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Belladonna: Wirkung in der Homöopathie

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Kräuterlexikon  

Belladonna

| uc (CF)

Belladonna wird als homöopathisches Mittel aus der Schwarzen Tollkirsche gewonnen und ist in entsprechender Verdünnung nicht giftig, sondern soll bei manchen Krankheitsbildern die Heilung fördern.

Pflanze

Das homöopathische Mittel Belladonna wird aus der Schwarzen Tollkirsche (Atropa belladonna) gewonnen. Die mehrjährige Pflanze ist in Mitteleuropa heimisch. Sie besitzt einen kräftigen Stängel, aus dem die Blätter austreiben. Die Blüten sind bräunlich und entwickeln sich zu glänzenden schwarzen Beeren, die hochgiftig sind: Bereits der Verzehr weniger Beeren kann einen Menschen töten.

Belladonna: Wirkung in der Homöopathie. Schon geringe Mengen der Beeren sind tödlich giftig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schon geringe Mengen der Beeren sind tödlich giftig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Verwendete Pflanzenteile

Wurzeln, Blätter und Früchte werden in der pflanzlichen Heilkunde verwendet.

Inhaltsstoffe

  • Alkaloide (Atropin, Hyoscyamin und Scopolamin)

Wirkung

Die Wirkstoffe aus der Tollkirsche dürfen nur in der richtigen homöopathischen Verdünnung eingenommen werden. Belladonna-Kügelchen kommen dabei unter anderem bei Erkältungskrankheiten mit Fieber und Husten zum Einsatz. Das Mittel soll die Atmung erleichtern und krampflösend wirken.

Auch bei Beschwerden wie Ohrenschmerzen oder einer Bindehautentzündung kommt eine begleitende Behandlung mit Belladonna infrage, das Mittel sollte hier aber nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Nebenwirkungen

Belladonna muss richtig dosiert werden. Patienten sollten sich dazu vom Arzt oder Apotheker beraten lassen. Die Beeren der Tollkirsche dürfen auf keinen Fall verzehrt werden – dies führt zu schweren Vergiftungen. Symptome sind Mundtrockenheit und Herzrasen, gefolgt von Unruhe und Schlaflosigkeit. Es können Halluzinationen auftreten, schließlich werden die Vergifteten bewusstlos und können sogar sterben.

Interessantes

Die Tollkirsche wurde früher in manchen Gesellschaften wegen ihrer halluzinogenen Wirkung als rituelles Rauschmittel eingesetzt. Schon mittelalterliche Heilkundige wie Hildegard von Bingen (1098-1179) warnten jedoch vor ihrer Wirkung und assoziierten sie mit dem Teufel, da sie den menschlichen Geist zerstöre. 

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