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Tipps zur Grabbepflanzung und Grabgestaltung

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Tipps für Sarg- und Urnengräber  

Wie Sie ein Grab einfach selbst gestalten

24.10.2017, 08:55 Uhr | dpa-tmn

Tipps zur Grabbepflanzung und Grabgestaltung. Eine Frau bepflanzt ein Grab (Quelle: altrendo images)

Bei der Grabbepflanzung sollten Sie auf die Jahreszeit achten. (Symbolbild) (Quelle: altrendo images)

Viele Angehörige pflegen Gräber auf dem Friedhof selbst. Ab wann wird es nach der Bestattung Zeit für die Erstbepflanzung? Welche Erde ist notwendig? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Urnengräber können sofort bepflanzt werden. Bei Sarg-Bestattungen muss sich erst noch die Erde setzen. Daher empfiehlt Anja Qayyum-Kocks, sechs Wochen auf jeden Fall zu warten. "Wenn die Kränze und Blumen verwelkt sind, ebnen wir das Grab erst mal ein und geben Pinien-Dekorrinde darauf", erklärt die stellvertretende Vorsitzende des Bunds Deutscher Friedhofsgärtner. Der Mulch sieht besser aus als die bloße Erde, alternativ nimmt man schwarze Graberde. "Und dann braucht es einen Starkregen", sagt Qayyum-Kocks.

Allerdings rät die Expertin, das Grab auch danach noch nicht final anzupflanzen. Alles, was dauerhaft sein soll, müsse zum Grabstein passen. "Und der kommt erst um einiges später auf das Grab", erklärt sie. Erst dann lässt sich die Blattfarbe der Rahmenbepflanzung oder Bodendecker gut mit der Steinfarbe abstimmen. "Ich finde auch, es ist nicht nötig, das Grab direkt zu bepflanzen. In der Trauer sollte man sich Zeit lassen und Zeit nehmen", betont die Friedhofsgärtnerin. Während des Winters macht die Bepflanzung ohnehin keinen Sinn. Hier lässt sich das Grab etwa mit Reisig und einem Gesteck bedecken.

Vorschriften bei der Grabbepflanzung

Angehörige müssen in die jeweilige Friedhofsordnung oder -satzung schauen. Darin kann auch stehen, nach welcher Zeit das Grab schon bepflanzt sein muss. "Das ist tatsächlich von Friedhof zu Friedhof unterschiedlich", sagt Qayyum-Kocks. Außerdem kann die Art der Bepflanzung vorgegeben sein, zum Beispiel dass es eine Hecke als Rahmen geben muss.

Wann die Erde aufbereitet werden muss

Ist der Boden sehr sandig, muss er mit Blumenerde angereichert werden, die das Wasser besser hält. Lehmboden hingegen sollte mit Sand oder Splitt versetzt werden, damit er besser Wasser hindurchlässt, erklärt Qayyum-Kocks. Sie rät bei Unsicherheit, beim ansässigen Friedhofsgärtner nach den Bedingungen vor Ort zu fragen.

Wichtig ist natürlich auch, die Pflanzen entsprechend dem Boden auszuwählen. Ein Beispiel: Ein beliebter Rhododendron braucht einen Boden mit möglichst saurem pH-Wert zwischen 4,5 und 5,5. Die Erde muss dafür oft mit Spezialsubstrat und -dünger aufbereitet werden. Im Garten lässt sich diese Bodenstruktur auch nur in einer kleinen Ecke nachahmen, die andere Bepflanzung steht woanders. Auf einer kleinen Grabfläche ist das aber nur schwer machbar. Folglich muss hier dann die komplette Bepflanzung auf den Rhododendron und seine Bedürfnisse abgestimmt werden, erklärt die Friedhofsgärtnerin.

Wenn sich der Boden senkt

Man sollte diese Senken erst verfestigen und dann mit Erde auffüllen, erklärt die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/ Sachsen-Anhalt. Warten sollte man damit nicht zu lange, denn die Bewegung im Erdreich kann sonst die Pflanzen beschädigen.

Tipps für ein pflegeleichtes Grab

Bodendecker verhindern, dass Unkraut wächst. Gut sind grundsätzlich Stauden auf dem Grab, diese sind meist mehrjährig. Man muss sie folglich nicht ständig austauschen. Oder man bedeckt die offenen Bodenstellen mit Rindenmulch oder Kies.

Natürlich verringern auch Liegesteine oder abdeckende Steinplatten den Aufwand des Gärtners. Sie sind aber nicht auf jedem Friedhof erlaubt, weil Teile des Friedhofs auf diese Weise versiegelt werden und Regenwasser schlechter versickern kann, erklärt die Aeternitas. Auch das steht in der örtlichen Friedhofssatzung.

Maschendrahtzaun schützt Gräber vor Wildtieren

Feldhasen, Rehe und Wildkaninchen fressen gerne die Bepflanzung von Gräbern auf dem Friedhof. Auf den meisten Geländen darf allerdings nicht gejagt werden. Daher rät die Deutsche Wildtier Stiftung in Hamburg, die Bepflanzung mit einem feinen Maschendrahtzaun zu schützen. Das hält die Tiere auch von Beeren in den Gestecken sowie Wildschweine vom Wühlen nach Insekten im Grabboden ab.

Langfristig sei es sinnvoll, auf Pflanzen zu setzen, die den Tieren weniger gut schmecken: Hortensien, Lavendel und Flieder zum Beispiel seien besser als Rosen, Margeriten und Himbeersträucher. Eva Goris, Sprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung, hat noch einen Tipp speziell gegen Rehe: Rosenblüten mit Buttermilch einsprühen.

Weitere Tipps zur Bepflanzung im Frühling, Sommer, Herbst und Winter erfahren Sie hier.

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