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Eichenprozessionsspinner: Saison der Giftraupe beginnt

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Eichenprozessionsspinner  

Die Saison der Giftraupe beginnt

02.05.2014, 09:25 Uhr | hut, dpa

Eichenprozessionsspinner: Saison der Giftraupe beginnt. Eichenprozessionsspinner: Die feinen Haare der Raupen reizen Haare und Augen.  (Quelle: dpa)

Die feinen Haare der Eichenprozessionsspinner reizen Haare und Augen. (Quelle: dpa)

Er ist klein, behaart und äußerst gefährlich: Die Saison des Eichenprozessionsspinners hat begonnen. Wenn die grauen Raupen schlüpfen, bilden sie schon bald ihre giftigen Brennhaare, die bei Joggern und Passanten juckende Hautausschläge und schmerzhafte Entzündungen auslösen.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart. Der Falter selbst ist ungefährlich, doch die feinen Haare der Raupen sind für den Menschen gesundheitsgefährdend. In den vergangenen Jahren hat sich die Giftraupe in Deutschland teils massenhaft vermehrt. Vor allem der Nordosten und Südwesten Deutschlands sowie Teile von Nordrhein-Westfalen sind betroffen.

Gifthärchen lösen Entzündungen aus

Wer mit den feinen Gifthärchen in Berührung kommt, muss mit Hautausschlägen und starkem Juckreiz rechnen, die tagelang anhalten können. Im Auge ruft das Gift zudem schmerzhafte Bindehautentzündungen hervor und auch der Rachen wird schnell gereizt. Bei sehr empfindlichen Menschen lösen die feinen Härchen sogar allergische Schockreaktionen aus, die zu Atemnot und lebensbedrohlichen Asthmaanfällen führen können.

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Örtliche Warnhinweise beachten

Wer beim Spaziergang im Wald mit den Brennhaaren in Kontakt gerät, sollte möglichst schnell ein Arzt aufsuchen. Dieser verschreibt antiallergische Medikamente und kortisonhaltige Salben, die rasch die Beschwerden lindern. Auch rechtzeitige Kühlung kann helfen. Kleider, die mit den Härchen in Berührung kamen, sollten gewechselt und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, rät das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Auch die Haare sollte man waschen und gereizte Augen gegebenenfalls mit Wasser ausspülen. Generell empfiehlt es sich, in der Zeit zwischen Mai und Juli Eichenwälder zu meiden und in der Umgebung von Eichen lange Kleidung zu tragen. Spaziergänger sollten unbedingt örtliche Warnhinweise beachten.

Kampf gegen die Giftraupe hat begonnen

Die Raupen wandern in Gruppen und gehen in einer Art "Prozession" auf Nahrungssuche. Daher stammt auch der Name des "Prozessionsspinners". In mehreren Bundesländern, etwa Berlin und Brandenburg, beginnt derzeit die Bekämpfung der Tiere. Vom Helikopter und dem Boden aus werden die Eichenwälder großflächig mit Gift besprüht, noch bevor die Larven ihre Brennhaare ausgebildet haben. Seit dem vergangenen Jahr dürfen die Tiere mit einem neu zugelassenen biologischen Gift bekämpft werden. Es enthält ein Bakterium, das die Raupen vernichtet.

Bekämpfung in Wäldern ist umstritten

Das Umweltbundesamt hat allerdings vor einer zu schnellen Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mit chemischen oder biologischen Mitteln gewarnt. "Diese Bekämpfung wirkt nicht nur auf den Schädling, sondern tötet unbeabsichtigt auch andere Lebewesen. Zuerst sollte geprüft werden, wo und ob der Befall toleriert werden kann", erklärte der Vizepräsident der Behörde, Thomas Holzmann.

Statt einer Bekämpfung könnten vom Menschen wenig genutzte Gebiete vorrübergehend abgesperrt werden, erklärte das Amt, das seinen Sitz in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) hat. Wenn nur einzelne Bäume befallen seien, könnten die Raupen auch durch professionelle Schädlingsbekämpfer abgesaugt werden.

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