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Wein-Tipps: Weinstein ist kein Zeichen für schlechten Wein

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Wein-Tipps  

Tipps gegen Weinstein und Kork

08.03.2013, 14:37 Uhr | dpa-tmn/ akl

Wein-Tipps: Weinstein ist kein Zeichen für schlechten Wein. Weinstein und Kork mag niemand in einem edlen Tropfen haben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Weinstein und Kork mag niemand in einem edlen Tropfen haben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Glas Rotwein gehört für viele zu einem edlen Abendessen dazu. Umso peinlicher, wenn sich im Glas der Gäste plötzlich Weinstein und Kork tummeln. Doch woher kommen die Ablagerungen und wie vermeidet man sie? Tipps, wie Weinstein und Korken nicht ins Glas gelangen.

So bleibt Weinstein in der Flasche

Wein sollte immer vorsichtig eingegossen werden, damit kein Weinstein ins Glas gelangt. Ältere, gehaltvolle und gerbstoffreiche Rotweine werden sogar am besten dekantiert, damit das sogenannte Depot, ein pulveriger, dunkler Bodensatz aus Gerb- und Farbstoffen, in der Flasche bleibt. Das rät Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut in Mainz. Ideal sei das Dekantieren vor einer Lichtquelle, um zu erkennen, ob das Depot zurückbleibt.

Weinstein kein Zeichen für schlechte Qualität

Weinstein entsteht, wenn sich die von Natur aus im Wein enthaltenen Mineralien wie Kalium oder Kalzium mit der Weinsäure verbinden. Diese Mischung kann kristallisieren, wenn die Flasche zu kalt gelagert wurde. Ein Zeichen mangelnder Qualität ist das aber nicht. "Ob und wie viel Weinstein entsteht, ist auch vom Weinjahrgang oder dem Alkoholgehalt abhängig", erklärt der Fachmann und betont, dass Weinstein gesundheitlich völlig unbedenklich ist.

Korkschmecker im Wein vermiest den Geschmack

Kork ist ein Naturprodukt und mit seiner Hilfe werden eine ganze Menge Weinflaschen verschlossen. Ein Vorteil ist, dass der Wein durch den Kork atmen und reifen kann. Unangenehm wird es, wenn der Korken einen muffigen und bitteren Geschmack an den Wein abgibt. Experten sprechen dann von Korkschmecker. Dieser entsteht durch Trichloranisol, kurz TCA, das unter anderem entsteht, wenn Reste von Pflanzenschutzmitteln in die Korkbaumrinde eindringen und so auch in den Korken gelangen.

Ungenießbaren Wein umtauschen

Teilweise entsteht TCA aber auch im Zuge der chemischen Endbehandlung der Korken oder wenn der Korken mit Schimmel in Berührung kommt. Die Ursache kann mangelnde Sorgfalt bei der Produktion der Korken, aber auch eine falsche Lagerung des Weines in feuchter Umgebung sein. Um den unangenehmen Geschmack zu umgehen, kann man zu jungen Weinen oder zu Glas- beziehungsweise Schraubverschlüssen greifen. Wenn Verbraucher doch mal einen ungenießbaren Wein erwischen, sollten sie ihn umtauschen. Die Händler nehmen ihn in der Regel anstandslos zurück.

Korken nicht durchstechen

Aber auch kleine Korkstücke, die im Wein schwimmen, sind kein schöner Anblick. Diese lassen sich zwar mit einem kleinen Löffel leicht aus dem Glas entfernen, besser ist es aber, wenn sie gar nicht erst im Glas landen. Sogenannte Dekantiertrichter mit Sieb helfen, die Rückstände aus dem Wein herauszufiltern. Alternativ kann auch ein feinmaschiges Küchensieb verwendet werden. Übrigens: Achten Sie beim Öffnen der Flasche darauf, den Korkenzieher nicht so weit einzudrehen, dass die Spitze den Korken durchbricht.

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