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Shabby Chic selber machen: Anleitung Schritt für Schritt

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Neu auf alt machen  

Vintage-Möbel im Shabby Chic selber machen

19.04.2017, 16:28 Uhr | Karin Henjes; rw, t-online.de

Shabby Chic selber machen: Anleitung Schritt für Schritt. Shabby Chic zum Selbermachen: Maritta Schlotter macht aus einem ausrangierten Stuhl ein kleines Vintage-Highlight. (Quelle: Vintage Wohnwerkstatt)

Shabby Chic zum Selbermachen: Maritta Schlotter macht aus einem ausrangierten Stuhl ein kleines Vintage-Highlight. (Quelle: Vintage Wohnwerkstatt)

Vintage-Möbel sind schon seit einigen Jahren ein anhaltender Einrichtungstrend, den sich viele Verbraucher einiges kosten lassen. Zahlreiche Möbeldesigner und -hersteller trimmen ihre neuen Kreationen bewusst auf alt und gestalten ihre Stücke im so genannten Shabby Chic. Doch warum sollte man auf alt getrimmte neue Möbel teuer kaufen, wenn man selbst noch ein paar ausrangierte Schätzchen zuhause stehen hat? t-online.de verrät, wie Sie sich mit Schleifpapier und etwas Farbe Vintage-Möbel im Shabby Chic selber machen können.

Wer allerdings glaubt, Omas alte Kommoden, Tische und Stühle ließen sich mit ein paar wenigen Pinselstrichen in schmucke Nostalgiestücke verwandeln, der täuscht sich dann doch. Es bedarf schon etwas mehr, um alten, ausranggierten Möbeln den begehrte Shabby-Look zu verpassen, erzählt Schlotter, die in ihrer "Vintage Wohnwerkstatt" in Quedlinburg alte Schätzchen professionell "aufmöbelt".

Profi-Tipps für den selbstgemachten Shabby Chic

Angefangen hat es vor vier Jahren: Maritta Schlotter – zuvor lange Zeit "Schreibtischmensch", wie sie selbst sagt – gab ihrem Leben noch einmal eine neue Wendung. In einem Alter, in dem die ersten schon an die Rente denken, griff sie zu Schwamm, Schleifpapier und Pinsel und machte zunächst den heimischen Garten zur Aufmöbelstation für Flohmarktfunde. 2011 ist das Hobby dann zur Profession geworden. Seitdem betreibt Schlotter ihre "Vintage Wohnwerkstatt" und vertreibt ihre Möbel über einen eigenen Shop auf der E-Commerce-Plattform "DaWanda".

Schritt für Schritt Vintage-Möbel im Shabby Chic selber machen

Am Beispiel eines alten Stuhls zeigt uns die Expertin, wie man den begehrten Shabby Chic kreiert: Nachdem man das Möbelstück sorgfältig mit Soda-Flüssigreiniger gesäubert und etwaige Metallbeschläge entfernt hat, wird es von Hand mit 280er-Schmirgelpapier abgeschliffen. Für große Flächen kann man einen Schwingschleifer oder Heißluft-Fön benutzen. Hinterher muss der Staub weggesaugt und das Möbel am besten einmal nebelfeucht abgewischt werden. Zum Streichen verwendet Schlotter 15 bis 20 Zentimeter breite Schaumstoffrollen. "Es wird gleichmäßiger und man sieht keine Pinselstriche", gibt sie den Rollen gegenüber dem Streichen mit Pinseln den Vorzug.

Zunächst das Möbelstück gründlich glatt schleifen. (Quelle: Vintage Wohnwerkstatt)Zunächst das Möbelstück gründlich glatt schleifen. (Foto: Vintage Wohnwerkstatt) Die Farbe mit einer Schaumstoffrolle auftragen. (Quelle: Vintage Wohnwerkstatt)Die Farbe mit einer Schaumstoffrolle auftragen. (Foto: Vintage Wohnwerkstatt)

Nun streichen Sie das Möbelstück mit ölhaltiger weißer Vorstreichfarbe. Sie sollte hinterher am besten über Nacht trocknen (Herstellerangaben zu Trocknungszeiten beachten). Für einen noch stärker ausgeprägten Shabby-Effekt kann man auch mit Rot, Blau oder Grün vorstreichen. Der Zweitanstrich erfolgt dann mit wasserlöslicher, matter Acrylfarbe im gewünschten Farbton. Die Farbe kann man sich bei Bedarf im Baumarkt anmischen lassen. Noch ein Tipp von Maritta Schlotter: Immer einen Schuss Ocker dazu geben!

