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Schweizer Tatort "Kriegssplitter": Düster und traurig

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Düster und traurig  

Im Schweizer "Tatort: Kriegssplitter" gab es nichts zu lachen

06.03.2017, 10:33 Uhr | Janna Specken

Hochspannend: Im "Tatort" stehen Ermittler vor vielen Rätseln. (Quelle: Bit Projects)
Spannend: Im "Tatort" stehen Ermittler vor vielen Rätseln

Tatort-Kritik: Kriegssplitter Ein toter Journalist, ein Selbstmordattentat und eine traumatische Kindheit: Der Schweizer Tatort „Kriegssplitter“ stellt die Ermittler Flückiger und Ritschard vor viele Rätsel. Flückiger wird Augenzeuge eines Mordes. Das Motiv ist schnell klar: Der Tote war Journalist und arbeitete an der Aufdeckung eines Kriegsverbrechens. Dann ist da noch Nura Achmadova. In Luzern sucht sie nach ihrem Bruder. Mit ihm teilt sie ein dramatisches Erlebnis aus ihrer Heimat Tschetschenien. Mit Onkel Ramzan baut Regisseur Tobias Ineichen einen weitere Plot ein. Dieser ist in illegale russische Machenschaften verstrickt. Der Tatort „Kriegssplitter“ verlangt dem Zuschauer einiges ab. Mehrere Handlungsstränge stoßen aufeinander; Langeweile kommt im Sonntagskrimi an keiner Stelle auf. Das Fazit: Der Schweizer Tatort ist bitterernst und hochspannend. Wer Lust auf einen düsteren Krimiabend hat, sollte am Sonntag unbedingt einschalten.

Spannend: Im "Tatort" stehen Ermittler vor vielen Rätseln


Ernst, ernster, Schweizer "Tatort". Die Ermittler machen sich auf die Suche nach einem Kriegsverbrecher aus Tschetschenien. Im Wettlauf mit den Russen geraten sie dabei in einen Rachefeldzug der Kriegsopfer.

Motive gibt es im "Tatort" immer - mal sind sie mehr nachvollziehbar, mal weniger. In "Kriegssplitter" gibt es gleich mehrere Gründe, für mehrere Taten und das macht das Ganze schon ein wenig schwierig.

Verwirrende Handlung

Am Anfang stirbt der Journalist. Das gerät im Laufe des Films fast schon ein bisschen in den Hintergrund. Denn da ist ja noch die junge Nura (Yelena Tronina), die ihren Bruder Nurali (Joel Basman) aufsucht.

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In ihrer Kindheit ist ihnen etwas schlimmes angetan worden, an das sich Nurali nicht mehr erinnert. Die eigenen Mutter hat sich in die Luft gesprengt. Ein Selbstmordattentat, heißt es später. Doch Nura weiß, es ist alles ganz anders.

Denn da gibt es noch den Onkel Ramzan (Jevgenij Sitochin). Der wiederum wird von Michal (Ican Shvedoff) gesucht, der wiederum mehr oder weniger mit den Russen gemeinsame Sache macht. Nicht mehr mitgekommen? Das war auch das Gefühl, welches man streckenweise beim Schauen hatte.

Tatort: Kriegssplitter (Quelle: ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler)Reto Flückiger (Stefan Gubser) stößt bei seinen Ermittlugen auf Pjotr Sorokin (Vladimir Korneev). (Quelle: ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler)

Ein Stilmittel? Vielleicht, denn im Krieg kommt man eben oft nicht mit, da gelten andere Regeln. Da versteht man nicht, warum ein Mann Frauen für Selbstmordattentate instrumentalisiert und die eigene Ehefrau tatenlos zusieht. Da kommt man nicht mit, wenn verwaiste Zwillinge auseinandergerissen werden.

Die Lösung

Die Ermittler Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) kommen, trotz Wirrwarr auf die richtige Spur. Sie lösen natürlich den Fall und können klären, wer den fast vergessenen Journalisten getötet hat.

Einer der meistgesuchten Terroristen - der Kopf einer muslimischen Terrororganisation ist am Ende tot. Doch erleichtert ist nach diesem "Tatort" wohl niemand. Was am Ende bleibt, ist ein Kloß im Hals und ein Kopfschütteln über die Ungerechtigkeiten, die ein Krieg hinterlässt, egal wann und egal wo.

Das war überflüssig

Tatort: Kriegssplitter (Quelle: ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler)Die Affäre zwischen Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Eveline Gasser (Brigitte Beyeler) kommt durch einen Mord ans Licht. (Quelle: ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler)

Am Anfang des Films vergnügt sich Reto mit seiner Affäre, die der Zuschauer in dieser Folge übrigens zum ersten Mal zu Gesicht bekommt. Doch eigentlich passt diese Geschichte nicht in den Fall. Retos Beziehung zu der verheirateten Frau kommt durch den Tod des Journalisten ans Licht, wirkt aber eher störend und deplatziert, als eine ergänzende Nebenhandlung.

Fazit

8 von 10 Punkten.

Der "Tatort" ist ernst, realistisch und spannend bis zur letzten Szene. Gelacht wird in diesem "Tatort" aber kein einziges Mal.

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