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Kräuter: Das sind die gesündesten Küchen-Kräuter

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Küchenkräuter mit Zusatznutzen  

Kresse und Basilikum sind gut für den Darm

25.06.2014, 14:01 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Kräuter: Das sind die gesündesten Küchen-Kräuter. Kresse lindert Blähungen und Basilikum kurbelt die Verdauung an. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kresse lindert Blähungen und Basilikum kurbelt die Verdauung an. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Basilikum, Kresse, Schnittlauch oder Dill: Kräuter verleihen jedem Gericht eine besondere Note und sind gesund: "In Kräutern finden wir eine ganze Menge sekundärer Pflanzenstoffe, die so in Obst und Gemüse nicht vorkommen" erklärt Brigitte Neumann, Diplom Ökotrophologin und Kräuterexpertin. Uns verrät sie, welche Kräuter besonders nützlich sind.

"Kräuter sind richtige Nährstoffbomben", betont Neumann. "Sie enthalten Vitamine, Mineralien und wichtige sekundäre Pflanzenstoffe." Besonders in der Grillsaison seien Kräuter als Gesundheitshelfer nicht wegzudenken. "Dill, Basilikum, Petersilie und Schnittlauch beispielsweise machen jeden Salat bekömmlicher", erklärt die Ernährungsexpertin. Schon ein Esslöffel im Salat reiche für die wohltuende Wirkung aus.

Kresse gegen Blähungen

Petersilie unterstützt der Ökotrophologin zufolge die Nierenfunktion und sorgt so dafür, dass der Wasserhaushalt im Körper in Balance bleibt. Kresse hingegen wirke Blähungen entgegen und Basilikum fördere die Verdauung. Auch Dill sei gut für den Magen, erklärt Neumann. Er wirke zudem entspannend und ausgleichend. Ein Gericht mit diesen Kräutern ist also genau das Richtige nach einem stressigen Arbeitstag.

Mit Kräutern grillen

Wer gerne grillt, sollte auf die grünen Kräuter ebenfalls nicht verzichten: "Thymian, Rosmarin, Oregano und Majoran sind aufgrund ihrer sekundären Pflanzenstoffe ein echter Geheimtipp gegen ungesunde verbrannte Stellen auf dem Grillgut", erklärt Neumann.

Kräuter neutralisieren krebserregende Kohlenwasserstoffe

Studien hätten gezeigt, dass die beim Grillen entstehenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, durch die Kräuter bis zu einem gewissen Grad neutralisiert werden können. PAK entstehen bei der Verbrennung, wenn Fett vom Grillgut in die glühenden Kohlen tropft. Noch besser ist es allerdings, dafür zu sorgen, dass nicht allzu viel Fett in die Glut gelangt.

"Außerdem sorgen die Kräuter dank ihrer antibakteriellen Wirkung dafür, dass das Fleisch nicht so schnell verdirbt", ergänzt die Expertin. "So haben Keime nicht so leicht eine Chance."

Salbei und Thymian bei Halskratzen

Die Bakterien und Viren hemmende Wirkung könne man sich besonders bei Thymian und Salbei zunutze machen. "Thymian wirkt antiviral und schleimlösend und ist daher ein guter Helfer bei Husten und Erkältungen – nicht nur als Gewürz im Essen, sondern auch als Tee getrunken. Salbei wirkt ebenfalls desinfizierend", erklärt Neumann. Wer nach einer kühlen Sommernacht mit Halskratzen zu kämpfen hat, könne auch ein Salbeiblatt lutschen. Das helfe ausgezeichnet. Der perfekte Durstlöscher für kühle Tage ist laut Neumann ein Tee aus frischer Minze und Melisse. Die ätherischen Öle wirken kühlend und schweißhemmend.

Schnittlauch ist ein guter Eisenlieferant

Wer seinem Körper zusätzlich Eisen zuführen möchte, wie beispielsweise Veganer und Vegetarier, sollte regelmäßig Schnittlauch in seinen Speiseplan aufnehmen, so die Empfehlung der Ernährungswissenschaftlerin. Auch Borretsch sei ein guter Eisenlieferant. "Das Tolle ist, dass diese Kräuter zudem noch jede Menge Vitamin C enthalten, das die Eisenaufnahme unterstützt." Kalium, Magnesium und Kalzium sind in besonders großer Menge in Kresse, Schnittlauch und Petersilie enthalten, wie Neumann weiß.

Ihr persönlicher Tipp: Kartoffeln mit selbstgemachtem Kräuterquark. "Das ist ein sehr gesundes Essen, das unseren Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Am besten gibt man auch hier noch eine Knoblauchzehe hinzu." Knoblauch sei sehr gesund für das Herz, wirke blutverdünnend und senke den Blutdruck. Auch Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Blähungen und Verstopfung beugt der Knoblauch vor. Generell stärken die Wirkstoffe der Knolle das Immunsystem.

Die Menge macht das Gift

Wichtig sei, dass die Kräuter vertragen werden, betont die Expertin. "Es gibt Menschen, die haben eine Abneigung gegen bestimmte Kräuter. Diese natürliche Abwehr des Körpers sollte man nicht umgehen." Generell sei es die Menge, die das Gift mache. "Werden Kräuter in normaler Menge verzehrt, leisten diese einen wichtigen Beitrag für unsere Gesundheit", sagt Neumann. "Wer es aber übertreibt, riskiert gesundheitliche Schäden."

Grüne Smoothies nicht unbedingt gesund

Besonders grünen Smoothies steht die Expertin kritisch gegenüber: "Da sind die Wirkstoffe so geballt vorhanden, da sollte man besser vorsichtig sein." Wer jeden Tag ein Bündel Petersilie oder einen Topf Basilikum verzehre, der erhöhe langfristig das Nierenkrebsrisiko, so die Warnung. "Es steigt durch gewisse sekundäre Pflanzenstoffe der Kräuter, wie zum Beispiel Estragol im Basilikum, die über die Nieren ausgeschieden werden", erklärt Neumann. Basilikum zu Tomate Mozzarella, zwei Mal Nudeln mit Pesto in der Woche oder Petersilie in Salat und Suppe seien aber unbedenklich.

Diese Kräuter am besten frisch verzehren

Die Expertin rät, Kräuter wie Dill, Basilikum und Petersilie am besten frisch zu verarbeiten, da sie dann die meisten Vitalstoffe haben. Thymian, Rosmarin, Bohnenkraut und Salbei hingegen behalten ihre positiven Eigenschaften auch in getrocknetem Zustand. "Tiefgefrorene Kräuter sind, was den Vitamingehalt angeht, so ein Mittelding", sagt sie. "Die Mineralien bleiben auf jeden Fall erhalten."

Kräutersalz für jeden Tag

Man kann Kräuter auch in Salz konservieren. Hierzu hackt man 40 Gramm frische oder 20 Gramm getrocknete Kräuter seiner Wahl und vermengt diese mit 80 Gramm Salz. Wer mag, gibt noch eine geriebene Knoblauchzehe hinzu. "Das ist besser als jede Gewürzmischung aus dem Geschäft", sagt Neumann. "Hier weiß man genau, was drin ist." Die selbstgemachte Mischung sei gesund und jeden Tag ein Esslöffel gemischter Kräuter stelle alle Nahrungsergänzungsmittel in den Schatten, betont die Expertin.

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