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EM 2016: Joachim Löw lässt Bastian Schweinsteiger nur topfit spielen

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Schweinsteigers Einsatz fraglich  

Löw: "Lasse nie wieder jemand spielen, der nicht 100% fit ist"

04.07.2016, 18:00 Uhr | t-online.de, Tht

EM 2016: Joachim Löw lässt Bastian Schweinsteiger nur topfit spielen. Jogi Löw musste seinen Kapitän Bastian Schweinsteiger gegen Italien noch in der ersten Halbzeit für den verletzten Sami Khedira einwechseln. (Quelle: imago)

Jogi Löw musste seinen Kapitän Bastian Schweinsteiger gegen Italien noch in der ersten Halbzeit für den verletzten Sami Khedira einwechseln. (Quelle: imago)

Aus Evian berichtet Thomas Tamberg

Der historische Sieg gegen Italien im EM-Viertelfinale hat Spuren hinterlassen. Gleich drei Spieler stehen Bundestrainer Joachim Löw für das Halbfinale gegen Gastgeber Frankreich (Donnerstag, ab 20.45 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) nicht zur Verfügung.

Bastian Schweinsteiger ist obendrein angeschlagen. Ein Einsatz des Kapitäns somit fraglich. In diesem Zusammenhang äußerte sich Löw seltsam kryptisch.

Zunächst einmal die Fakten. Mats Hummels steht aufgrund seiner Gelbsperre gegen Frankreich nicht zur Verfügung. Sami Khedira fällt laut Löw "definitiv“ aufgrund von Adduktorenproblemen aus. Immerhin ist ein Einsatz im möglichen Finale denkbar.

Für Mario Gomez ist das Turnier aufgrund eines Muskelfaserrisses gelaufen. Rätselraten herrscht um die Personalie Schweinsteiger. Der 31-Jährige, kam gegen Italien bereits nach 15 Minuten für den verletzten Khedira aufs Feld und hielt bemerkenswert gut durch.

"Er hat sich glänzend reingebissen"

"Das war nicht ganz ohne“, sagte Löw angesichts der Tatsache, dass Schweinsteiger nach monatelanger Verletzungspause aufgrund der Verlängerung gegen Italien vom Fleck weg rund 100 Minuten durchhielt. "Er musste sich reinarbeiten. Das war nicht ganz so einfach, aber er hat sich glänzend reingebissen“, sagte der Trainer.

Auch Schweinsteiger war nach der Partie zufrieden. "Ich fühle mich okay und war schon mal erschöpfter“, sagte er kurz nach dem Schlusspfiff in Bordeaux. Doch ein Schlag auf das rechte Knie scheint schlimmer zu sein, als zunächst vermutet. Ihn plagt eine Zerrung am Außenband. "Bei ihm müssen wir die nächsten ein, zwei Tage abwarten“, sagte Löw. Es deutet sich ein Wettlauf gegen die Zeit an.

"Den Fehler mache ich nie wieder"

Eines jedenfalls machte Löw unmissverständlich klar. "Einen Spieler, der nicht hundert Prozent fit ist, lasse ich nicht spielen.“ Das macht Sinn und dabei hätte es der Coach belassen können. Doch plötzlich hob er die Stimme und ergänzte: "Diesen Fehler habe ich vor vielen Jahren einmal gemacht, den Fehler mache ich nie wieder.“

Auf Nachfrage, um welchen Spieler es sich handeln würde, gab sich Löw zugeknöpft. "Das ist fast schon in Vergessenheit geraten. Ich müsste es rausholen“, sagte er und wollte den Namen nicht nennen. Er machte nur noch einmal deutlich: Egal wie wichtig ein Spieler sei, er würde nie wieder jemanden spielen lassen, der nicht absolut fit sei. Im Fall Schweinsteiger fügt er hinzu: "Ich hoffe, unser Kapitän kann spielen.“

Gruß in Richtung Ballack?

Doch welchen konkreten Fall hat Löw nun gemeint? Streng genommen hat er diesen Fehler nicht nur einmal gemacht. Bei der EM 2012 schleppte er den nicht fitten Schweinsteiger durchs Turnier. Dabei hatte der Spieler selbst sogar öffentlich angesichts seiner Knöchelprobleme seinen Einsatz von Beginn an in Frage gestellt.

Wahrscheinlicher ist es daher, dass Löw noch einmal einen Gruß in Richtung Michael Ballack schicken wollte. Der frühere Kapitän sorgte zu Turnierbeginn mit Kritik an den Führungsspielern für Kopfschütteln im DFB-Tross. Im EM-Finale 2008 lief Ballack mit einer Wadenverletzung auf. Deutschland verlor gegen Spanien mit 0:1, und Ballack blieb blass.

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