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Tennis: Deutsche Damen im Check

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So gut sind die deutschen Tennis-Damen

29.12.2012, 11:22 Uhr | mlm, t-online.de

Tennis: Deutsche Damen im Check. Julia Görges, Barbara Rittner, Angelique Kerber und Andrea Petkovic. (Quelle: imago/Zimmer)

Julia Görges, Barbara Rittner, Angelique Kerber und Andrea Petkovic. (Quelle: Zimmer/imago)

Angelique Kerber wird bei der Wahl zur "Sportlerin des Jahres 2012" nur von Magdalena Neuner geschlagen. Andrea Petkovic parliert im Fernsehen mit Ulrich Wickert über Werte in der Gesellschaft. Und selbst ein augenscheinlich harmloser medizinischer Eingriff bei Julia Görges wird in die Öffentlichkeit getragen. Das deutsche Damen-Tennis interessiert wieder, selbst in der turnierlosen Winterzeit.

Grund genug, einen Blick auf unsere fünf vielversprechendsten Damen auf der WTA-Tour zu werfen und zu fragen: Worauf dürfen sich die deutschen Tennis-Fans 2013 freuen?

1. Angelique Kerber - die Gejagte

Die 24-jährige Kerber ist der neue Stern am deutschen Tennis-Himmel. Als Nummer fünf der Welt steht sie so gut da wie keine andere DTB-Spielerin seit Steffi Graf. Erstmals seit Anke Huber vertrat sie wieder Schwarz-Rot-Gold bei einer WM. Und als einziger Deutschen gelangen ihr 2012 zwei Turniersiege, dazu kamen der Halbfinal-Einzug in Wimbledon und zwei weitere Finalteilnahmen. Ist der erste Grand-Slam-Titel oder der Platz als Nummer eins der Welt als ganz nahe?

Davon will die Linkshänderin (noch) nichts wissen. Dafür fehlt ihr vor allem noch ein gefährlicher zweiter Aufschlag. In einem Interview mit der "FAZ" gestand sie jüngst ein, dass dieser sie noch am meisten von Spielerinnen wie Serena Williams und Victoria Azarenka unterscheiden würde. "Und manchmal fehlt es noch an Erfahrung, das habe ich bei der WM gemerkt." Das Selbstvertrauen schmälern diese Erkenntnisse jedoch nicht. Im Gegenteil: "Ich bin da jetzt mittendrin, ich bin eine von denen, die oben mitspielen." Und damit im nächsten Jahr auch nicht mehr die Jägerin, sondern eine der Gejagten.

2. Julia Görges - die Unkonstante

Julia Görges ist hinter Kerber nominell die Nummer zwei des deutschen Tennis. Als 18. der Weltrangliste steht sie nur knapp hinter der besten Platzierung ihrer Karriere (15.). Für die 24-Jährige beginnt das kommende Jahr mit einer riesigen Umstellung. Erstmals wird sie nicht mehr mit Kontaktlinsen auf den Tennisplatz gehen - ein Umstand, der 2012 bei den French Open das Weiterkommen gekostet hatte. "Nachdem ich mir die Augen habe lasern lassen, kann ich sogar 120 Prozent sehen. Fühlt sich toll an nach zehn Jahren Brille oder Kontaktlinsen", teilte sie mit.

Vielleicht hilft ihr dieser Umstand, künftig ihre enormen Leistungsschwankungen in den Griff zu bekommen. Denn trotz des guten WTA-Rankings war von Erstrunden-Niederlagen bis Finalteilnahmen 2012 regelmäßig alles dabei. Und selbst während einer Turnierwoche schien sie selbst nicht immer zu wissen, wie gut sie gerade war. Dabei hat sie von der Fitness bis zum harten Aufschlag von über 200 km/h alles, was nötig ist, um den nächsten Schritt zu machen. Und der heißt: Die Zeiten, in denen eine dritte Runde bei einem Grand Slam schon ein gutes Ergebnis war, sind vorbei. Görges kann mehr und muss das 2013 beweisen.

3. Sabine Lisicki - die Powerfrau

Wimbledon-Time ist Lisicki-Time: Immer, wenn es auf Rasen geht, spielt das "Fräulein-Wunder" groß auf. 2012 durfte sie gleich zweimal ran, beim Grand Slam und bei Olympia. Doch damit hörten die guten Nachrichten für "Bum-Bum-Biene" fast schon wieder auf. Das Achtelfinale bei den Australian Open zählte noch zu den besseren Resultaten, ansonsten hagelte es besonders gegen Ende der Saison Erstrunden-Pleiten. Stand sie im Mai noch auf Platz zwölf der Welt, fiel sie zum Ende des Jahres auf 37.

