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WM 2014: Kolumbien lässt Griechenland keine Chance

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Auch ohne Superstar Falcao  

Kolumbien lässt Griechenland keine Chance

14.06.2014, 19:58 Uhr | dpa, t-online.de

WM 2014: Kolumbien lässt Griechenland keine Chance. Die Kolumbianer bejubeln den Führungstreffer von Pablo Armero (2. v. li.). (Quelle: Reuters)

Die Kolumbianer bejubeln den Führungstreffer von Pablo Armero (2. v. li.). (Quelle: Reuters)

Auch ohne Superstar Radamel Falcao ist Kolumbien nach 16 Jahren erfolgreich auf die WM-Bühne zurückgekehrt. Getragen von ihren heißblütigen Fans kamen die Südamerikaner zum Auftakt der Gruppe C in Belo Horizonte zu einem 3:0 (1:0) gegen Griechenland und machten damit einen großen Schritt auf dem Weg zum zweiten Achtelfinal-Einzug der Verbandsgeschichte nach 1990.

Den häufig einfallslos agierenden Griechen droht dagegen wie bei ihren bisherigen zwei Endrunden-Teilnahmen (1994 und 2010) das Aus in der Vorrunde, gegen die weiteren Gruppengegner Japan und Elfenbeinküste dürfen sie sich keinen Ausrutscher mehr erlauben.

Vor 57.174 Zuschauern, darunter der Großteil in gelb gekleidet aus Kolumbien, brachte Außenverteidiger Pablo Armero die "Cafeteros" bereits in der sechsten Minute in Führung, was er mit einem ausgefallenen Torjubel feierte. Für die Vorentscheidung zum ersten kolumbianischen Auftaktsieg seit 1990 sorgte Teofilo Gutierrez (58.), den Schlusspunkt setzte James Rodriguez (90.+3).

Neu-Dortmunder Ramos nur auf der Bank

Armero, der Mann von West Ham United (2. Tor im 52. Länderspiel), sprang mit seinem Treffer für die Abteilung Attacke in die Bresche. Denn einen echten Torjäger gibt es nach dem Ausfall von 60-Millionen-Mann Falcao (Kreuzbandriss) nicht mehr. Der Angreifer des AS Monaco saß auf der Tribüne, wurde bei jeder Einspielung im Stadion aber trotzdem gefeiert. Auch der zukünftige Dortmunder Adrian Ramos musste mit einer Reservistenrolle Vorlieb nehmen.

Ein großes Abtasten gab es nicht. Kolumbien suchte gleich den Weg zum Tor und wurde schnell belohnt. Nach einem Zuspiel von Juan Cuadrado zog Armero aus gut 13 Metern ab, traf den Ball nicht einmal richtig, doch der Abwehrversuch von Kostas Manolas verlief äußerst unglücklich, sodass der abgefälschte Schuss ins Tor der Griechen trudelte. Die frühe Führung kam den Kolumbianern entgehen. Die Mannschaft von Trainer José Pekerman, der 2006 noch Argentinien bei der WM in Deutschland betreut hatte, überließ den Griechen die Spielkontrolle, war aber mit blitzschnellen Kontern brandgefährlich.

Früherer Kölner Mondragon muss auf den Rekord warten

Der Europameister von 2004 konnte mit dem höheren Ballbesitz-Anteil wenig anfangen. Viel zu statisch und einfallslos präsentierten sich die Hellenen. Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Theofanis Gekas hing in der Sturmspitze völlig in der Luft. Und als er dann in der 63. Minute die große Chance zum Anschlusstor besaß, vergab er aus drei Metern kläglich und köpfte den Ball an die Latte.

Die besten Chancen der Griechen hatte im ersten Durchgang Panagiotis Kone mit zwei Distanzschüssen (6. und 45.). Vor allem bei der Aktion kurz vor der Pause musste sich Kolumbiens Keeper David Ospina mächtig strecken. Für den früheren Kölner Torwart Faryd Mondragon blieb dagegen nur der Platz auf der Bank. Bei einem Einsatz wäre der Schlussmann mit 42 Jahren und 358 Tagen zum ältesten WM-Spieler aufgestiegen. Aktuell hält die Marke noch der frühere kamerunische Ballzauberer Roger Milla (42 Jahre und 39 Tage bei der WM 1994).

Rodriguez macht in der Nachspielzeit alles klar

Die wenigen griechischen Aktionen hätte aber wohl auch Mondragon entschärft. Auf der Gegenseite suchten die Kolumbianer schnell den Torabschluss, wenngleich sie im Strafraum meist zu überhastet agierten. Zweimal ging im ersten Durchgang von Rodriguez Gefahr aus (18. und 37.). Der Falcao-Teamkollege in Monaco war es auch, der Griechenlands Schlussmann Orestis Karnezis kurz nach der Pause zu einer Parade zwang (49.).

Neun Minuten später war es aber doch passiert. Nach einer Ecke spitzelte Abel Aguilar den Ball in die Mitte, sodass Gutierrez den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Und in der Nachspielzeit kam es beim Tor von Rodriguez noch schlimmer für Griechenland.

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