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Anis: Wirkung und Anwendung der Heilpflanze

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Kräuterlexikon  

Anis

| tl (CF)

Anis ist nicht nur ein beliebtes Gewürz zur Weihnachtszeit, sondern wird auch in medizinischen Tees und als ätherisches Öl verwendet. Die Heilpflanze wirkt unter anderem bei Erkältungen und Blähungen.

Pflanze

Anis ist eine einjährige, krautige Pflanze, die etwa bis zu einem halben Meter hoch wird. Sie kommt unter anderem im Mittelmeerraum vor und wird in klimatisch günstigen subtropischen Gebieten gezielt angebaut – zum Beispiel in Südostasien, Mittel- und Südamerika. Anis trägt weiße Blüten und eiförmige Früchte, die den charakteristischen Geruch verströmen.

Anis: Wirkung und Anwendung der Heilpflanze. Von August bis September reifen die Früchte der Anispflanze. (Quelle: imago/blickwinkel)

Von August bis September reifen die Früchte der Anispflanze. (Quelle: blickwinkel/imago)

Verwendete Pflanzenteile

Die reifen Früchte des Anis, die optisch ein wenig an Samenkörner erinnern, werden zu medizinischen Zwecken verarbeitet.

Inhaltsstoffe

  • ätherisches Öl (darin unter anderem enthalten: Anethol, Estragol)

Wirkung

Anis ist nicht zuletzt wegen seines beliebten Geschmacks in vielen Teemischungen zu finden, er hat aber auch medizinische Wirkung. Stillenden Müttern wird meist ein Fenchel-Anis-Kümmeltee empfohlen, der die Milchbildung anregt und über die Muttermilch gegen Blähungen beim Kind wirkt.

Das ätherische Öl aus dem Anis wirkt zudem schleimlösend und wird daher zum Beispiel bei Erkältungen und Nasennebenhöhlenentzündungen eingesetzt.

Nebenwirkungen

Anisöl darf nur verdünnt angewandt werden, sonst drohen Übelkeit und Erbrechen. Wer an Asthma leidet, sollte vor der Anwendung des ätherischen Öls Rücksprache mit seinem Arzt halten. Säuglinge und Kleinkinder dürfen grundsätzlich nicht mit ätherischen Ölen im Gesicht behandelt werden, da dies zu Atemnot führen kann.

Interessantes

Als Gewürz in Bonbons, Weihnachtsgebäck und alkoholischen Getränken wie dem Ouzo ist der kräftige Geschmack des Anis sehr beliebt.

In einigen Gebieten Europas soll Anis zu früheren Zeiten auch als Aphrodisiakum gegolten haben. Im Aberglauben heißt es außerdem, dass Anis böse Blicke und schlechte Träume verhindern solle.

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