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Obergrenze für Flüchtlinge: Seehofer will Migranten an Grenzen abweisen

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Flüchtlings-Obergrenze  

Seehofer will Migranten an Grenzen abweisen

23.08.2017, 13:23 Uhr | dpa

Nach Ansicht von CSU-Chef Horst Seehofer sollen Flüchtlinge im Falle einer Obergrenze notfalls auch an den deutschen Grenzen zurückgewiesen werden. (Screenshot: Imago)
Seehofer will Migranten an Grenzen abweisen

Nach Ansicht von CSU-Chef Horst Seehofer sollen Flüchtlinge im Falle einer Obergrenze notfalls auch an den deutschen Grenzen zurückgewiesen werden.

Seehofer will Migranten im Falle einer Obergrenze direkt an den Grenzen abweisen. (Quelle: t-online.de)


Nach Ansicht von CSU-Chef Horst Seehofer sollten Flüchtlinge im Falle einer Obergrenze notfalls auch an den deutschen Grenzen zurückgewiesen werden.

"Sie können nicht sagen: Wir wollen nicht, dass sich das (die unkontrollierte Einreise von Flüchtlingen wie im Jahr 2015, Anm. d. Redaktion) wiederholt und dann machen Sie die Tore auf", sagte der bayerische Ministerpräsident dem Politikmagazin "Kontrovers" des BR-Fernsehens.

Eine Zurückweisung sei notwendig, sollte es nicht gelingen, die Fluchtursachen zu bekämpfen, die europäischen Außengrenzen zu kontrollieren oder die Flüchtlinge zu verteilen, betonte Seehofer. Dies sei insbesondere vor dem Hintergrund der nächsten Landtagswahl in Bayern im Interesse des Freistaats.

Landtagswahl 2018 in Bayern

2018 wird dort ein neuer Landtag gewählt. Die CSU will dann ihre absolute Mehrheit verteidigen. Seehofer hatte in den vergangenen Wochen bereits wiederholt erklärt, dass die CSU bei der Landtagswahl auch an ihren gehaltenen Versprechen für die anstehende Bundestagswahl gemessen werde.

Die CSU fordert in ihrem eigenen Programm für die Bundestagswahl, dem sogenannten Bayernplan, die Einführung einer starren Obergrenze von maximal 200 000 Flüchtlingen pro Jahr. Die CDU lehnt dies kategorisch ab, deshalb wurde der Punkt auch nicht in das gemeinsame Wahlprogramm der Union aufgenommen. Vor Monaten machte Seehofer den Punkt gar zur Bedingung für eine Koalitionsbeteiligung der CSU, seither will er diese Forderung aber nicht erneut wiederholen.

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