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Nutria: Nagetier mit Charme

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Nutria: Nagetier mit Charme

| hm (CF)

Auf den ersten Blick ähnelt die Nutria dem in Europa heimischen Biber. Dabei kommt das Nagetier ursprünglich aus Südamerika. Heute lebt es auch in Deutschland und hat eine weite Reise hinter sich.

Die Nutria – ein Nagetier auf Weltreise

Bis Ende des 17. Jahrhunderts war die Nutria – auch Biberratte oder Sumpfbiber genannt – nur in Südamerika heimisch. Ihr Lebensraum dort erstreckt sich vom südlichen Brasilien über Paraguay und Chile bis nach Feuerland, eine Inselgruppe am südlichen Zipfel des Kontinents.

Nutria: Nagetier mit Charme. Nutrias sind in deutschen Gewässern heimisch und lieben Gemüse. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nutrias sind in deutschen Gewässern heimisch und lieben Gemüse. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Heute bevölkern die Nagetiere auch Sumpfgebiete, Fluss- und Seeufer in Deutschland. Und so kam es dazu: Anfang des 19. Jahrhunderts waren freilebende Nutrias fast ausgestorben. Denn die Menschen machten Jagd auf das wasserabweisende Fell der kleinen Nager. Also brachten Händler die Nutrias zu Pelztierfarmen auf der ganzen Welt. Von dort gelang einigen Nagetieren die Flucht, andere wurden als Schädlingsbekämpfer mit Absicht ausgesetzt. Deshalb leben Nutrias heute in den USA, Japan, Ost- und Mitteleuropa – überall dort, wo die Winter mild sind. Hierzulande sind die pelzigen Tierchen in allen Bundesländern zu Hause. In Mühlheim an der Ruhr leben sie sogar im Stadtpark und lassen sich von den Besuchern füttern.

Zusammen ist man weniger allein: gesellige Nutrias

Nutrias sind nicht gerne alleine. Sie leben monogam als Paare oder in Kolonien von 12 bis 15 Tieren in Erdhöhlen oder Schilfnestern zusammen. Nach einer Zeit von neun Wochen bringt das trächtige Nutria-Weibchen sechs bis acht Junge zur Welt.

Tagsüber halten sich Nutrias lieber im Verborgenen. Die Nagetiere sind nacht- und dämmerungsaktiv. Dann verlassen sie ihr Erdloch oder ihr Schilfversteck und begeben sich auf Nahrungssuche. Auf dem Speiseplan stehen in erster Linie die Blätter, Stängel und Wurzeln von Wasser- und Sumpfpflanzen. Ganz vegetarisch lebt die Nutria dann aber nicht: Auch Schnecken, Muscheln und Würmer verschmäht sie nicht. Außerdem hat das Nagetier eine Vorliebe für Obst und Gemüse.

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