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Pelletofen: Günstig heizen, das muss man wissen

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Heizen mit dem Pelletofen

18.10.2016, 08:04 Uhr | zuhause.de, Ökotest

Screenshot: Energieagentur.NRW
Bei diesen Öfen spart man sich das Holznachlegen

Pelletöfen sind die wohl bequemste und sauberste Art, mit Holz zu heizen. Für wen sich die Öfen besonders lohnen.

Bei diesen Öfen spart man sich das Holznachlegen


Ein warmer, knisternder Kaminofen sorgt besonders an grauen Wintertagen für ein wenig Gemütlichkeit. Doch das Brennholz dafür will erst gehackt, gestapelt und immer wieder im Ofen nachgelegt werden – für viele Kaminfreunde zu aufwändig. Einfacher hat man es mit einem Pelletofen. Die Pellets sind günstig, kommen fertig und trocken ins Haus und lassen sich einfach handhaben. Damit der Pelletofen reibungslos funktioniert, muss man allerdings einige Regeln beachten. Das Verbraucher-Magazin Öko-Test gibt Tipps für den Pelletofen.

Zunächst gilt es, einen passenden Pelletofen zu finden. Große Erwartungen an die Fähigkeit, Wärme zu speichern, sollte man bei Pelletöfen nicht haben, warnt Öko-Test. Die Gehäuse bestehen in der Regel aus Stahlblech. Die beste Speicherfähigkeit haben noch Modelle mit Teilverkleidungen aus Gussstahl, Naturstein oder Keramik.

Im Vergleich zu herkömmlichen Holzkaminen sind Pelletöfen sehr pflegeleicht. Die Einzelöfen verfügen meist über einen Behälter, in den oft sogar mehr als eine Tagesration Pellets passt. Der Ofen dosiert selbst die benötigte Menge. So erspart man sich das Nachlegen von Holzscheiten oder Briketts. Man unterscheidet zwischen wassergeführten Pelletöfen und solche mit Warmluftverteilung.

Zuluftkanal bei Pelletofen sinnvoll

Viele der Öfen können die zur Verbrennung notwendige Luft über einen als kostenpflichtiges Zubehör erhältlichen Zuluftkanal direkt von außerhalb des Hauses ansaugen. Das ist sinnvoll, denn die Verbrennung von Raumluft macht einen stetigen Frischluftnachschub, etwa über ein geöffnetes Fenster, notwendig. Bei fehlender Belüftung könnte eine Lüftungsanlage oder eine starke Dunstabzugshaube hochgiftiges Kohlenmonoxid aus dem Brennraum ansaugen und im Wohnraum verteilen.

Eingebauter Pelletofen muss vom Schornsteinfeger abgenommen werden

Um komplett unabhängig von der Raumluft zu sein, sollte man sich ein Modell zulegen, das besondere Dichtungen an den Türen und bei den Zu- und Abluftführungen hat, die das Austreten von Kohlenmonoxid verhindern. Solche Öfen besitzen eine entsprechende Zulassung durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt). Bei allen anderen Geräten muss ein Sicherheitsschalter den gleichzeitigen Betrieb der Lüftungsanlage und des Ofens unterbinden oder sicherstellen, dass ein Fenster geöffnet ist. Wie andere Einzelraumfeuerungen auch, muss der Einbau eines Pelletofens vom Schornsteinfeger abgenommen werden.

Förderung von Pelletöfen

Für die Anschaffung eines Pelletofen gibt der Staat in vielen Fällen sogar Zuschüsse. Allerdings wurde die finanzielle Förderung von luftgeführten Pelletöfen in Höhe von 500 Euro durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gestrichen. Lediglich für wassergeführte Pelletöfen, die in einem Altbau eingesetzt werden, gewährt der Staat einen Zuschuss von pauschal 1400 Euro (bis zu einer Leistung von 38,8 Kilowatt).

Diese Basisförderung erhöht sich um 50 Prozent, wenn der Ofen in einem zum Effizienzhaus sanierten Altbau eingesetzt wird, der um 30 Prozent besser gedämmt ist, als die aktuelle Energieeinsparverordnung vorschreibt. Wird gleichzeitig eine förderfähige Solaranlage zur Heizungsunterstützung eingebaut, sind zusätzlich 500 Euro Förderung möglich. Voraussetzung ist ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage und der Einsatz hocheffizienter Heizungspumpen.

