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Schmerztherapie: Medikation durch Schmerzpumpe

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Schmerztherapie: Medikation durch Schmerzpumpe

04.01.2013, 14:53 Uhr | nk (CF)

Die patientengesteuerte Schmerztherapie, auch Schmerzpumpe oder PCA (Patient-Controlled Analgesia) genannt, erlaubt es dem Patienten, sich bei Schmerzen selbst ein Medikament zu injizieren. Sie findet vor allem nach Operationen Anwendung und gilt als sehr effektiv.

Formen der PCA

Die Injektion über die Schmerzpumpe kann an verschiedenen Orten im Körper erfolgen – je nach Schmerzart und Bedürfnissen des jeweiligen Patienten. Bei Operationen kommt die PCA oft intravenös zum Einsatz. Der Patient erhält einen Venenzugang, über den er selbst die Abgabe der Medikamente steuern kann. Auch möglich ist eine PCA über das Rückenmark, gezielt an bestimmten Regionen des Körpers (periphere Nervenblockade) oder über die Haut. Die intravenöse PCA ist jedoch die häufigste Form. Nach der Abgabe einer bestimmten Menge des Medikaments tritt in der Schmerzpumpe für eine gewisse Zeit eine Sperre ein, sodass eine Überdosierung nicht möglich ist.

Schmerzpumpe: Bewährt nach Operationen

Wenn nach einer Operation die Betäubung abgeklungen ist, hat der Patient oft noch starke Schmerzen. Das gilt insbesondere für Eingriffe im Bauchbereich. Daher müssen noch für einen gewissen Zeitraum immer wieder Medikamente eingenommen werden. Ärzte berichten, dass der Einsatz von Schmerzpumpen sich bewährt habe: Der Patient kann sofort reagieren, wenn er Schmerzen verspürt, und muss nicht darauf warten, dass ein Pfleger ihm die Medikamente bringt. So vergeht weniger Zeit, bis eine Schmerzlinderung eintritt.

Möglich ist eine Therapie mit der Schmerzpumpe auch bei chronischen Schmerzen. Der Arzt verschreibt dann die PCA und erläutert die Funktionsweise. Üblicherweise wird die Schmerzpumpe während des normalen Alltags nah am Körper getragen, in einigen Fällen ist auch eine Implantation sinnvoll. (So verläuft die postoperative Schmerztherapie)

Das ist bei der Therapie zu beachten

Obwohl eine Überdosierung bei der Schmerzpumpe in der Regel durch die technischen Einstellungen nicht möglich ist, muss die PCA vor allem nach einer Operation aufmerksam von Ärzten und Pflegekräften überwacht werden. Kommt es zu Komplikationen oder Nebenwirkungen, muss das medizinische Personal sofort reagieren können.

Vor der Operation muss der Arzt den Patienten detailliert in die Funktion der Schmerzpumpe einweisen und ihn über mögliche Komplikationen aufklären. Für Demenzpatienten, Patienten mit sonstiger geistiger Einschränkung und Kleinkinder ist eine Therapie mit der Schmerzpumpe nicht geeignet. (Chronische Schmerzen ohne Medikamente behandeln)

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