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Bohren: So treffen Sie beim Bohren keine Leitung

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Beim Bohren keine Leitungen beschädigen

02.05.2017, 10:15 Uhr | rw, dpa-tmn, t-online.de

Bohren: So treffen Sie beim Bohren keine Leitung. Ein Mann bohrt ein Loch (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Wavebreakmedia)

Mit dem richtigen Bohrer gelingen Löcher leicht (Quelle: Wavebreakmedia/Thinkstock by Getty-Images)

Müssen Garderobe oder Regal aufgehängt werden, kommt die schlagkräftige Bohrmaschine zum Einsatz. Bevor allerdings losgelegt wird, sollte die Wand gezielt auf hinter ihr installierte Leitungen untersucht werden. Wer dies nicht tut und einfach los bohrt, begibt sich in Lebensgefahr. 

Bevor Sie zur Bohrmaschine greifen, sollten Sie in jedem Fall in der Wand nach Stromleitungen suchen. Nur wenn Sie genau wissen, wo die Leitungen verlaufen, können Sie Beschädigungen mit hohen Folgekosten oder gar lebensgefährliche Unfälle vermeiden.

Die meisten Leitungen verlaufen nach bestimmten Regeln

Viele verborgene Stromkabel lassen sich bereits anhand der Position von Schaltern, Steck- oder Abzweigdosen erahnen. In modernen Gebäuden sind Stromleitungen meist nach genauen Regeln verlegt. Vom Profi installiert, verlaufen sie normalerweise nur senkrecht und waagerecht zu Decke und Boden. In der Regel legt ein Fachmann die Kabel etwa 30 Zentimeter unterhalb der Decke beziehungsweise 30 Zentimeter oberhalb des Bodens entlang.

Darauf verlassen dürfen sich Heimwerker aber nicht. Gerade in Altbauten verlaufen Kabel hinter der Wand oft kreuz und quer. Aber auch in modernen Gebäuden kann man nie sicher sein, ob die Leitungsführung nicht nachträglich verändert wurde.

Leitungssucher als Hilfe

Auf Nummer sicher geht nur, wenn man mit einem guten Leitungssuchgerät mehrfach über die Bohrstelle fährt. Solche Leitungssucher können nach zwei verschiedenen Prinzipien funktionieren. Es gibt Kabelindikatoren, die eine elektrische Spannung hinter der Wand aufspüren. Um damit den Verlauf eines Kabels nachzuvollziehen, muss aber natürlich die Sicherung eingeschaltete sein, damit überhaupt Strom fließt. Schlägt der Leitungssucher an, sollte beim Bohren ein großzügiger Sicherheitsabstand eingehalten werden. Die Geräte sind nmlich nicht ganz exakt und zeigen Leitungen manchmal leicht versetzt an.

Es gibt aber auch Leitungssucher, die nicht auf Spannung, sondern auf Metall reagieren. Mit den so genannten Metallindikatoren lassen sich nicht nur Strom-, sondern auch Gas- und Wasserleitungen identifizieren, sofern diese aus Metall sind. Die Geräte sind sensibel genug, um auch Metallleitungen anzuzeigen, die in einem Leerrohr aus Kunststoff verlaufen.Allerdings sind in vielen modernen Gebäuden die Wasserleitungen bereits vollständig aus Kunststoff gefertigt. Solche Kunststoffleitungen finden Metallindikatoren natürlich nicht.

Gibt es einen Installationsplan vom Leitungsverlauf?

Völlige Sicherheit hat man also nur, wenn man den Handwerker, der die Leitungen gelegt hat, nach deren Verlauf fragen kann oder er schon bei der Installation ein vollständigen Plan vom Leitungsverlauf gemacht hat. Oft ist das allerdings nicht der Fall und der betreffende Handwerker entweder nicht bekannt oder gerade nicht greifbar. Dann bleibt einem nichts anderes übrig als beim Bohren die üblichen Installationsregeln für Leitungen zu beachten und die Bohrstelle mit einem Leitungssucher abzufahren.

Richtig reagieren im Schadensfall

Wird doch einmal eine Leitung durchbohrt, droht im schlimmsten Fall Lebensgefahr. Wenn ein Kabel beim Durchbohren noch Strom führt, kann es im schlimmsten Fall einen tödlichen Schlag geben. Im günstigsten Fall gibt es nur einen Kurzschluss und ein wenig Funkenflug.

Aber auch wenn die Sicherung beim Bohren draußen war, ist mit einem durch- oder angebohrten Stromabel nicht zu spaßen. In jedem Fall hat der Bohrer nämlich die Isolierung beschädigt, so dass das Kabel zum Sicherheitsrisiko wird. Auch verkraftet ein angebohrtes Kabel nicht dieselben Belastungen, wie ein unbeschädigtes. Bei voller Stromlast droht ein Wohnungsbrand. Das beschädigte Kabel muss also in jedem Fall schnellstmöglich ausgebessert werden.

Trifft man beim Bohren eine Wasserleitung, muss unverzüglich das nächstgelegene Absperrventil oder gleich der Haupthahn zugedreht werden, um den Schaden zu begrenzen. Die Reparatur sollte unbedingt ein Profi vornehmen. Kommt es in Folge einer unsachgemäßen Reparatur später einmal zu einem Wasserschaden, könnten Sie sonst haftbar gemacht werden.

Eine getroffene Gasleitung werdenächst sollten Sie alle Fenster in Ihrer Wohnung aufreißen. Danach müssen alle Hausbewohner gewarnt werden. An der Wohnungstür klingeln darf man aber nicht. Ist die Klingel elektrisch betrieben besteht Explosionsgefahr. Erst wenn Sie sich selbst und die übrigen Bewohner in Sicherheit gebracht haben, sollten Sie den Gasversorger anrufen, damit er das Gas abstellt.

Perfekte Löcher bohren

Doch nicht nur auf Leitungen muss man beim Bohren achten. Vor allem weniger erfahrenen Handwerkern, die selten eine Bohrmaschine in der Hand haben, fällt es oft nicht leicht, den richtigen Bohrer für die auszuführende Arbeit auszusuchen oder die exakte Bohrtiefe zu ermitteln und dann auch zu bohren. Auch rutscht man vor allem auf glatten Oberflächen leicht ab oder das Bohrloch franst an den Rändern aus. Mit diesen Tipps bohren Sie perfekte Löcher in jedes Material.

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