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Felsenbirne richtig pflegen, pflanzen und vermehren

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Aromatische Frucht  

Felsenbirne schneiden, pflanzen und pflegen: Tipps

21.07.2015, 14:07 Uhr | sk (CF)

Felsenbirne richtig pflegen, pflanzen und vermehren. Die Felsenbirne ähnelt der Heidelbeere. Sie ist besonders als Marmelade oder Likör ein Genuss.  (Quelle: imago/ARCO IMAGES)

Die Felsenbirne ähnelt der Heidelbeere. Sie ist besonders als Marmelade oder Likör ein Genuss. (Quelle: ARCO IMAGES/imago)

Im Geschmack und Aussehen erinnern die Früchte der Felsenbirne an Heidelbeeren. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralien und Gerbsäuren. Wer im Juni und Juli möglichst viele Beeren ernten will, muss die Pflanze im Mai zurückschneiden.

Felsenbirne - Tipps zu Standort und Pflege

Die Felsenbirne verträgt Trockenheit und direkte Sonne im Garten ebenso gut wie Halbschatten. Lediglich bei einem reinen Schattenplatz lässt die Blüte nach. Der Strauch gilt als genügsam – düngen oder wässern müssen Sie den Strauch selten.

Die winterharte Felsenbirne stammt ursprünglich aus Kanada – selbst strenge Winter können ihr daher nichts anhaben. Auch gegenüber den meisten Schädlingen und Krankheitserregern erweist sich der Strauch als robust, berichtet das Magazin "Mein schöner Garten". Wegen seiner kompakten Größe eignet sich der Zierstrauch besonders gut für die Bepflanzung im Vorgarten.

Neben der einfachen Pflege besticht die Felsenbirne auch optisch: Im Frühling ist sie an ihren weißen Blüten zu erkennen, die besonders gut mit blauen Zwiebelblumen wie Traubenhyazinthen oder Blausternchen harmonieren. Die häufigste Art der Felsenbirne ist die Amelanchier ballerina. Diese veredelte Form zeichnet sich durch ihre prachtvolle Blüte und die überhängenden Zweige aus, die im Alter eine schirmartige Krone bilden.

Bis in den Herbst bietet der Strauch ein prächtiges Farbenspiel. Dann färbt sich das Laub der Felsenbirne leuchtend rot, orange und gelb.

Dunkle und weiche Früchte ernten

Um im Frühsommer möglichst viele reife Früchte ernten zu können, müssen Sie den Vögeln einen Schritt voraus sein. Bevor die Tiere alle Beeren wegfressen, sollten Sie ein Netz über den Strauch werfen.

Ob die Beeren reif sind, erkennen Sie an der dunklen Farbe und dem geringen Druckwiderstand. Aus den blauschwarzen, aromatischen Früchten können Sie ebenso wie aus Heidelbeeren Marmelade, Saft oder Likör herstellen.

Die großen Beeren der Sorte Amelanchier ballerina sind besonders wohlschmeckend und haben eine rote bis rotschwarze Farbe.

Felsenbirne pflanzen: Das ist zu beachten

Die beste Zeit zum Pflanzen ist im Frühling oder im Herbst. Bevor Sie den Strauch einpflanzen, sollten Sie den Boden vorbereiten. Lockern Sie die Erde vor dem Einsetzen auf und mischen Sie bei schweren oder nassen Böden etwas Sand unter. Bei nährstoffarmen Böden empfiehlt es sich, Kompost oder Dünger hinzuzugeben.

Bevor es ans Einpflanzen geht, sollten Sie den Wurzelballen etwa zehn Minuten in einen Eimer mit Wasser stellen. Anschließend den Topf oder eventuelle Netze entfernen und beschädigte Wurzeln abschneiden. Laut "gartenlexikon.de" sollte das Pflanzloch mindestens 1,5 mal so groß sein wie der Wurzelballen. Setzen Sie den Strauch in das ausgehobene Loch und füllen es mit Erde auf. In der ersten Zeit sollte der Strauch besonders bei Trockenheit regelmäßig gegossen werden.

Felsenbirne schneiden: Verjüngungsschnitt im Mai

Auch beim Schnitt erweist sich die Felsenbirne als äußerst pflegeleicht, denn in der Regel ist dies nicht notwendig. Der Strauch entwickelt von Natur aus eine kompakte, ansehnliche Form. Erst nach vielen Jahren kann es vorkommen, dass die Pflanze ein wenig aus der Form gerät. In diesem Fall empfiehlt sich ein Verjüngungsschnitt.

Die beste Zeit, um die Triebe der Felsenbirne zu kürzen, ist im Mai. Entfernen Sie allerdings nur die Hälfte der Zweige. Im darauffolgenden Jahr können Sie die restlichen stutzen und den Zierstrauch komplett verjüngen.

Felsenbirne vermehren: So geht's

Wenn Sie die Felsenbirne vermehren möchten, gelingt dies mit der sogenannten Absenker-Methode. Dazu biegen Sie wurzelnahe Triebe nach unten, versenken sie im Boden und fixieren sie mit einer Klammer. Die Triebspitze soll dabei wieder aus der Erde herausragen.

Wichtig: Die Erde um die Einsenkstelle sollte ständig feucht halten. Nach ein paar Wochen bilden sich neue Wurzeln. Sie können den Absenker nun von der Mutterpflanze trennen und an einem anderen Standort einpflanzen.

Strauch oder Hochstamm?

Oftmals werden Obstgehölze als Hochstamm kultiviert. Das bedeutet, dass die Krone erst ab einer Höhe von 1,80 bis zwei Metern beginnt.

Obwohl die Felsenbirne von Natur aus ein Strauchgewächs ist, lässt sie sich auch als Hochstamm züchten. In vielen Baumschulen wird die Pflanze als Strauch und als Hochstamm angeboten – letzterer aber zu einem deutlich höheren Preis.

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