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Israel besorgt über Anstieg des Antisemitismus in Deutschland

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AfD eine "schändliche Bewegung"  

Israel besorgt über Bundestagswahl-Ergebnis

26.09.2017, 16:41 Uhr | dpa, AFP, rok

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu macht sich Sorgen über ein Wiederaufflammen des Antisemitismus in Deutschland. (Screenshot: Reuters)
Israel besorgt über Bundestagswahl-Ergebnis

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu macht sich Sorgen über ein Wiederaufflammen des Antisemitismus in Deutschland.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu macht sich Sorgen über ein Wiederaufflammen des Antisemitismus in Deutschland. (Quelle: t-online.de)


Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich nach der Bundestagswahl beunruhigt über mehr und mehr Antisemitismus In Deutschland gezeigt.

"Israel ist besorgt über den zunehmenden Antisemitismus in den vergangenen Jahren unter politischen Elementen rechts und links und auch bei islamischen Elementen", sagte Netanjahu am Dienstag. "Israel weist jegliche Versuche, den Holocaust zu leugnen, zurück." Zuvor hatte Netanjahu mit Angela Merkel telefoniert.

Einzug der AfD in den Bundestag "verabscheuungswürdig"

Bei der Wahl am Sonntag hatte die Alternative für Deutschland (AfD) 12,6 Prozent der Stimmen bekommen. Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC), Ronald S. Lauder, bezeichnete den Einzug der AfD in den Bundestag als "verabscheuungswürdig". Eine "schändliche Bewegung", die an das Schlimmste aus Deutschlands Geschichte erinnere und verboten werden sollte, habe nun die Möglichkeit, im deutschen Parlament ihr gemeines Programm darzustellen.

Netanjahu erwähnte die Afd nicht. "Ich habe die neue Regierung dazu aufgerufen, (...) so zu handeln, dass die Kräfte in Deutschland gestärkt werden, die historische Verantwortung übernehmen", sagte Netanjahu. "Es gibt zwei verschiedene Dinge – den Holocaust zu leugnen und Verantwortung zu leugnen."

Der Ministerpräsident hatte Merkel in der Nacht zum Sonntag bereits auf Twitter gratuliert. "Glückwünsche für Angela Merkel, eine wahre Freundin Israels, zu ihrer Wiederwahl als Kanzlerin von Deutschland", schrieb Netanjahu.

Avi Primor, Israels ehemaliger Botschafter in Deutschland, wertete den Zulauf zur AfD in einem Beitrag für die Zeitung "Maariv" als Ausdruck der Enttäuschung über die etablierten Parteien. Dieses Phänomen sei kennzeichnend für die gesamte westliche Welt. Die Mehrheit derjenigen, die für die AfD stimmten, hegen Primor zufolge "zweifelsohne" keine neonazistischen Neigungen. In der Partei seien allerdings auch solche Ansichten vertreten.

"Schwarzer Tag für die deutsche Demokratie"

Der ehemalige israelische Verteidigungsminister und Chef der Arbeitspartei, Amir Peretz, nannte die Wahl einer "rassistischen und antisemitischen Partei" in den Bundestag einen "schwarzen Tag für die deutsche Demokratie".

Der Thüringer AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke hatte im Januar für Empörung gesorgt, als er eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" forderte und unter Anspielung auf das Berliner Holocaust-Mahnmal von einem "Denkmal der Schande" sprach. Ein halbes Jahr zuvor war der AfD-Abgeordnete Wolfgang Gedeon nach Antisemitismusvorwürfen aus der Stuttgarter Landtagsfraktion ausgetreten.

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