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DFB-Pokal 2015: Borussia Dortmund schießt sich ins Finale

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Robben verletzt raus  

Dortmund gewinnt den Elfmeterkrimi und fährt nach Berlin

29.04.2015, 08:28 Uhr | t-online.de

DFB-Pokal 2015: Borussia Dortmund schießt sich ins Finale. Die BVB-Profis bejubeln den Einzug ins Finale.  (Quelle: dpa)

Die BVB-Profis bejubeln den Einzug ins Finale. (Quelle: dpa)

Aus München berichtet Marc L. Merten

Dortmunds Traum vom versöhnlichen Saisonabschluss lebt: Der BVB hat in einem denkwürdigen Spiel beim FC Bayern mit 3:1 (1:1, 1:1) n. E. gewonnen und ist zum zweiten Mal in Folge ins Finale des DFB-Pokals eingezogen. Die Münchner brachten im Elfmeterschießen das Kunststück fertig, gleich vier Strafstöße zu verschießen. Die ersten beiden Schützen Philipp Lahm und Xabi Alonso rutschten bei ihren Versuchen aus und schossen über das Tor. Mario Götze scheiterte an BVB-Keeper Mitch Langerak, FCB-Keeper Manuel Neuer donnerte den Ball an die Latte. Für Dortmund trafen Ilkay Gündogan und Sebastian Kehl vom Punkt. Mats Hummels scheiterte an Neuer.

Dabei war das Team von Trainer Jürgen Klopp beim frisch gebackenen Deutschen Meister über weite Strecken deutlich unterlegen, rettete sich aber dank des Tores von Pierre-Emerick Aubameyang (75. Minute) in die Verlängerung. Robert Lewandowski hatte in der 29. Minute die Führung für die Bayern besorgt.

Triple futsch - Robben fraglich

"Das war ein Höllenspiel heute", befand BVB-Coach Klopp nach dem Drama glücklich. Dortmunds Finalgegner wird zwischen dem Drittligisten Arminia Bielefeld und dem Bundesliga-Zweiten VfL Wolfsburg ermittelt. Das Endspiel im Berliner Olympiastadion steigt am 30. Mai.

Die Bayern dagegen müssen sich vom angestrebten Triple verabschieden, nachdem sie erst vor zwei Tagen vorzeitig ihre 25. Deutsche Meisterschaft gefeiert hatten. Weitere Wermutstropfen für die Münchner: Superstar Arjen Robben verletzte sich und musste nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung mit einem Muskelbündelriss in der Wade wieder vom Feld. Der Holländer fällt für den Rest der Saison aus. Lewandowski zog sich bei einem Zusammenprall mit BVB-Keeper Mitch Langerak einen Oberkiefer- und Nasenbeinbruch und eine Gehirnerschütterung zu. Ein gebrauchter Abend also für die Münchner: "Wir haben nicht wirklich viel falsch gemacht, aber gehen als Verlierer nach Hause. Das kotzt mich an", sagte ein völlig enttäuschter Thomas Müller.

Erster BVB-Angriff bringt das Bayern-Tor

Was drei Jahre lang ein spannendes Duell auf Augenhöhe war, entwickelte sich zunächst zu einer völligen einseitigen Angelegenheit. Dortmund traute sich nicht aus der Defensive heraus und überließ dominanten Bayern gerne das Spiel. Ohne an ihre Grenzen gehen zu müssen, erspielten sich die Münchner bereits im ersten Durchgang Torchancen.

Ironie der Geschichte: Der Führungstreffer fiel durch einen Münchner Konter nach dem ersten guten Angriff der Gäste. Weil BVB-Kapitän Hummels die Abseitsfalle aufhob, lief Lewandowski unwiderstehlich aufs Tor der Westfalen zu und versenkte den Ball im zweiten Anlauf aus spitzem Winkel. Auch Hummels' Innenverteidiger-Kollege Sokratis sah dabei nicht gut aus. Der Grieche hüpfte über den Ball, nachdem Lewandowski zunächst noch am Pfosten gescheitert war.

Keine Gegenwehr der früheren Vollgasfußballer

Wer im zweiten Durchgang auf einen sich aufbäumenden BVB gewartet hatte, wurde erst einmal enttäuscht. Ohne Mumm schienen sich die Dortmunder ihrem Schicksal zu ergeben. Keine einzige Chance, nicht einmal ein viel versprechender Torschuss, wollte den Gästen bis 20 Minuten vor Schluss gelingen. Dabei hatten die Spieler vorher doch klar erklärt, dass sie mit einer erneuten Finalteilnahme diese Seuchensaison reparieren und Trainer Jürgen Klopp einen angemessenen Abschied verschaffen wollten.

Die Münchner hingegen ließen clever Ball und Gegner laufen und sparten sich bereits Kräfte für die kommenden Aufgaben. Trotzdem kamen sie zu weiteren tollen Möglichkeiten. Müller scheiterte an Langerak (49.). Lewandowski traf die Latte (55.) und nur wenige Sekunden später hätte es beim Handspiel von Dortmunds Außenverteidiger Marcel Schmelzer zwingend Elfmeter geben müssen. Schiedsrichter Peter Gagelmann hatte offenbar Mitleid mit Schwarz-Gelb und ließ weiterspielen.

Aus dem Nichts: der Ausgleich

Doch dann bekam das Spiel eine irre Wendung, die wohl niemand mehr vermutet hatte. "Ich war froh, dass wir bis zur 70. Minute nur einen Gegentreffer kassiert hatten", gestand selbst BVB-Sportdirektor Michael Zorc bei Sky. Als Arjen Robben in der 68. Minute nach gut fünf Wochen Zwangspause seine Rückkehr auf den Rasen feierte, waren die Bayern-Fans glückselig.

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Doch kurz danach zappelte der Ball plötzlich im Tor der Münchner: Nach Querpass von Henrich Mchitarjan gelang Aubameyang aus dem Nichts der Ausgleich (75.). Danach wirkten die Münchner sogar angeknockt und konnten von Glück reden, dass die spät aufgewachte Borussia nicht sogar noch den Siegtreffer erzielte. Mchitarjan (80.) und Marco Reus scheiterten nur knapp an Nationaltorwart Manuel Neuer.

Schweinsteiger vergibt Riesenchance

In der Verlängerung hatten dann die Gastgeber wieder die Oberhand. Joker Bastian Schweinsteiger köpfte freistehend aus fünf Metern übers Tor (101.), und nach der Gelb-Roten Karte gegen den erst in der 83. Minute eingewechselten Dortmunder Kevin Kampl wollte sich der BVB nur noch ins Elfmeterschießen retten.

Die letzte große Chance des Spiels hatte erneut Schweinsteiger (114.), doch Langerak bewahrte den BVB vorm K.o. vor Ablauf der Verlängerung. Dann musste die Elferlotterie entscheiden.

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