Pellets: Preis und Qualität

Aus Holzstaub oder Sägemehl gepresste Pellets haben das Heizen mit Holz revolutioniert. Beliebig dosierbar, ohne größere Anstrengung lagerfähig und mit genormten Eigenschaften machen sie das Heizen mit Holz zur Komfortveranstaltung. Zudem ist der Preis gegenüber Öl und Gas meistens niedriger. Allerdings kann man auch abhängig von der Liefermethode noch Geld sparen. Wer sich seine Pellets statt in wenigen Säcke gleich tonnenweise per Tanklastwagen lose anliefern lässt, spart Brennstoffkosten.

Nach Angaben des Vereins Carmen, der seit Jahren die Preise für nachwachsende Rohstoffe erhebt, lag der Preis für eine Tonne Pellets in Säcken im August 2012 bei 293 Euro. Eine Tonne lose gelieferter Pellets kostete zum gleichen Zeitpunkt durchschnittlich 235 Euro, also rund ein Fünftel weniger (bei Lieferung von fünf Tonnen). Im Winter steigen die Pelletpreise traditionell leicht an.

Der Heizwert eines Kilos Pellets entspricht etwa einem halben Liter Heizöl. Umgerechnet auf den Heizwert kostete die Kilowattstunde Wärme mit Pellets aus Säcken im Sommer 2012 rund 6 Cent. Für Heizöl liegt der Wert im Jahresdurchschnitt bei 8,5 Cent für Erdgas bei 7 Cent. Lose angelieferte Pellets kommen im langjährigen Jahresdurchschnitt auf 4,5 bis 5,0 Cent je Kilowattstunde.

Auf Brennstoffqualität achten

Sind Pellets zu bröselig oder enthält die Lieferung zu viel Holzstaub, kann es zu Problemen beim Transport im Ofen und bei der Verbrennung kommen. Wichtig ist, dass der Holzstaubgehalt möglichst niedrig ist – am besten unter einem Prozent – und keine Verunreinigungen durch Kunststoffreste oder Lacke enthalten sind. Sonst besteht die Gefahr, dass der Ofen verschlackt und im schlimmsten Fall komplett ausfällt.

Für private Zwecke eignet sich die Qualität A1. Sie weist die strengsten Werte auf. Zudem gibt es verschiedene Zertifikate, an denen man die Pelletsqualität erkennen kann.
Das vom privaten Deutschen Pelletinstitut vergebene Zeichen ENplus macht die umfassendsten Vorschriften – so schreibt es beispielsweise eine Asche-Erweichungstemperatur höher als 1.200 Grad Celsius vor, um die Bildung problematischer Schlacken zu verhindern. Für das Zertifikat ENplus A1 ist die Pelletproduktion aus Holzstämmen und unbehandelten Produktionsresten der Holzindustrie zulässig. Zudem wird nach Angaben des Instituts die gesamte Lieferkette von der Herstellung bis zur Auslieferung überwacht.

Seit 2002 auf dem Markt ist DINplus. Es wird von der Firma DIN CERTCO, einer Tochter des TÜV Rheinland, vergeben. Die Prüfanforderungen sind weitgehend mit denen des ENplus-Zertifikats identisch. Der Grenzwert für den Holzstaubanteil bei Sackware ist allerdings mit 0,5 Prozent deutlich strenger als bei ENplus, welches ein Prozent erlaubt. Dafür muss die Asche-Erweichungs-Temperatur nur angegeben werden. Pellets mit DINplus-Zeichen dürfen neben Stammholz und unbehandelten Holzresten auch aus Vollbäumen ohne Wurzeln sowie Waldrestholz produziert werden. Bei ENplus ist das nur bei der geringerwertigen Klasse A2 erlaubt.

Pellets unbedingt trocken lagern

Pellets in Säcken sollten trocken gelagert werden. Falsch gelagerte und daher feuchte Pellets brennen schlecht und könnten die Heizungsanlage verschmutzen. Davor warnt der Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin. Beim Transport ist darauf zu achten, dass die Pellets nicht zerbrechen oder zerbröseln. Eventueller Holzstaub oder Feinanteil sollte nicht in den Ofen gelangen.

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