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Galgant: Pikantes Gewürz aus Südostasien

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Milder als Ingwer  

Galgant: Pikantes Gewürz aus Südostasien

| om (CF)

Aus der südostasiatischen Küche ist Galgant nicht wegzudenken. Als Gewürz wird die Wurzel ähnlich wie Ingwer verwendet. Aber Galgant kann noch viel mehr: Er gilt auch als Heilpflanze.

Galgant – der Ingwer Südostasiens

Der Galgant, auch Galangal genannt, ist in Südostasien zu Hause. Er ist mit dem Ingwer verwandt. Denn Galgant gehört ebenfalls zu den Ingwergewächsen – und in beiden Fällen findet die Wurzel in der Küche als Gewürz Verwendung. Es gibt zwei Arten Galgant: Der echte beziehungsweise kleine Galgant ist geschmacklich etwas schärfer als sein Bruder, der große Galgant. Beide Arten sind aber in jedem Fall ein milderes Gewürz als echter Ingwer.

Galgant: Pikantes Gewürz aus Südostasien. Tom Kha Gai ist ein typisch thailändisches Gericht mit Galgant. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Tom Kha Gai ist ein typisch thailändisches Gericht mit Galgant. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hierzulande ist der kleine Galgant nur getrocknet oder in Scheiben erhältlich. Weitaus verbreiteter ist in der Küche dagegen der Gebrauch des großen Galgant. Vor allem in Thailand, Malaysia, Singapur und Indonesien ersetzt er den Ingwer als Gewürz und ist eine essenzielle Zutat. Das brachte ihm auch den Spitznamen Thai-Ingwer ein.

Getrocknet oder frisch – die Verwendung von Galgant als Gewürz

Den großen Galgant können Sie frisch, getrocknet oder gemahlen in Asialäden kaufen. Frisch verströmt er einen herrlich erfrischenden Duft, der einer Mischung aus Zitrusfrüchten, Tannennadeln und Kiefernholz ähnelt. Die Zubereitung ist wie beim Ingwer: Entfernen Sie zunächst die Schale und verarbeiten Sie ihn anschließend weiter, indem Sie ihn raspeln, kleinhacken oder in Scheiben schneiden.

Getrockneter oder gemahlener Galgant hat einen intensiveren Geschmack als die frische Wurzel. In jedem Fall sollten Sie das Gewürz an einem trockenen, kühlen und dunklen Ort aufbewahren. Gut verschlossen hält sich die getrocknete Variante dort bis zu einem Jahr. Galgant ist als Gewürz universell einsetzbar, macht sich gut in Reisgerichten, klaren Brühen, Eintöpfen und natürlich in Kokosmilchsoßen und -suppen, etwa der leckeren thailändischen Suppe Tom Kha Gai. Die Wurzel passt auch hervorraged zu Fisch-, Lamm-, Geflügel- oder Meeresfrüchte-Gerichten. Scharfe Currys oder Fleischspieße verfeinert Galgant mit seinem einzigartigen Aroma.

Galgant: Vielseitige Heilpflanze

Egal, ob der Magen schmerzt, eine Erkältung im Anflug ist oder Appetitlosigkeit das Essen erschwert: Galgant hilft! In Asien spielt die Wurzel schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze eine wichtige Rolle. In Europa wurde man der Heilwirkung des Galgant allerdings erst im Mittelalter gewahr. Besonders gut ist die Heilpflanze bei folgenden drei Beschwerden: Schwindel, Schmerz und Schwäche, die vom Magen oder Herzen ausgehen.

Die Einnahme von Galgant – am besten pur oder als Fertigpräparat zerkaut über die Mundschleimhäute oder als ätherisches Öl – hat eine krampflösende, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Der aus der Wurzel gewonnene Tee hilft dagegen vor allem bei Magenbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Brechreiz, Bauch- oder Magenschmerzen.

Schon Hildegard von Bingen war ein Fan der Heilpflanze Galgant

"Warm und heilkräftig" lautete das Urteil der Universalgelehrten Hildegard von Bingen zur Galgantwurzel. Die im Spätmittelalter geborene Mystikerin sah in der Heilpflanze das Gewürz des Lebens. Sie empfahl den Galgant nicht nur bei Herzschwäche, sondern auch bei Angstzuständen und sonstiger psychischer Unruhe.

Galgant in der thailändischen Küche: Tom Kha Gai

Eines der beliebtesten Rezepte der thailändischen Küche ist Tom Kha Gai. Die Kokosmilchsuppe können Sie ganz einfach nachkochen und sich so ein Stück Südostasien-Urlaub zu sich nach Hause holen. Alle Zutaten erhalten Sie in einem gut sortierten Asiashop.

