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Folge des Klimawandels: Eisbär verhungert vor laufender Kamera in Kanada

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Herzzerreißendes Video  

Eisbär verhungert vor laufender Kamera

Von Tibor Martini

10.12.2017, 20:33 Uhr
Umweltaktivist filmt sterbenden Eisbären (Screenshot: Bitprojects)
Umweltaktivist filmt sterbenden Eisbären

Naturfilmer Paul Nickles filmt eine schockierende Szene. Ein entkräfeteter Eisbär sucht vergeblich nach Futter. Das sterbende Tier ist für Nickles eine Warnung: Der Mensch muss seinen ökologischen Fußabdruck reduzieren.

Lebensraum bedroht: Umweltaktivist filmt sterbenden Eisbären. (Quelle: Bitprojects)


Als Paul Nicklen und sein Filmteam von „Sea Legacy“ die kanadische Baffininsel erreichen, werden sie mit einem erschütternden Anblick konfrontiert. In der steppenähnlichen Landschaft entdecken sie einen Eisbären – und es sieht so aus, als hätte er nicht mehr lange zu leben.

Die Videoaufnahmen sind herzzerreißend: Abgemagert und nur noch aus Haut und Knochen bestehend – so schleppt sich der Eisbär über die felsige, dünn bewachsene Landschaft. Immer wieder gerät er ins Stolpern, bleibt zwischendurch erschöpft liegen.

Wer das Video sieht, weiß: Dieser Bär war am Verhungern.

My entire @Sea_Legacy team was pushing through their tears and emotions while documenting this dying polar bear. It’s a soul-crushing scene that still haunts me, but I know we need to share both the beautiful and the heartbreaking if we are going to break down the walls of apathy. This is what starvation looks like. The muscles atrophy. No energy. It’s a slow, painful death. When scientists say polar bears will be extinct in the next 100 years, I think of the global population of 25,000 bears dying in this manner. There is no band aid solution. There was no saving this individual bear. People think that we can put platforms in the ocean or we can feed the odd starving bear. The simple truth is this—if the Earth continues to warm, we will lose bears and entire polar ecosystems. This large male bear was not old, and he certainly died within hours or days of this moment. But there are solutions. We must reduce our carbon footprint, eat the right food, stop cutting down our forests, and begin putting the Earth—our home—first. Please join us at @sea_legacy as we search for and implement solutions for the oceans and the animals that rely on them—including us humans. Thank you your support in keeping my @sea_legacy team in the field. With @CristinaMittermeier #turningthetide with @Sea_Legacy #bethechange #nature #naturelovers This video is exclusively managed by Caters News. To license or use in a commercial player please contact info@catersnews.com or call +44 121 616 1100 / +1 646 380 1615”

A post shared by Paul Nicklen (@paulnicklen) on

Auch die Umweltaktivisten der „Sea Legacy“ ließ die Situation nicht kalt. Fotograf Paul Nicklen schreibt auf Instagram: „Unser gesamtes Team war in Tränen, während wir den sterbenden Eisbären filmten. Es ist eine erdrückende Szene, aber wir müssen beides teilen: Die schönen und die herzzerreißenden Momente. Nur so können wir die Teilnahmslosigkeit überwinden.“

Drastischer Klimawandel in Kanada

Das Video hat einen ersten Hintergrund. Wie viele Orte in der Arktis leidet auch die kanadische Baffininsel unter den Auswirkungen des Klimawandels, wie diese Satellitenaufnahmen zeigen:

Für Eisbären ist die Situation bedrohlich, weil sie ihre Hauptnahrungsquelle – Seehunde – in den veränderten Bedingungen nicht mehr vorfinden.

Fotograf: Keine Hilfe erlaubt

Der Fotograf selbst konnte dem sterbenden Bären übrigens nicht helfen.

Laut „National Geographic“ hatte er nicht genug Futter dabei, um den Bären satt zu bekommen – er hätte sein Leiden höchstens verlängert. Daneben gibt es aber auch einen anderen Grund: In Kanada ist es gesetzlich verboten, wilde Bären zu füttern.

Weitere Berichte zum Video

  • Der englische „Guardian“ berichtet über das Video und liefert aktuelle Zahlen zum Eisbärensterben
  • National Geographic erklärt Hintergründe zum Video und erläutert, warum der Fotograf nicht eingriff
  • Der Journalist und Dokumentarfilmer Hannes Jaenicke reiste für seine Dokumentar-Reihe „Hannes Jaenicke im Einsatz für …“ auch in die Arktis. In der Folge „Hannes Jaenicke im Einsatz für Eisbären“ beschreibt er, wie der Klimawandel den Lebensraum der Eisbären reduziert. (Dokumentation auf YouTube online)

Sea Legacy ist eine NGO, die sich dem Schutz der Ozeane verschrieben hat. Sea Legacy setzt zu diesem Zweck gezielt auf die Kraft von Bildern. Laut Eigendarstellung geht es der NGO darum, mit gezieltem Storytelling (also beeindruckenden Bildern und bewusst geschnittenen Szenen) Aufmerksamkeit zu erreichen. Die Videos von Sea Legacy sind zwar keine Inszenierungen, aber auch keine journalistische Dokumentation.

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