Dabei verfügt Lisicki über harte Schläge wie kaum eine andere Spielerin im Tenniszirkus. Doch die 23-Jährige steht sich ähnlich wie Görges oft selbst im Wege, Zweifel mischen sich zu schnell in ihr Spiel. Niederlagen wie die letzte des Jahres gegen die Belgierin Flipkens in Luxembourg sind beispielhaft für die junge Deutsche. Trotz Satzführung bringt sie Matches nicht nach Hause, anfänglich gute Leistungen enden in Selbstaufgabe. 2013 startet sie einen neuen Anlauf - Melbourne war in diesem Jahr zumindest ein gutes Pflaster.

4. Mona Barthel - das Küken

Die Jüngste in der Runde der deutschen Tennisspielerinnen ist Mona Barthel. Die 22-Jährige steht auf Rang 39 der Welt und ist eine der Aufsteigerinnen des Jahres. Die Saison begann mit einer Sensation, als sie in Hobart ihr erstes WTA-Turnier gewann. Und auch in den Folgemonaten überzeugte sie, sammelte fleißig Weltranglistenpunkte und zeigte dank einer Wildcard auch in Stuttgart vor heimischem Publikum, dass künftig mit ihr zu rechnen ist. Danach ging es aber ebenso rapide wieder bergab. Lediglich zwei Halbfinalteilnahmen in Bastad und Quebec retteten sie vor dem Absturz aus den Top 50, ansonsten war spätestens nach Runde zwei Schluss.

Wegen ihres erfolgreichen ersten Halbjahres 2012 werden für sie auch 2013 die ersten Monate entscheidend sein. Dann muss sie aufgrund ihrer Erfolge in der Vorsaison viele Punkte verteidigen. Verliert sie diese, wird sie sich schnell wieder in Qualifikationsrunden wiederfinden. Schafft sie es aber, an ihre guten Leistung anzuknüpfen, stehen ihr ab dem zweiten Saisondrittel 2013 die Türen zu einer höheren Ranglisten-Position offen. In jedem Fall verspricht die kommende Saison für Barthel richtungsweisend zu werden.

5. Andrea Petkovic - die Verletzte

Eigentlich müsste an dieser Stelle Annika Beck stehen, schließlich ist die erst 18-Jährige in der Welt bereits auf Rang 77 vorgerückt und hat 2012 immerhin sechs Turniere der ITF-Serie gewonnen. Doch trotz ihrer schlechteren Platzierung wollen wir an dieser Stelle einen Blick auf Andrea Petkovic werfen. Sie ist das warnende Beispiel dafür, wie schnell es im Tennis gehen kann. Ende 2011 sprach "Petko" als Nummer neun der Welt noch von einem möglichen ersten Grand-Slam-Sieg. Nun findet sich die 25-Jährige auf Platz 140 der Welt wieder.

Erst ein Ermüdungsbruch, dann ein doppelter Bänderriss, schließlich der Abstieg beim Fed-Cup-Comeback: Das Jahr 2012 endet für die Darmstädterin so, wie es begann - mit Tränen und einer Verletzung. Die Zukunft soll da besser aussehen. Die Chancen stehen gut. Petkovic muss nahezu keine Punkte verteidigen, kann befreit aufspielen und sich Stück für Stück wieder hocharbeiten in der Welt. "Ich glaube zu hundert Prozent, dass sie es wieder in die Top 15 schafft", ist auch Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner überzeugt. "Sie ist einfach zu gut und zielorientiert."

6. Fed-Cup-Team - die Absteiger

Apropos Fed-Cup: Wenn es eine riesige Enttäuschung im deutschen Damen-Tennis 2012 gab, dann die Leistung der Ladies als Team. Eigentlich ist es kaum zu glauben, dass Deutschland abgestiegen ist und damit nicht mehr zu den besten Nationen der Welt gehört. Hochgehandelt und tief gefallen - so lautet in jedem Fall die Bilanz der Mannschaft Rittners.

Zwar spricht man beim DTB davon, wie wichtig es ist, 2013 sofort wieder aufzusteigen. So ganz angekommen ist diese Botschaft bei den Einzelkämpferinnen aber noch nicht. An ihre Fed-Cup-Pläne habe Kerber "um ehrlich zu sein noch gar nicht gedacht", gestand sie gerade erst ein. "Aber natürlich wollen wir wieder aufsteigen, um dann im Jahr darauf wieder die Chance auf den Titel zu haben." Es ist nicht selbstverständlich, nach einem Abstieg schon wieder von einem Titel zu sprechen. Doch die Ansprüche sind offenbar gewachsen. Jetzt müssen nur noch die Leistungen konstanter werden. Bei allen fünf Kandidatinnen.

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