburg. Auch eine "Tendenz zur Islamfeindlichkeit" sei spürbar. Am Vortag hatte er das heutige Deutschland mit der Nazi-Diktatur verglichen. "Das ist ein total repressives System", sagte er der Zeitung "Hürriyet". "Alle Praktiken ähneln denen der Nazi-Zeit."

Cavusoglu betonte, Deutschland solle sich entscheiden, ob es die Türkei "als Freund oder Feind" sehe. Für die Türkei gebe es keinen Grund, Deutschland als Feind zu sehen, sagte der Minister. Cavusoglu ergänzte, der Aufstieg von Populismus und Antisemitismus in Europa erinnerten ihn an die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.

Auf die Frage, wann mit einer Freilassung des inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel zu rechnen sei, ging Cavusoglu nicht ein. Er sagte: "Dies ist einzig und allein eine juristische Angelegenheit."

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