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Heilpflanze Huflattich: Wirkung und Nebenwirkungen

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Huflattich: der Geheimtipp gegen Husten

12.09.2016, 13:59 Uhr | uc (CF)

Heilpflanze Huflattich: Wirkung und Nebenwirkungen. Huflattich wird oftmals mit Löwenzahn verwechselt. (Quelle: imago/CHROMORANGE)

Huflattich wird oftmals mit Löwenzahn verwechselt. (Quelle: CHROMORANGE/imago)

Huflattich ist auf den ersten Blick leicht mit Löwenzahn zu verwechseln. In der Naturheilkunde gelten die hufeisenförmigen Blätter der Pflanze als echter Geheimtipp bei Husten. Mehr zur Wirkung im Kräuterlexikon.

Pflanze

Huflattich (Tussilago farfara) hat eine Besonderheit: Die Blüten der Pflanze wachsen noch vor den Blättern aus dem Boden. Diese sind leuchtend gelb und zeigen sich schon sehr früh, zwischen März und April. Die Korbblüten, die an Löwenzahn erinnern, sitzen dabei auf schuppigen Stängeln.

Erst ab März entwickeln sich die eckigen, herzförmigen Blätter, die in ihrer Form Pferdehufen ähneln und handgroß werden. Diesem Umstand verdankt der Huflattich auch seinen Namen. Er wächst auf kalkreichen bis lehmigen Böden in Mitteleuropa. Die genügsame Pflanze ist aber auch in Asien und in Teilen Afrikas zu finden.

Verwendete Pflanzenteile

Die Blätter und teilweise auch die Blüten des Huflattichs werden in der Heilkunde verwendet.

Inhaltsstoffe

  • Flavonoide
  • Alkaloide wie Pyrrolizidin-Alkaloide
  • Polysaccharide (Schleimstoffe)
  • Bitterstoffe
  • Ätherische Öle
  • Gerbstoffe

Wirkung

Huflattich kommt besonders bei Husten zum Einsatz. Seine einhüllende Wirkung schützt die Schleimhäute und fördert gleichzeitig den Auswurf. Das erleichtert das Abhusten und lindert den Hustenreiz.

Dabei wird Tussilago farfara sowohl als Tee, Sirup oder Tinktur verwendet. Diese sollten ausschließlich in der Apotheke besorgt werden. Außerdem wirkt das Kraut appetitanregend und wird in der Volksheilkunde in Form eines frisch gepressten Saftes gegen Ohrenschmerzen verwendet.

Nebenwirkungen

Die im Huflattich enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide verursacten in hoher Dosierung Leberschäden und Leberkrebs bei Tieren. Aus diesem Grund darf die tägliche Einnahme der Blätter nach Empfehlungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes Deutschland einen Grenzwert von zehn Mikrogramm der Pyrrolizidin-Alkaloide nicht überschreiten.

Bei Presssäften und Extrakten liegt der Maximalwert bei einem Mikrogramm. Schwangere sollten keinen Huflattich zu sich nehmen.

Interessantes

Schon die alten Griechen schätzen den Huflattich für seine heilsame Wirkung bei Husten. Auch im Mittelalter war dieses Wissen unter Kräuterkundlern verbreitet.

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