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Nordkorea droht USA mit "weiteren Geschenkpaketen"

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Konflikt um Atomprogramm  

Nordkorea droht USA mit "weiteren Geschenkpaketen"

05.09.2017, 21:34 Uhr | rtr, rok

Nordkorea droht USA mit "weiteren Geschenkpaketen". Das Foto der staatlichen "Korean Central News Agency" soll Kim Jong Un mit einem Wasserstoffbomben-Sprengkopf zeigen. (Quelle: Reuters)

Das Foto der staatlichen "Korean Central News Agency" soll Kim Jong Un mit einem Wasserstoffbomben-Sprengkopf zeigen. (Quelle: Reuters)

Im Konflikt mit Nordkorea ringt die Weltgemeinschaft um eine gemeinsame Antwort auf die anhaltenden Drohungen aus Pjöngjang. Der nordkoreanische Botschafter bei den Vereinten Nationen (UN), Han Tae Song, sagte mit Blick auf den sechsten und bisher größten Nukleartest, sein Land werde den USA noch mehr solche "Geschenkpakete" schicken.

Trotz der Aussicht auf eine weitere Fortentwicklung des weltweit kritisierten Atom- und Raketenprogramms blieb in der internationalen Diplomatie vorerst unklar, wie Nordkorea zur Räson gebracht werden könnte: Während die USA, Südkorea und Deutschland für härtere Sanktionen plädierten, äußerten die UN-Vetomächte Russland und China Zweifel am Sinn solcher Maßnahmen.

Nordkorea spricht von "Selbstverteidigung"

Der nordkoreanische UN-Botschafter bezeichnete das aktuelle Vorgehen seines Landes bei einer Abrüstungskonferenz in Genf als Selbstverteidigung. Diese Strategie werde fortgesetzt, solange die "unverantwortlichen Provokationen und nutzlosen Versuche" anhielten, Druck auf die Volksrepublik Korea auszuüben. Jahrelange Sanktionen haben das weitgehend isolierte Land unter kommunistischer Führung kaum davon abgehalten, seine Militärmacht auszubauen.

Der Konflikt hat sich durch eine Reihe von Atom- und Raketentests verschärft. Nicht zuletzt weil Nordkorea mit seinen Geschossen immer mehr in die Reichweite von US-Territorium kommt, hat US-Präsident Donald Trump eine härtere Gangart gegenüber der Führung in Pjöngjang eingelegt und sich auch Militärschläge vorbehalten.

USA fordern schärfste Sanktionen

Seit Anfang der Woche dringen die USA im UN-Sicherheitsrat darauf, die Nordkorea-Sanktionen bis zum Äußersten zu verschärfen. Die US-Botschafterin bei den UN, Nikki Haley, räumte am Dienstag zwar ein, dass solche Strafmaßnahmen kaum das Verhalten Nordkoreas ändern würden. Allerdings könnten sie das Land um die finanziellen Mittel bringen, die es für sein Atom- und Raketenprogramm brauche. Diplomaten zufolge sind unter anderem Exportverbote für Nordkoreas Textilbranche im Gespräch sowie eine Unterbrechung von Öllieferungen an staatliche Stellen und das Militär. Haupthandelspartner Nordkoreas ist China.

Die Volksrepublik erklärte, in Strafmaßnahmen allein könne nicht die Lösung liegen. Zugleich forderte ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums zu Besonnenheit auf. Es sei keine Option, den Konflikt mit Nordkorea militärisch zu lösen. Alle Beteiligten müssten dafür sorgen, dass die Lage nicht eskaliere.

Putin warnt vor einer "globalen Katastrophe"

Ähnlich äußerte sich auch der russische Präsident Wladimir Putin: "Eine Intensivierung der militärischen Hysterie führt zu nichts Gutem. Sie könnte in einer globalen Katastrophe münden." Schärfere Sanktionen bezeichnete der Präsident auf einem Treffen der fünf großen Schwellenländer in China als "sinnlos". Sie hätten keinen Einfluss auf die Regierung von Kim Jong Un, könnten aber das Leiden der Bevölkerung deutlich vergrößern. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel äußerte Verständnis für Putins Haltung, da das Land selbst von Sanktionen betroffen sei.

Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel ist für das Wochenende ein EU-Außenministertreffen geplant, auf dem über eine Ausweitung der Druckmittel auf Handelsebene beraten werden soll. "Das ist auch dringend notwendig", sagte Merkel, die sich zuvor in Telefonaten mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In und dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe für härtere Sanktionen ausgesprochen hatte. Die USA fordern darüber eine Abstimmung im UN-Sicherheitsrat am Montag. Dem Gremium gehören neben den ständigen Mitgliedern USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich zehn weitere Länder an. Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly warnte: "Europa riskiert, zügiger als erwartet in Reichweite von Kim Jong Uns Raketen zu geraten."

Beobachter erwarten weitere Tests

Einem südkoreanischen Medienbericht zufolge verlegte Nordkorea offenbar jüngst eine Interkontinental-Rakete (ICBM) an die Westküste, wo sich Abschussrampen befinden. Beobachter rechnen damit, dass Nordkorea anlässlich des Jahrestages der Staatsgründung am 9. September weitere Maßnahmen vorbereitet. Im vergangenen Jahr testete das Land an dem Tag eine Atombombe.

Südkorea setzt darauf, dank der Aufhebung der Obergrenze für das Gewicht von Gefechtsköpfen auf südkoreanischen Raketen besser gegen die Bedrohung durch den Nachbarn gewappnet zu sein. Zwischen dem Norden und dem Süden gibt es keinen Friedensvertrag, da der Korea-Krieg 1953 nur mit einem Waffenstillstand endete. Nord- und Südkorea haben Tausende Raketen aufeinander gerichtet. 

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