  • 60 g Galgant
  • 3 Stangen Zitronengras
  • 600 ml Hühnerbrühe
  • 3 Kaffirlimettenblätter
  • 1 Bund frischer Koriander
  • 400 g Hühnerbrustfilet
  • 100 g Champignons
  • 1 Tomate
  • 2 EL Fischsauce
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1 1/2 EL Limettensaft
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 bis 2 Chilis

(Quelle: zeit.de)

Tom Kha Gai zubereiten

Für vier Personen schneiden Sie zuerst das Hühnerbrustfilet in Streifen und die Champignons in Scheiben. Dann würfeln Sie die Tomate. Schälen Sie nun den frischen Galgant und schneiden Sie ihn in Scheiben. Stückeln Sie danach die Zitronengrasstangen und lassen Sie diese zusammen mit dem geschnittenen Galgant, der Hühnerbrühe, den drei Kaffirlimettenblättern und einigen Korianderstängeln aufkochen.

Nun geben Sie das Hühnerbrustfilt, die Champignons, die Tomate, zwei Esslöffel Fischsauce, einen Teelöffel Zucker, einen Teelöffel Salz und eineinhalb Esslöffel Limettensaft zu der Brühe und lassen alles zugedeckt drei Minuten köcheln. Danach fügen Sie die Kokosmilch aus der Dose und ein bis zwei Chilis hinzu. Erhitzen Sie die Suppe unter ständigem Rühren fast bis zum Siedepunkt und nehmen Sie sie dann vom Herd. Schmecken Sie Ihre Tom Kha Gai mit Fischsauce ab und dekorieren Sie sie mit Korianderblättern.

Gesundes Rezept: Grünes Gemüse-Curry mit Galgant

Auch die Zutaten für dieses Rezept besorgen Sie am besten vorab in einem gut sortieren Asialaden.

  • 2 Zehen geräucherter Knoblauch
  • 2 Möhren
  • 300 g Muskatkürbis
  • 3 Stiele Zitronengras
  • 40 g Galgant
  • 1 Chili
  • 1 kleine Aubergine
  • 4 EL pflanzliches Öl
  • 3 EL grüne Curry-Paste
  • 1 EL Palmzucker
  • 10 Kaffirlimettenblätter
  • 350 ml Gemüsebrühe
  • 400 ml Kokosmilch
  • Salz
  • 50 g Cashewkerne
  • 100 g Champignons
  • 6 Frühlingszwiebeln
  • 10 Kirschtomaten
  • 4 EL Limettensaft
  • 10 Stiele Koriandergrün

(Quelle: essen-und-trinken.de)

So gelingt Gemüse-Curry

Pellen Sie als Erstes den Knoblauch und würfeln diesen fein. Dann schälen Sie die Möhren, halbieren sie längs und schneiden sie in dünne Scheiben. Den Muskatkürbis schälen sie ebenfalls, entkernen und würfeln ihn in zwei Zentimeter große Stücke. Als Nächstes entfernen Sie von dem Zitronengras die äußeren Blätter. Das Zitronengras schneiden Sie in Stücke. Nun nehmen Sie sich den Galgant vor: Schälen Sie die frische Wurzel und schneiden Sie diese in Scheiben. Danach ritzen Sie die rote Chilischote ein und würfeln die Aubergine.

Erhitzen Sie vier Esslöffel pflanzliches Öl in einem breiten, flachen Topf und dünsten drei Esslöffel grüne Currypaste zusammen mit dem Knoblauch darin an. Nun geben Sie einen Esslöffel Palmzucker, zehn Kaffirlimettenblätter, Möhren, Aubergine, Kürbis, Chili, Galgant und Zitronengras in den Topf und dünsten alle Zutaten ebenfalls kurz an. Anschließend gießen Sie die Gemüsebrühe und die Kokosmilch hinein. Würzen Sie das Curry mit Salz und lassen Sie das Ganze zehn Minuten lang garen.

Jetzt rösten Sie die Cashewkerne ohne Öl in einer Pfanne. Hacken Sie die Kerne grob, sobald sie abgekühlt sind. Danach putzen Sie die Champignons und – abhängig von ihrer Größe – halbieren oder vierteln diese. Putzen Sie auch die Frühlingszwiebeln und schneiden Sie den weißen und hellgrünen Teil in circa drei Zentimeter lange Stücke. Die Tomaten waschen und halbieren Sie. Geben Sie dann die Champignons zum Curry dazu, würzen Sie es noch einmal und lassen Sie es weitere fünf Minuten garen. Anschließend kommen die Frühlingszwiebeln und die Tomaten in den Topf und werden noch zwei bis drei Minuten mitgekocht. Schmecken Sie das Curry mit etwa vier Esslöffeln Limettensaft ab. Bestreuen Sie das Curry vor dem Servieren mit grob gehackten Korianderblättern und Cashewkernen.

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