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Stachelbeeren pflanzen und schneiden

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Stachelbeeren  

Stachelbeere - pflegeleichtes Beerenobst

27.06.2016, 09:36 Uhr | t-online.de, dpa-tmn

Stachelbeeren pflanzen und schneiden. Stachelbeeren sind gesund. (Quelle: imago/blickwinkel)

Stachelbeeren sind gesund. (Quelle: blickwinkel/imago)

Stachelbeeren werden im Garten meist etwas stiefmütterlich behandelt. Ihre Beeren gelten vielen als zu sauer und durch ihre Härchen wenig verlockend. Zu Unrecht, denn vollreife Stachelbeeren bestechen durchaus durch ihr süßes Aroma. Stachelbeeren lassen sich in Kuchen oder Konfitüre hervorragend mit anderen Früchten mischen, beispielsweise Bananen, Erdbeeren oder Kiwis. Gesund sind sie auch: Stachelbeeren enthalten viel Vitamin C, Vitamin B1, Eisen und Kalzium.

Stachelbeere - Wuchs und Anbau

Stachelbeersträucher können ab September bis zum beginnenden Frost gepflanzt werden. Sie bevorzugen einen hellen Standort mit einem durchlässigen Boden. In der prallen Sonne können die Früchte allerdings verbrennen. Nach der Blüte muss die Stachelbeere ausgelichtet werden. Dabei sollten nur sechs bis zehn kräftige Jungtriebe stehen gelassen werden. Die anderen Triebe werden direkt über dem Boden abgeschnitten. Wer Stachelbeer-Hochstämmchen besitzt, muss diese mit einem Pfahl abstützen. Generell erfordern Stachelbeeren wenig Pflege. Überalterte und zu dichte Zweige sollten einmal jährlich entfernt werden. Im Übrigen genügt regelmäßiges Mulchen, damit der Boden nicht völlig austrocknet. Normales Düngen und Wässern genügt den Stachelbeeren.

Stachelbeeren reifen nach

Stachelbeeren müssen nicht genau in der Reifezeit zwischen Juni und August geerntet werden. Sie lassen sich grün ernten und reifen dann nach. So kann sich die Erntezeit über viele Wochen erstrecken.

Mehltau vorbeugen

Zu den Feinden der Stachelbeere gehört der sogenannte Amerikanische Stachelbeermehltau. Der beste Schutz ist ein regelmäßiger Schnitt der Pflanze. Kronen, durch die der Wind gut ziehen kann, bewahren die Gehölze eher vor dem Pilz. Man sollte die Pflanzen auch nicht von oben herab gießen, sondern Wasser nur am Wurzelbereich geben.

Bilden sich weiße, mehlartige Belege, die später braun werden, sollten die befallenen Triebe so stark abgeschnitten werden, dass nur noch gesundes Holz übrig bleibt. Sie werden verbrannt oder außerhalb des Gartens entsorgt. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Pilzsporen weiter im Garten verbreiten.

Den Amerikanischen Stachelbeermehltau erkennen Hobbygärtner an dem weißen sowie später braunen Belag und gestaucht wirkenden Trieben. Die Früchte reifen nicht heran. Befallene Blätter fallen früh ab.

Als einigermaßen widerstandsfähig gegen den Mehltau gelten die Stachelbeer-Sorten 'Invicta', 'Lepac', 'Mucurines', 'Pax', 'Remarka', 'Rixanta', 'Risulfa', 'Rokula' und 'Rolanda'. Geraten wird außerdem zum Pflanzen von Hoch- und Halbstammbäumchen.

Vielseitige Stachelbeere

Die Beeren liefern Ballast- und Mineralstoffe, vor allem Kalium. Außerdem sind sie reich an Vitamin C und Provitamin A. "Stachelbeeren enthalten auch viel Pektin, daher sind sie ideal für die Zubereitung von Marmelade oder Gelee", sagt Uwe Birke, Küchenchef des Berliner Restaurants "Gastwirtschaft".

Auch eine pikante Marmelade mit Senf - eine Mostarda - lässt sich aus Stachelbeeren zubereiten. Jörg Behrend, Küchenchef im "Hotel de Rome" in Berlin, röstet dafür Anissaat und Fenchelsamen. Er zerstößt die Samen, gibt die in Hälften geschnittenen Stachelbeeren dazu, gießt das Ganze mit Weißwein auf und lässt die Masse so lange einreduzieren, bis der Wein aufgenommen ist. Dann gibt er wieder etwas Weißwein dazu und lässt ihn einkochen. Schließlich kommen noch weißer Portwein, Senfpulver und Zucker dazu.

"Das lässt man so lange einkochen, bis die Beeren alles aufgenommen haben und ein Sirupglanz sie umgibt", sagt der Koch. Abgeschmeckt wird die Mostarda mit Limonen- und Orangenabrieb. "Das schmeckt zu gekochtem Fleisch, zu gekochtem Hühnchen oder Tafelspitz", sagt Behrend.

Für ein Chutney lässt Christian Portée vom Hotel "Benen-Diken-Hof" in Keitum auf Sylt Zucker karamellisieren, gibt Stachelbeeren dazu, löscht mit Balsamicoessig ab und lässt alles einkochen, bis die Masse zähflüssig ist. Er verfeinert das Chutney mit Kardamom und Sternanis. Uwe Birke empfiehlt, ein "Grundchutney" zuzubereiten und dies je nach Speise, zu dem es serviert wird, zu würzen. Das können Kräuter wie Dill, Estragon und Thymian sein - aber auch Gewürze.

Zum Dessert lassen sich Stachelbeeren gut mit Käse kombinieren - zum Beispiel als Parfait: Dafür schneidet Birke die Beeren klein, schmort sie kurz an und passiert sie danach durch ein feines Sieb, um Kerne und feste Haut herauszufiltern.

Er schlägt Eigelb und Zucker im Wasserbad auf, gibt die Beeren hinzu und füllt die Masse in eine mit Frischhaltefolie ausgelegte Kastenform. Das Ganze kommt etwa vier Stunden ins Eisfach. Zum Halbgefrorenen serviert Küchenchef Birke Ziegen- oder Blauschimmelkäse. "Den kann man auch vorher in Strudelteigblätter einrollen und backen", erklärt er.

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