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Mumps: Alles über Impfung, Inkubationszeit und Symptome

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Impfung, Inkubationszeit und Symptome  

Das sollten Sie über Mumps wissen

21.05.2013, 13:45 Uhr | ade

Die ansteckende Infektionskrankheit Mumps - häufig auch als Ziegenpeter oder Parotitis epidemica bezeichnet – zählt zu den gängigen Kinderkrankheiten. Geschwollene Backen sind das typische Symptom der Krankheit. Wir erklären, auf was Sie achten müssen.

Wie wird Mumps übertragen?

Eine Ansteckung mit der Viruserkrankung erfolgt normalerweise über eine Tröpfcheninfektion. Beim Husten, Spucken oder Niesen gelangen feine Speicheltropfen über die Luft oder durch unmittelbaren Körperkontakt von Mensch zu Mensch. Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollten Sie den Kontakt mit an Mumps erkrankten Personen so weit wie möglich meiden. In der Regel findet eine Erkrankung nur einmal im Leben statt, danach besteht eine Immunität gegen die Viren.
Ausführlich: So wird Mumps übertragen

Symptome

Auf diese Anzeichen sollten Sie achten

Ein Viertel aller Mumps-Erkrankungen läuft gänzlich unbemerkt ab, so dass die Betroffenen kaum, oder gar keine Symptome zeigen. In den meisten Fällen hingegen, zeigen sich zwölf bis 25 Tage nach der Ansteckung diese Symptome:

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • trockener Mund
  • Fieber
  • Schwellung der Ohrspeicheldrüse – einhergehend mit dicken Hamsterbacken
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Ohrenschmerzen
  • Ohrläppchen stehen leicht ab
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen

Ausführlich: Symptome von Mumps erkennen

Behandlung

Das können Sie gegen Mumps tun

Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt. Am besten informieren Sie ihn schon bei der Terminabsprache, dass Sie den Verdacht auf Mumps haben. Um Ansteckungen zu vermeiden, werden Sie dann wahrscheinlich gar nicht in die Praxis einbestellt. Medikamente gegen Mumps gibt es keine. Folgende Tipps helfen, die Symptome der Viruserkrankung zu lindern:

  • viel Trinken
  • Mundspülung gegen die Trockenheit der Schleimhäute
  • feucht-warme Umschläge der geschwollenen Speicheldrüsen
  • Bettruhe
  • Wadenwickel
  • fiebersenkende Medikamente

Ausführlich: So behandeln Sie Mumps

Inkubationszeit

Mumps ist bereits vor den ersten Symptomen ansteckend

Erste Mumps-Symptome zeigen sich in der Regel erst 16 bis 18 Tage nach der Infizierung. Das Tückische ist, bereits eine Woche, bevor die typische Schwellung sichtbar wird, bis neun Tage nach deren Erscheinen, ist Mumps ansteckend. Die Gefahr einer Übertragung ist in der Phase direkt nach der Infektion am höchsten.

Impfung

Das sollten Sie über die Impfung wissen

Der abgeschwächte Lebendimpfstoff wird in zwei Dosen verabreicht. Üblicherweise wird in Kombination mit Masern und Röteln geimpft. Die erste Dosis der sogenannten MMR-Impfung (Mumps-Masern-Röteln) wird zwischen dem elften und 14. Lebensmonat verabreicht. Die zweite Impfung wird, mindestens vier Wochen danach, spätestens aber gegen Ende des zweiten Lebensjahres gegeben. Einen sicheren Schutz bietet die Impfung gegen Mumps nicht. In seltenen Fällen kann dennoch eine Erkrankung erfolgen. Gründe hierfür können Immunschwächen oder Fehler bei der Lagerung der Impfstoffe sein.

Ausführlich zum Thema Impfung:
Ist die MMR-Impfung gefährlich?
Rückkehr zur Impfpflicht vorerst kein Thema
Impfungen und Impftermine für Kinder

Mumps bei Erwachsenen

Die Kinderkrankheit trifft auch Erwachsene

Entgegen der landläufigen Annahme, es handele sich bei der Infektion ausschließlich um eine Kinderkrankheit, können sich auch Erwachsene mit dem Virus infizieren. Wer nicht geimpft ist oder in früheren Lebensjahren die Krankheit durchgemacht hat, ist nicht geschützt.

Ausführlich: Mumps bei Erwachsenen

Mumps in der Schwangerschaft

Schadet das Virus dem ungeborenen Kind?

Viele werdende Mütter fürchten, dass das Ungeborene durch eine Mumps-Infektion Schaden erleidet. Eine Infektion durch das Virus ist nur im ersten Schwangerschaft-Drittel gefährlich. In der Phase kann es zu einer Fehlgeburt kommen. Bei späteren Infektionen ist weder mit Komplikationen noch mit Fehlbildungen des Kindes zu rechen. Dennoch gilt: Bei Verdacht auf eine Mumps-Erkrankung wenden Sie sich umgehend an Ihren Gynäkologen.

Komplikationen

Anzeichen für Folgekrankheiten ernst nehmen

Eine Hirnhautentzündung (Meningitis) ist eine Komplikation der Mumps-Erkrankung. Anzeichen dafür können Kopfschmerzen sein. Unter ärztlicher Behandlung heilt eine Meningitis fast immer völlig folgenlos und ohne Schäden ab. Gleiches gilt für eine schmerzhafte Schwellung im Bereich der Hoden. Die sogenannte Mumps-Orchitis tritt bei jedem vierten männlichen Patienten auf.

Ausführlich: Mumps - Verlauf und Komplikationen

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