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"Zutiefst dankbar": Donald Trump erkennt Jerusalem als Israels Hauptstadt an

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Nah-Ost-Konflikt  

Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an

06.12.2017, 22:55 Uhr | dpa, AFP

Am 8. November 2016 geschieht das für viele Unmögliche: Donald Trump gewinnt die US-Wahlen gegen Hillary Clinton und wird 45. Präsident der Vereinigten Staaten. (Screenshot: Reuters)
Donald Trumps' politische Fehltritte

Innen- und außenpolitisch leistete sich der US-Präsident in diesem Jahr einige Fettnäpfchen.

Am 8. November 2016 geschieht das für viele Unmögliche: Donald Trump gewinnt die US-Wahlen gegen Hillary Clinton und wird 45. Präsident der Vereinigten Staaten. (Quelle: t-online.de)


Trotz internationaler Warnungen hat US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt.

Die USA erkennen Jerusalem künftig als Hauptstadt Israels an. Das gab Präsident Donald Trump am Mittwoch in einer Rede im Weißen Haus bekannt. Es sei Zeit, diesen Schritt offiziell zu unternehmen, sagte er. Die Anerkennung sei im besten Interesse der USA. Die Entscheidung markiere "den Anfang einer neuen Herangehensweise an den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern". Trump teilte mit, dass er das Außenministerium damit beauftrage, mit Vorbereitungen für eine Verlegung der US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu beginnen.

Mit der Anerkennung brach Trump mit jahrzehntelanger US- und internationaler Politik. Er trotzte auch Warnungen, dass das Vorgehen Spannungen im Nahen Osten verschärfen könnte. Sein Schritt könnte auch weitere antiamerikanische Proteste und Gewalt auslösen.

"Zutiefst dankbar"

Israel beansprucht ganz Jerusalem als seine Hauptstadt, während die Palästinenser Anspruch auf den Ostteil als Hauptstadt eines künftigen unabhängigen palästinensischen Staats erheben. Israel eroberte diesen Ostteil im Nahostkrieg 1967. Die einander ausschließenden Forderungen zählen zu den wichtigsten Hindernissen für eine Lösung des seit Jahrzehnten schwelenden Nahostkonflikts.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, die Anerkennung Jerusalems durch Trump markiere einen "historischen Tag". Die Bekanntgabe sei ein "wichtiger Schritt in Richtung Frieden". Israel sei "zutiefst dankbar", teilte Netanjahu in einer Stellungnahme mit. Sein Land werde "weiter mit dem Präsidenten und seinem Team zusammenarbeiten, um diesen Traum von Frieden wahr werden zu lassen". Netanjahu rief andere Länder auf, dem Beispiel der USA zu folgen und ihre Botschaft nach Jerusalem zu verlegen.

"Anerkennung der Realität"

Der Chef der radikalislamischen Hamas warf Trump vor, Gefühle der Palästinenser zu missachten. Die Palästinenser "wissen, wie sie auf die Missachtung ihrer Gefühle und Heiligtümer angemessen reagieren", teilte Ismail Hanija in einer Stellungnahme mit. Die Entscheidung werde "nicht die Tatsachen von Geschichte und Geografie ändern". Die Hamas kontrolliert den Gazastreifen und wird von Israel, den USA und anderen westlichen Verbündeten als Terrororganisation betrachtet.

"Dies ist nicht mehr oder weniger als die Anerkennung der Realität", sagte Trump zu seiner Entscheidung. Seine Anordnung von Vorbereitungen für eine Botschaftsverlegung würden es dem Außenministerium ermöglichen, Architekten einzustellen und andere Pläne zu erstellen.

Drittheiligster Ortes des Islam

Vor Trumps Rede hatten arabische und muslimische Anführer über das Gewaltpotenzial rund um die Bekanntgabe gesprochen. Im Gazastreifen verbrannten Hunderte palästinensische Demonstranten amerikanische und israelische Flaggen. Selbst die engsten Verbündeten Amerikas in Europa stellten die Klugheit von Trumps radikaler Abkehr von der vergangenen US-Position in Frage.

Zu Jerusalem gehört der dem Judentum heiligste Boden. Es ist auch Ort des drittheiligsten Ortes des Islam und wichtiger christlicher Stätten. In der Vergangenheit hat eine empfundene Gefahr für muslimische Ansprüche auf die Stadt Proteste im Heiligen Land und darüber hinaus ausgelöst.

Im Wahlkampf nahm Trump eine stark proisraelische Haltung ein und versprach, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. In Tel Aviv haben die meisten Staaten ihre diplomatische Vertretung.

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