Nach dem Trocknen der Farbe wird das Möbel erneut abgeschliffen, bis die Oberfläche schön glatt ist. Für ein ideales Ergebnis sollte man insgesamt drei- bis viermal schleifen und streichen. Zwischendurch die Farbe immer komplett trocknen lassen.

Erst einmal vorstreichen, danach drei- bis viermal in gewünschter Farbe streichen. (Quelle: Vintage Wohnwerkstatt)Erst einmal vorstreichen, danach drei- bis viermal in gewünschter Farbe streichen. (Foto: Vintage Wohnwerkstatt) Zwischen den Anstrichen immer wieder alle Oberflächen glatt schleifen. (Quelle: Vintage Wohnwerkstatt)Zwischen den Anstrichen immer wieder alle Oberflächen glatt schleifen. (Foto: Vintage Wohnwerkstatt)

Gebrauchsspuren und Patina für den vollendeten Shabby-Look

Ist der letzte Anstrich trocken, arbeiten Sie ebenfalls mit Schleifpapier die für den Shabby-Look typischen Gebrauchsspuren in das gestrichene Holz ein – wo genau, das bestimmen allein Sie. Zum Schluss wird noch Patina auf Acrylbasis aufgetragen, die es zum Beispiel im Bastelladen zu kaufen gibt. Mit einem 40er Pinsel nacheinander Fläche für Fläche streichen. Innerhalb einer Fläche nicht aussetzen. Sonst gebe es hässliche Hubbel, warnt Schlotter. Hinterher müssen Sie die Fläche nur noch mit einem Baumwollappen abtupfen und mit einem trockenen Pinsel glattstreichen.

Nach dem letzten Anstrich noch Gebrauchsspuren einarbeiten. (Quelle: Vintage Wohnwerkstatt)Nach dem letzten Anstrich noch Gebrauchsspuren einarbeiten. (Foto: Vintage Wohnwerkstatt) Zum Schluss noch auf alle Flächen Patina auf Acrylbasis auftragen. (Quelle: Vintage Wohnwerkstatt)Zum Schluss noch auf alle Flächen Patina auf Acrylbasis auftragen. (Foto: Vintage Wohnwerkstatt)

Shabby Chic für Eilige

Weil jeder Anstrich erstmal trocknen muss, dauert es insgesamt vier bis fünf Tage, bis ein Möbelstück fertig und der gewünschte Vintage-Look erreicht ist. Geht es eigentlich auch ohne das drei- bis viermalige Streichen und Schleifen?

Nach vier bis fünf Tagen ist der Stuhl komplett fertig.  (Quelle: Vintage Wohnwerkstatt)Nach vier bis fünf Tagen ist der Stuhl komplett fertig. (Foto: Vintage Wohnwerkstatt)"Ja, wenn Sie ein Möbel mit einer schönen Holzmaserung haben", erklärt Schlotter. "Dann pinseln Sie das Stück mit ölhaltiger Vorstreichfarbe grob ein, schleifen es, streichen noch einmal mit wasserlöslicher Farbe drüber und schleifen noch einmal. Das sieht dann ganz wunderbar lebendig aus."

Geeignete Möbel finden

"Ich nehme nur Möbel aus Holz oder mit Furnier", empfiehlt die Expertin allen Nachahmern, die sich selbst an eigenen Vintage-Kreationen versuchen wollen. Die Beschaffung geeigneter Möbel ist allerdings nicht immer ganz einfach. Sie selbst suche auf Floh- und Trödelmärkten. "Da fahre ich bis nach Berlin oder demnächst auch Belgien. Außerdem lernt man im Lauf der Zeit auch einige Händler kennen."

Trotzdem werde es immer schwieriger und kostspieliger, gut erhaltene und für die Veredelung im Shabby-Stil geeignete Stücke aufzutreiben. "Eine Kommode für zwanzig Euro, das ist Schnee von gestern", winkt Schlotter ab. Wem die Suche zu mühsam ist, der kann jedoch zumindest seinen eigenen, eigentlich längst ausrangierten Stücken mit dem selbstgemachten Shabby Chic noch einmal Leben einhauchen.

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