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Tipps und Tricks beim Hämmern

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Die Wahl des richtigen Werkzeugs  

Die besten Tipps für Hammer und Nagel

02.05.2017, 10:24 Uhr | sj, t-online.de

Wie Sie einen Nagel ohne Panne in die Wand bringen
Nagel ohne Panne in die Wand bringen

Endlich kein dicker Daumen und keine Macken an der Wand mehr.

Nagel ohne Panne in die Wand bringen


Wer mal eben zwei Hölzer verbinden oder ein kleines Bild aufhängen will, greift gewöhnlich zu Hammer und Nagel. Damit lassen sich derlei Aufgaben schnell erledigen. Dabei ist vor allem die Wahl des richtigen Werkzeugs enorm wichtig. 

Die Pannengefahr beim Hämmern ist groß. Wenn man nicht aufpasst, reißt das Holz oder man haut sich auf den Finger. Trifft man nicht richtig, bekommt außerdem das Werkstück schnell hässliche Dellen. Solche Pannen lassen sich mit den richtigen Tricks einfach vermeiden. Mit Wäscheklammer und Papierstreifen verhindert man Schäden.

Schon Kleinigkeiten sind entscheidend, wenn beim Hämmern nichts schief gehen soll. Das fängt beim Halten des Hammers an. Damit man bei wenig Kraftaufwand möglichst viel Schwung mitnimmt, sollte man den Hammer unbedingt am Stielende halten und dann locker aus dem Ellenbogen schlagen. So braucht man weniger Schläge. Der Nagel wird dabei zunächst unterhalb des Nagelkopfes festgehalten und mit ein paar leichten Schlägen soweit ins Holz geschlagen, bis er von alleine hält. Danach kann man kräftiger zuschlagen.

So hauen Sie sich nicht auf den Finger 

Um die Finger nicht zu verletzen, solange man den Nagel noch festhalten muss, kann man mit Hilfsmitteln arbeiten. Bei längeren Nägeln hält man den Nagel mit einer Zange oder Wäscheklammer fest, bei kürzeren Nägeln hilft ein Stück Pappe. Man spießt den Nagel durch den Pappstreifen, positioniert ihn dann an der gewünschten Stelle und hält den Pappstreifen am langen Ende fest, während man auf den Nagel haut. Steckt der Nagel dann fest im Holz, wird die Pappe einfach abgerissen. Um besser zu treffen, sollte man beim Schlagen den Nagel anvisieren, statt auf den Hammer zu schauen.

Dellen im Holz beseitigen

Sollte trotz aller Vorsicht mal ein Schlag danebengehen, ist eine Delle im Werkstück kaum zu vermeiden. Um den Schaden wieder zu beheben, gibt man einfach etwas heißes Wasser auf die Druckstelle. Das lässt das Holz wieder aufquellen. Möglicherweise muss die Stelle anschließend ein wenig nachgeschliffen werden.

Verhindern, dass das Holz reißt

Wenn man Nägel in Holz schlägt, besteht immer die Gefahr, dass das Holz reißt. Das kann man mit verschiedenen Maßnahmen verhindern. Zum einen sollte der Nagel nicht zu dick sein. Zum anderen sollte man am Brettende darauf achten, eine Reihe von Nägeln nicht in die gleiche Faser zu hauen. Besser ist es, die Nägel versetzt ins Holz zu schlagen. Das Reißen des Holzes lässt sich auch verhindern, indem man bei größeren Nägeln mit einem dünnen Bohrer vorbohrt.

 Beim Hämmern passieren leicht Pannen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Beim Hämmern passieren leicht Pannen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

So halten genagelte Verbindungen besser

Damit die Holzverbindungen – zum Beispiel Eckverbindungen, bei denen zwei Bretter eine rechtwinklige Ecke bilden – besonders gut halten, ist es ratsam, die Nägel schräg einzuschlagen. Am besten schlägt man die Nägel abwechselnd nach rechts und links geneigt ein. Auch die Länge des Nagels ist wichtig für guten Halt. Als Faustformel gilt, dass etwa zwei Drittel des Nagels in dem haltenden Holzstück sitzen sollten.

Hat man den Nagel mal zu lang gewählt, so dass die Spitze an der Unterseite des Werkstücks herausschaut, kann man daraus sogar eine besonders haltbare Verbindung schaffen. Man legt einfach eine schmale Dreikantfeile neben die überstehende Nagelspitze und faltet den Nagel dann mit ein paar gezielten Schlägen um das Eisen. Dann zieht man die Feile heraus und versenkt den gefalteten Nagel im Holz.

Der richtige Hammer

Neben einer guten Technik beim Einschlagen, ist auch der richtige Hammer wichtig. Dieser sollte weder zu leicht, noch zu schwer sein. Wenn Sie das Gewicht des Hammers für das Einschlagen nutzen, benötigen Sie weniger Energie, den Nagel in die Wand zu bekommen. Zudem erhöht ein weites Ausholen die Verletzungsgefahr – ein genaues Anvisieren wird schwieriger und die Chance steigt, den Finger anstelle des Nagels zu treffen. Ideal sind Hammer mit einem Gewicht zwischen 300 und 500 Gramm. Mit ihnen sind die Nägel meist bereits schon mit drei Schlägen in der Wand. 

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