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Die Fehlerliste: Darum ist die Bundesliga in Europa gescheitert

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Die Fehlerliste  

Darum ist die Bundesliga in Europa gescheitert

21.04.2017, 16:37 Uhr | Florian Wichert, t-online.de

Die Fehlerliste: Darum ist die Bundesliga in Europa gescheitert. Arturo Vidal verschoss im Hinspiel einen Elfmeter und flog im Rückspiel vom Platz. (Quelle: imago/BPI)

Arturo Vidal verschoss im Hinspiel einen Elfmeter und flog im Rückspiel vom Platz. (Quelle: BPI/imago)

Das erste Mal seit 12 Jahren steht die Bundesliga im Europacup nicht im Halbfinale. In der Champions League scheiterte Bayern an Real, Dortmund an Monaco und in der Europa League Schalke an Ajax.

Beschiss? Pech? Psychische Belastung? Nein. Alle drei Klubs haben es selbst verbockt.

Eine Analyse von Florian Wichert

Heidel lag bei einigen Transfers daneben

► Schalke wollte 20 Jahre nach dem Uefa-Cup-Sieg 1997 das Comeback der Eurofighter feiern – trotz eines starken Rückspiels stehen sie nun als Euroluschen da. Grund: Ein katastrophales Hinspiel. 20:6 Torschüsse für Ajax, zwei Lattentreffer, elf Paraden von Schalke-Torwart Ralf Fährmann – da hätte der niederländische Rekordmeister den Deckel draufmachen müssen.

Auch in der Liga ist Schalke nur Elfter, weil Manager Christian Heidel Fehler bei der Kaderplanung gemacht hat. Die Stürmer Klaas-Jan Huntelaar und Franco Di Santo müssen schon die ganze Saison durchgeschleppt werden. Dabei hatte sich längst angedeutet, dass sie keine große Hilfe mehr sein würden. Guido Burgstaller kam erst im Winter aus Nürnberg, ist seitdem Einzelkämpfer im Sturmzentrum. Das reicht nicht für Europa.

Transfers von Konoplyanka, Badstuber, Stambouli oder Naldo haben sich bisher nicht ausgezahlt, Embolo oder Coke fehlten lange verletzt. Trainer Markus Weinzierl steht auf der Kippe. Und im Sommer droht der nächste Umbruch, weil 13 Spieler an Abschied denken.Sead Kolasinac kann seine Tränen nach dem Viertelfinal-Aus nicht zurückhalten. (Quelle: dpa/Ina Fassbender)Sead Kolasinac kann seine Tränen nach dem Viertelfinal-Aus nicht zurückhalten. (Quelle: Ina Fassbender/dpa)

Tuchel wählte die falsche Aufstellung

► Nach dem 2:3 im Hinspiel wäre für den BVB noch alles drin gewesen. Trainer Thomas Tuchel setzte jedoch auf Erik Durm, ließ Ousmane Dembélé und Christian Pulisic draußen. Nach 26 Minuten brachte er dann doch Dembélé für Durm, der nur einen Zweikampf gewonnen hatte – beim Stand von 0:2. Da war längst alles gelaufen und der Plan gescheitert. Noch ein Fehler: Matthias Ginter in der Abwehr aufzubieten. Der ist mittlerweile seit drei Jahren beim BVB. Eine Entwicklung war in dieser Zeit nicht zu erkennen. Das höchste Niveau scheint er einfach nicht zu erreichen.

Noch ein Problem: Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang war über 90 Minuten abgemeldet – und damit die Torgefahr.

Logisch, dass der feige Bombenanschlag die Dortmunder beeinflusst hat – aber der BVB ist in dieser Saison schon vorher zu wechselhaft in seinen Leistungen gewesen. Gegen diesen stabilen AS Monaco mit seinen schnellen Stürmern hätte er auch so verloren.

Immerhin: Mit 23,6 Jahren brachte Tuchel die jüngste Mannschaft der Champions League auf den Platz. Bleibt sie zusammen, wird sie Europa in den nächsten Jahren aufmischen.

Ancelotti wechselte unglücklich

► Bayern lief nach dem Aus gegen Schiedsrichter Kassai Sturm. Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge: "Wir wurden beschissen." Dass Real in 120 Minuten zuvor 30-mal auf das Bayern-Tor schießen durfte – davon sprach niemand mehr. Arturo Vidal wurde für eine faire Grätsche mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Dass er vorher quasi um die zweite gelbe Karte gebettelt hat – das fiel unter den Tisch. Trainer Carlo Ancelotti hätte ihn längst auswechseln können. Stattdessen nahm er kurz zuvor Vidals Nebenmann im defensiven Mittelfeld vom Platz, Xabi Alonso. Anschließend wechselte er Robert Lewandowski und damit jegliche Torgefahr aus. Ergebnis: Drei Gegentore und das Aus.

Im Hinspiel hatte Vidal übrigens einen Elfmeter verschossen – auch das war plötzlich kein Thema mehr. Bayern wäre auch ohne Schiedsrichter-Fehler ausgeschieden.

Ganze 9 von 14 Titeln in der Champions- und Europa- League in den vergangenen sieben Jahren holten spanische Klubs. Nur einen ein deutscher: Der FC Bayern. Immerhin wissen die Klubs jetzt, wo ihre Probleme liegen und haben durch das frühe Aus mehr Zeit, diese rechtzeitig zur neuen Saison zu beheben. Denn Hoffenheim und Leipzig werden bei ihrer Premiere in der Champions League kaum um den Titel mitspielen. 

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